Mit fs_usage auf dem Mac Probleme lösen

Im Beitrag zum Lösen von Problemen mit Spotlight ist Ihnen das Werkzeug fs_usage bereits begegnet. Diese Tool für die Kommandozeile kann sich auf dem Mac als Wunderwaffe erweisen, wenn Sie Fehler finden wollen.

Was ist fs_usage und wie starten Sie es?

Das Werkzeug lebt ausschließlich auf Ihrer Kommandozeile und zeigt Ihnen an, was sich im Dateisystem (Filesystem) abspielt. Öffnen Sie ein Terminal und geben Sie dort ein:

sudo fs_usage

Ihr Mac zeigt sich damit extrem gesprächig und Sie erhalten Zeile um Zeile Ausgaben darüber, welche Anwendungen und Dienste gerade Aktionen im Dateisystem ausführen.

fs_usage kann Probleme aufspüren

Auf den ersten Blick bietet das Kommando eine verwirrende Zahl von Informationen, die kaum dazu geeignet scheinen, ein Problem zu lösen. Typische Einsatzgebiete des Befehls sind zum Beispiel:

  • Ein Programm startet nicht, obwohl Sie bereits die Dateien mit den persönlichen Einstellungen gelöscht haben oder ein neues Benutzerprofil angelegt haben. Bevor Sie die Anwendung jetzt neu installieren, schauen Sie sich doch mit fs_usage an, was beim Starten des Programms passiert. Vielleicht hilft es bereit, die Datei, auf die zuletzt zugegriffen wurde, zu verschieben oder Sie finden im Internet über die Suche nach dem Dateinamen eine Lösung angeboten.
  • Das System scheint stark beansprucht zu sein. Dabei sind auf der grafischen Oberfläche kaum Programm gestartet. Auch hier kann ein Blick auf das Dateisystem weiterhelfen.

Steuern Sie die Ausgaben von fs_usage

Um die Ausgaben des Kommandos etwas übersichtlicher zu gestalten, können Sie mit Parametern gezielt bestimmte Bereiche untersuchen.

sudo fs_usage -f network

Liefert nur die Meldungen zurück, die im Zusammenhang mit dem Netzwerk stehen. Weitere Parameter sind:

  • filesys: Damit erhalten Sie nur die Ausgaben zurück, die im Zusammenhang mit dem Dateisystem stehen.
  • Pfadangabe: Sie können auch einen Pfad angeben, um nur die Ereignisse zurückzuerhalten, die dieses Verzeichnis betreffen.

Wenn Sie sich lediglich die Ereignisse ansehen wollen, die von einer bestimmten Anwendung oder einem Prozess hervorgerufen werden, geben Sie dessen Namen oder die Prozess-ID (PID) als Parameter an.

Ausgaben von fs_usage

Ausgabe Event in fs_usage.

sudo fs_usage pid <PID>
sudo fs_usage pid 422

Oder Sie nutzen den Namen des Prozesses. Dieser entspricht nicht automatisch dem Namen des Programms (denken Sie an das Beispiel Spotlight, wo einer der Prozesse „mdworker“ genannt wird.)

sudo fs_usage <Prozessname>
sudo fs_usage mdworker

Ein mächtiger Verbündeter in diesem Zusammenhang ist die Umleitung der Ausgabe an grep. Denn damit können Sie die Darstellung der Ergebnisse noch weiter einschränken. Wenn Sie nur sehen wollen, dass eine Datei geöffnet wird, nutzen Sie zum Beispiel:

sudo fs_usage | grep open

Die Erweiterung mit „grep“ funktioniert natürlich auch mit anderen Aspekten, die Sie interessieren könnten, etwa einen Ordnernamen oder dergleichen.

fs_usage mit grep ergaenzen

Mit der Umleitung nach grep sehen Sie nur bestimmte Ereignisse.

fs_usage beenden

Wenn Sie fs_usage beenden wollen, schließen Sie nicht einfach das Terminalfenster. Nutzen Sie die Tastenkombination strg-c, um das Programm zu verlassen.

Meldet Ihnen der Mac später, dass der Prozess noch läuft, nutzen Sie das Kill-Kommando dafür.

Über Stephan Lamprecht (479 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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