Videostreams aufzeichnen – mit Jaksta (Mac und Win)

Videos werden auf immer mehr Sites eingesetzt. Ob als Tutorial oder schlicht zur Unterhaltung: Tausende Filme stehen im Internet auf Abruf bereit. Bei vielen wünscht man sich, eine Kopie davon auf dem eigenen Rechner zu besitzen, um sich den Inhalt auch offline anzusehen oder ohne Risiko in eigene Präsentationen einzubetten. Für die Nutzer eines Macs und Windows gibt es erfreulicherweise mit Jaksta ein cleveres Werkzeug, das diesen Wunsch erfüllt.

Das leistet Jaksta

Das lokale Speichern von Video-Streams ist keine neue Sache. Für die meisten Browser gibt es Erweiterungen, die dem Nutzer versprechen, jederzeit wieder auf ein Video zugreifen zu können. Die Vorgehensweise ist hierbei sehr unterschiedlich. Einige Programme lesen lediglich den Cache des Browsers aus, andere arbeiten nur mit bestimmten und im Programm hinterlegten Angeboten zusammen. Gespeichert wird dann zumeist der Stream in Form einer Flash-Datei (FLV).

Problematisch wird es, wenn Sie auf Ihrem System gern mehrere Browser parallel nutzen oder aber auf eine Seite stoßen, die der Erweiterung nicht bekannt ist. Dann laufen die integrierten Mechanismen ins Leere und Sie müssen sich nach einer Alternative umsehen.

Jaksta arbeitet vom eingesetzten Browser unabhängig und beschränkt sich auch nicht auf einen bestimmten Satz an Sites, die beobachtet werden können. Das Programm speichert auf Wunsch automatisch erkannte Streams und kann diese im Anschluss auch noch in ein anderes Format konvertieren.

Jaksta installieren und einrichten

Auf der Seite des Herstellers wird eine kostenlose Demoversion bereitgehalten. Diese ist funktional eingeschränkt und erlaubt nur die Aufnahme eines Teils des gesamten Streams. Um zu überprüfen, ob das Programm Ihren Wünschen entspricht, dürfte dies aber ausreichend sein.

Die Installation ist dank des Setups bzw. der DMG-Datei einfach und verläuft reibungslos. Sobald Sie die Software gestartet haben, werden Sie von einer kleinen Übersicht begrüßt. Darüber aktivieren Sie die Überwachung auf empfangene Streams. Diese kann damit elegant auch pausiert werden, etwa für den Fall, dass Sie lediglich surfen wollen, ohne etwas aufzuzeichnen.

Jaksta Welcome Screen

Jaksta in Aktion

Haben Sie die Überwachung aktiviert, beginnt Jaksta automatisch mit dem Download eines angezeigten Video-Streams. Dieser Download wird auch dann fortgesetzt, wenn Sie die Wiedergabe des Videos auf der eigentlichen Seite anhalten. Aber aufgepasst: Das Programm interpretiert häufig die Wiederaufnahme der Wiedergabe als neuen Stream, sodass unter Umständen das gleiche Video mehrfach auf Ihrer Festplatte landet. Der Download geht naturgemäß deutlich schneller als die Wiedergabe selbst. Damit landen die Filme schneller auf Ihrer Festplatte.

Jaksta Download von Filmen

In den Voreinstellungen ist zusätzlich eine Konvertierung der empfangenen Daten vorgesehen. Im Programmfenster zeigt Ihnen Jaksta eine Liste der empfangenen Streams bzw. der laufenden Übertragungen. Sie finden hier eine Liste, aus der Sie das gewünschte Zielformat auswählen können. Allerdings müssen Sie für die Konvertierung etwas Zeit einplanen, wenn Sie etwa aus der Flash-Datei einen Film für das iPad oder die Playstation erzeugen wollen. Praktischerweise kann Jaksta das Endprodukt dann auch gleich noch an iTunes senden.

Jaksta Konvertierungsformate

Einstellungen von Jaksta

Die Optionen der Software sind sehr übersichtlich gestaltet. Im Wesentlichen haben Sie hier die Wahl, Verzeichnisse zu definieren, in denen einerseits die heruntergeladenen Dateien, zum anderen die konvertierten Filme landen. Für fortgeschrittene Anwender interessant ist zweifellos der Abschnitt “Protocols”, da Sie hier noch eventuell fehlende MIME-Typen hinterlegen können, auf deren Übertragung Jaksta dann achtet.

Programmoptionen Jaksta

Das Programm wird für rund 50 Euro angeboten. Für den Gelegenheitsnutzer sicherlich zu teuer. Andererseits verrichtet die Software ihren Dienst genauso wie sie soll. Und wenn Sie Ihr mobiles Gerät mit Clips aus dem Internet bestücken wollen, finden Sie in dem Programm den idealen Begleiter.

Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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