7 Tipps für mehr Gelassenheit für Selbstständige

Als Selbstständiger genießen Sie eine Menge Freiheiten, die auch Ihrem unmittelbarem Umfeld auffallen. Denn welcher Angestellte kann spontan an einem Vormittag zum Einkaufen gehen, oder sich um sein erkranktes Kind kümmern. Gern übersehen die »Neider« allerdings auch die Verantwortung, die Sie tragen. Das, was Sie an Honoraren nicht verdienen, besitzen Sie am Ende auch nicht. Sie müssen sich der Frage stellen, wie es im Falle einer Erkrankung weitergeht und sich auch um die eigene Altersvorsorge kümmern.

Wenn Sie noch dazu in Ihren eigenen vier Wänden arbeiten, sind viele Anforderungen unter einen Hut zu bringen. Wünsche und Bedürfnisse der Familie, der Kinder und Erfordernisse und Aufgaben rund um den Haushalt. Diese Herausforderungen können Ihre beruflichen Tätigkeiten durchaus stark beeinflussen. Deswegen sollten Sie sich Ihr Leben möglichst einfach gestalten, damit Sie sich voll und ganz auf Ihren Beruf konzentrieren können.

1. Planen Sie weniger als eine 40 Stunden Woche!

Wenn Sie bereits eine Weile selbstständig arbeiten, wissen Sie es selbst. Mit einer 40-Stunden-Woche werden Sie kaum auskommen. Unverhoffte Anfragen von Stammkunden, denen Sie einen Gefallen tun wollen und Verwaltungsaufgaben – alle diese Dinge wollen erledigt werden. Verplanen Sie im Rahmen Ihrer Wochenplanung maximal 35 Stunden. Wenn Sie die unvorhergesehenen Aufgaben hinzuaddieren, bleiben Sie dann wenigstens unter 50 Stunden.

2. Arbeiten Sie zu festen Zeiten

Sie wollen dringend etwas besorgen? Natürlich können Sie, wenn es die aktuellen Projekte erlauben, auch an einem Vormittag zu Ikea fahren. Das sollte aber eine Ausnahme bleiben. Arbeiten Sie zu festen Zeiten, so wie Sie dies auch als Angestellter getan haben. Das erleichtert einerseits auch das Zusammenleben mit der Familie, da Sie verlässlicher sind. Zum anderen fördert die Regelmäßigkeit bei vielen Menschen die Produktivität.

3. Feste Freiräume im Kalender verankern

Machen Sie nicht den Fehler, Ihre gesamte Zeit für Projekte und Akquisition zu verplanen. Wie Angestellte brauchen Sie nicht nur Ruhephasen, sondern sollten sich auch Freiräume reservieren, um Tätigkeiten erledigen zu können, die nicht im direkten Zusammenhang mit Ihrem Beruf stehen. Erledigen Sie in diesen größeren Zeiteinheiten Ihre Steuererklärung. Besuchen Sie Seminare oder Fortbildungen oder lesen Sie schlicht ein Buch, um sich fortzubilden.

4. E-Mail und Korrespondenz schnell erledigen

Halten Sie sich nicht mit Routinetätigkeiten auf. Beantworten Sie Ihre elektronische Post zweimal am Tag und so schnell wie möglich. Übertragen Sie dies auch auf die klassische Post. Geht eine Rechnung ein, erledigen Sie diese möglichst gleich. Wenn Sie Online-Banking machen, lassen sich Zahlungen dort hinterlegen und planen.

5. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen!

Handeln Sie nach der Maxime, dass Sie einzigartig sind. Vergleichen Sie sich und das, was Sie erreicht haben, nicht mit anderen. Nicht mit Angestellten, nicht mit den Nachbarn und auch nicht mit direkten Kollegen. Jeder von denen hat seine individuelle Geschichte und der augenscheinliche Wohlstand eines anderen kann täuschen. Denn wissen Sie, was tatsächlich der Preis für diesen Wohlstand ist? Das Nacheifern setzt sie nur unnötig unter Druck. Wichtiger ist, dass Sie sich selbst zufrieden fühlen und mit dem auskommen, was Sie verdienen. Und das geht auch durch das Anpassen der eigenen Ausgaben an das Einkommen.

6. Lassen Sie sich helfen!

Nehmen Sie so viel Hilfe an, wie sich Ihnen bietet. Spannen Sie ruhig Ihre Familie ein. Schon Schulkinder können einfache Tätigkeiten im Haushalt verrichten, sei es Staubsaugen oder das Einräumen der Spülmaschine. So bleibt Ihnen mehr Zeit, die Sie auch für unvorhersehbare Dinge aufwenden können.

7. Halten Sie Ordnung!

Die Suche nach Dingen ist unnötig und sicherlich einer der größten Zeitverschwender. Tun Sie sich selbst einen Gefallen und halten Sie Ordnung. Geben Sie Dingen, falls Sie es noch nicht getan haben, einen festen Platz – ob Geldbörse, Schlüssel oder auch Hilfsmittel, die Sie an Ihrem Arbeitsplatz benötigen. Eine gute Ordnung spart Ihnen Zeit und lässt Sie einfach entspannter sein.

Wenn Sie selbstständig sind? Was sind Ihre Tipps, um entspannter arbeiten zu können?

Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

1 Kommentar zu 7 Tipps für mehr Gelassenheit für Selbstständige

  1. Viele wichtige Tipps! Wer nicht mit Gelassenheit arbeitet, arbeitet auch weniger konzentriert und dadurch weniger produktiv, was den Stress oft noch verstärkt und zu mehr Chaos führt.

    Zu Nr.6 kann ich addieren: Delegieren Sie Aufgaben, die sich delegieren lassen. Dazu muss nicht unbedingt die eigene Familie eingespannt werden. Oft lassen sich Aufgaben an andere Freelancer abgeben, die bestimmte Tätigkeiten vielleicht sogar besser beherrschen. Das kann bereits bei simplen Bürotätigkeiten anfangen.
    Dies hilft nicht nur dabei, Zeit freizuschaufeln, sondern auch, den eigenen Kopf für die wichtigen Aufgaben freizukriegen.

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