Schöner kuratieren – Inoreader als perfekter RSS-Dienst

Header Inoreader

An meinem Schreibtisch entstehen für meine Auftraggeber in schöner Regelmäßigkeit einige Newsletter. Dabei greife ich natürlich auf eine ganze Reihe von Informationsquellen zurück. Blogs, Online-Magazine und natürlich Google News. Als unentbehrlicher Begleiter hat sich für mich dabei der Inoreader erwiesen.

Inoreader – auf den ersten Blick nur ein RSS-Reader

Auf den ersten Blick ist der Service erst einmal nichts anderes als ein RSS-Reader. Der Dienst sammelt die per RSS verteilten Artikel und Nachrichten diverser Anbieter und kümmert sich automatisch um deren Aktualisierung. Die verschiedenen Quellen können Sie ganz nach Ihren Vorstellungen organisieren und zu Ordnern zusammenfassen. Das schafft dann mehr Übersicht.

inoreader-oberfläche

Die Oberfläche von Inoreader unterstützt reichlich Tastenkürzel

Inoreader nutzt Tastenkürzel intensiv. Wer noch die Shortcuts vom Google Reader im Kopf hat, findet sich sofort zurecht. Bei mir kommen im Laufe eines Tages nicht selten rund 1.000 Artikel zusammen. Da ist man mit Tastenkombinationen einfach schneller durch.

Informationen und Quellen suchen

Einer der großen Vorteile von Inoreader liegt in den sehr starken Suchfunktionen. Einfach die gewünschten Begriffe in das Eingabefeld eintragen und schon haben Sie die Auswahl zwischen einer Reihe von Optionen:

  • Artikel in den abonnierten Quellen,
  • Artikel in allen öffentlichen Feeds, die der Dienst absucht,
  • Feeds, die sich explizit diesem Thema widmen oder
  • Feedbündel, die von anderen Nutzern zu diesem Thema kuratiert werden.

Außerdem können Sie auch Twitter und Google+ gleich mit durchsuchen. Gibt es Feeds zum Thema, erscheinen die am unteren Rand der Optionen. So können Sie auch schnell ein Abonnement abschließen.

Suchfunktionen Inoreader

Dank der Suchfunktionen finden Sie bei Inoreader rasch neue Infoquellen.

Sobald Sie eine Suche beginnen, wird zusätzlich ein Filter eingeblendet. Damit greifen Sie einerseits auf logische Operatoren zu und nehmen Einfluss auf die Sortierung der Trefferliste.

Suchfunktionen Inoreader

Aktive Suchen

Um ein Thema zu beobachten, brauchen Sie die Suche nicht stets erneut ausführen. Sie wandeln mit einem Mausklick die Abfrage in eine aktive Suche um. Die Ergebnisse landen damit als eigene Quelle in einem separaten Bereich Ihrer Feeds. So sehe ich jeden Morgen, was sich beispielsweise an Material zum Thema „Omnichannel“ angesammelt hat. In den kostenlosen Konten ist allerdings nur eine dieser aktiven Suchen möglich.

Google News und Google Alerts abonnieren

Google News ist als Recherchequelle ebenfalls nicht aus meinem Alltag wegzudenken. Direkt aus der Suchfunktion von Inoreader können Google News abgefragt werden. Dazu wird einfach die entsprechende Option aus dem Menü gewählt. Danach zeigt Ihnen Inoreader bereits die ersten Ergebnisse an. Über die Speicherfunktion der Suche legen Sie die Abfrage dauerhaft an.

Wahrscheinlich werden Sie nicht nur den Newsbereich von Google nutzen, sondern vielleicht auch die zentrale Suchfunktion, um sich beispielsweise die Ergebnisse per Alert direkt in den Posteingang liefern zu lassen. Mit nur wenig Mühe lassen sich Google Alerts ebenfalls in Inoreader übernehmen. Damit wird der Dienst dann zur zentralen Nachrichtenzentrale.

Besuchen Sie die Seite www.google.de/alerts und melden Sie sich mit Ihrem Benutzerkonto an. Sie sehen danach eine Liste Ihre angelegten Benachrichtigungen. Klicken Sie auf das Stiftsymbol zum Bearbeiten. Auf der nächsten Seite finden Sie den Eintrag „Senden an“. Darüber wechseln Sie das Ausgabeformat des Alerts und konvertieren ihn zu einem RSS-Feed. Übernehmen Sie die Änderungen. In der Liste sehen Sie jetzt beim Alert das bekannte Symbol für RSS. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und verwenden Sie das Kommando Ihres Browsers zum Kopieren des Links. Wechseln Sie zu Inoreader zurück und fügen Sie diesen Link in die Suchmaske ein. Dann abonnieren Sie die Quelle wie gewohnt.

Google Alerts Inoreader

Weiterverarbeitung von Artikeln

Inoreader sammelt die Inhalte der verschiedenen Newsquellen. In meinem Fall wird das Material aber noch weiterverarbeitet. Alles, was ich danach für die Newsletter genauer prüfen möchte oder auch übernehmen, sende ich an Pocket. Im Backend von Inoreader lassen sich eine ganze Reihe von Diensten integrieren. In den Einstellungen finden Sie den eigenen Bereich „Integration“. Dort verknüpfen Sie Inoreader mit anderen Diensten wie Pocket, Instapaper, Evernote, OneNote oder Dropbox. Außerdem gibt es im Profi-Tarif auch die Option, Inoreader mit IFTTT zu verbinden. Dann genügt beispielsweise bereits das Markieren eines Artikels, um diesen an den gewünschten Dienst zu senden. Es können verschiedene Verbindungen parallel angelegt werden. So entscheiden Sie fallweise, an welches System der Artikel weitergeleitet werden soll.

Das Gratiskonto von Inoreader reicht, um sich mit den wesentlichen Funktionen vertraut zu machen. Aber das vollständige Leistungsspektrum erreichen Sie erst mit einem kostenpflichtigen Abonnement.

Zugriff auch per Apps

Erwähnt werden muss auch, dass auf Inoreader unter iOS und Android mit eigenen Apps zugegriffen werden kann. So verpasst man auch unterwegs keine Neuigkeit und kann schon einmal Artikel vorselektieren. Außerdem integrieren einige RSS-Reader ebenfalls Inoreader in ihre Programme, wie beispielsweise der auf dem Mac sehr beliebte Reeder.

Inoreader ist aus meinen Alltag jedenfalls nicht mehr wegzudenken und eines der wichtigsten Recherchequellen für aktuelle Nachrichten. Die kostenpflichtigen Dienste sind aus meiner Sicht jedenfalls jeden Cent Wert.

Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

1 Kommentar zu Schöner kuratieren – Inoreader als perfekter RSS-Dienst

  1. Danke für die Infos, das klingt ja sehr interessant. Ich werde dieses Tool für die Recherche zu SEO und Content Marketing verwenden.

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