Wie Sie am Mac Ihre IP-Adresse per VPN tarnen

Möchte ein Anbieter verhindern, dass Sie einen bestimmten Inhalt abrufen, dann sperrt er den IP-Adressraum Ihrer geografischen Region.

Genau deshalb dürfen Sie die eine oder andere Staffel oder Serie auf Netflix nicht abrufen. Nun mag man einwenden, dass das aus Gründen des Lizenzrechts nicht anders geht. Ärgerlich wird es aber dann, wenn Sie im Urlaub wissen wollen, wie ihre Lieblingsserie weitergeht, sie diese aber eben nicht aufrufen dürfen, obwohl der Anbieter die Rechte für Ihren Wohnort besitzt.

Schon allein dieses einzelne Beispiel zeigt, dass es durchaus sinnvoll sein kann, die IP-Adresse zu verschleiern. Von Targeting-Programmen und ähnlichen Einrichtungen möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst reden.

Als Ausweg werden in einem solchen Fall gern VPN-Verbindungen genutzt. Stark vereinfacht, leihen Sie sich bei diesem Anbieter eine IP-Adresse aus.

Für Sie als Nutzer ändert sich nichts und Ihr Mac ist auch nach wie vor im internen Netz über die zugeteilte IP-Adresse erreichbar. Nur in den Log-Dateien der Server, die Sie kontaktieren, steht nicht die vom Provider zugewiesene IP-Adresse, sondern eine IP des VPN-Anbieters.

Tunnelbear bietet VPN-Verbindungen an, die sich besonders leicht einrichten lassen sollen.

Ich hab es mal ausprobiert.

Tunnelbear installieren und einrichten

Installation und Einrichtung von Tunnelbear sind sehr einfach. Für iPhone suchen Sie nach dem kleinen Werkzeug direkt im App-Store. Nachdem Sie das Programm heruntergeladen und erstmals aufgerufen haben, bittet Sie das System um Erlaubnis, eine Erweiterung installieren zu dürfen. Das müssen Sie gestatten, um den Service nutzen zu können.

Für den Mac laden Sie sich ein Archiv herunter und entpacken es. Verschieben Sie die darin enthaltene App in den Ordner Ihrer Programme. Anwendungen sind aber auch für Android und Windows erhältlich.

Nachdem Programmstart müssen Sie sich anmelden. Zur Benutzung ist ein Konto beim Service notwendig, das Sie auch kostenlos erhalten.

In dieser Variante stehen Ihnen dann 500 MB an Daten pro Monat zur Verfügung.

Daneben gibt es noch zwei weitere Konten:

  • Giant ermöglicht die Nutzung auf 5 Geräten. Das Datenvolumen ist nicht beschränkt. Monatspreis 6,99 Dollar
  • Grizzly umfasst die gleichen Leistungen, wird aber für ein Jahr in voraus gezahlt und nicht monatlich. Preis 4,16 monatlich.

Haben Sie die Formalismen erledigt, können Sie loslegen. Das Programm legt einen Eintrag in der Menüleiste des Mac ab. Über das Listenfeld suchen Sie sich die geografische Region aus, aus der die gewünschte IP-Adresse stammen soll. Mit dem Schalter aktivieren Sie die Verschlüsselung.

Oberfläche von Tunnelbear

Oberfläche von Tunnelbear

Mehr ist nicht zu tun.

Ein Hinweisfenster informiert Sie darüber, wenn die Verschlüsselung der Daten funktioniert hat. Machen Sie danach die Probe und besuchen Sie zum Beispiel einen Dienst wie „Wie ist meine IP“ können Sie dies überprüfen.

Server melden nun bereits eine abweichende Adresse zurück.

Server melden nun bereits eine abweichende Adresse zurück.

Mit einem Klick auf das Zahnrad rufen Sie sich die Optionen des Programms auf. Mit „IntelliBear“ können Sie Adressen hinterlegen, die Sie immer verschlüsselt besuchen wollen. Es ist aber auch der umgekehrte Weg möglich. Die Verbindung ist stets verschlüsselt, es sei denn, Sie rufen eine der hinterlegten Adressen ab.

Grundsätzlich kann der Umweg über das VPN natürlich zu Einbußen in der Geschwindigkeit führen. Diese sind aber nach meinen bisherigen Erfahrungen minimal und beeinflussen den Abruf von Seiten und Angeboten nicht nennenswert. Lediglich beim Einsatz von Singapur hat schon einmal zu Abbrüchen in der Verbindung und Datenübertragung geführt.

Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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