Reeder – das Powerwerkzeug für Feeds und Google Reader (Mac)

Das Programm Reeder gibt es bereits seit einiger Zeit für das iPhone und das iPad. Die Software ist ein Reader für RSS-Feeds, arbeitet allerdings nur mit dem Google Reader zusammen. Zur Nutzung ist also die Eröffnung eines Google Kontos nötig. Reeder steht für knapp 8 Euro in den Regalen des App-Stores, nur warum sollten Sie diesen Betrag für etwas ausgeben, das Ihnen Google auch völlig gratis bietet?

Kurzer Rundgang

Die Installation ist dank der Nutzung des App-Stores kein Problem. Nachdem die Software installiert ist, müssen Sie die Daten Ihres Google Kontos eintragen. Ist der Rechner online, werden anschließend die von Ihnen bei Google abonnierten Feeds abgerufen.

Dabei blicken Sie auf eine sehr geschmackvolle Oberfläche, die in erster Linie auf Lesbarkeit getrimmt ist. Alles ist klar strukturiert und die Auswahl der Typographie sehr lesefreundlich.

Oberfläche von Reeder

Reeder beherrscht zwei Anzeigemodi. Für längere Arbeiten greifen Sie auf ein dreispaltiges Layout zurück. Neben der Ordnerübersicht (wie im Google Reader), eine kurze Übersicht der Artikel und schließlich den eigentlichen Artikeltext. Mit einem Klick auf den kleinen Pfeil am unteren Bildschirmrand klappen Sie die Artikelansicht an und erhalten damit ein sehr kompaktes Layout. Ideal um sich regelmäßig schnell einen Überblick über die eintreffenden Neuigkeiten zu verschaffen.

Kompaktes Layout in Reeder

Bedienung: Tastenkürzel und Wischen

Das Programm macht starken Gebrauch von Shortcuts und unterstützt viele Gesten, die Sie mit dem Trackpad ausführen können. Auf diese Weise können Sie schnell durch die Nachrichten gehen. Nahezu alle Tastenkürzel können Sie in den Einstellungen der Software verändern.

Konfiguration Tastenkürzel Reeder

Ihre Informationszentrale: Zusammenarbeit mit anderen Diensten

In den Einstellungen der Software können Sie die Zusammenarbeit von Reeder mit zahlreichen anderen Diensten aktivieren. Und wenn die schöne Optik Ihnen noch nicht genügt, könnte diese Verbindung vielleicht das eigentliche Kaufargument werden. Reeder arbeitet mit diesen Angeboten zusammen:

  • Instapaper
  • ReadItLater
  • Pinboard
  • Delicious
  • ZooTool
  • Twitter

Außerdem können Sie die Notizfunktion von Google Reader direkt aus der Software heraus ansprechen oder auch einen Link schnell mailen oder an die Zwischenablage übergeben. Mit einer Durchsicht senden Sie also interessante Artikel an Ihr Netzwerk oder speichern einen Artikel für das spätere Lesen.

Twittern eines Artikels aus Reeder

Der Clou: Readability-Support

Zu den Besonderheiten des Programms zählt die vollständige Integration von Readability. Der Service stellt Webseiten besonders lesefreundlich dar. Keine Werbebanner zappen vor Ihren Augen und Sie können sich vollständig auf den Inhalt konzentrieren.

Auf Wunsch schicken Sie sich die dort gesammelten Artikel auch an Ihren Kindle oder laden sich eine Buchdatei auf Ihren Rechner. Die wichtigste Funktion von Readability ist allerdings, dass der Dienst die Verkürzung von Feeds aufheben kann. Auch wenn der Anbieter lediglich einen Feed mit einem Textausschnitt anbietet, können Sie dank des Dienstes alle Artikel im Volltext lesen. Das klappt vorzüglich und hilft dabei, Zeit zu sparen.

Fazit

Reeder ist mit Sicherheit keine Software für Nutzer, die nur gelegentlich einmal bei Google Reader einen Artikel lesen. Wer aber viele Informationen über RSS verarbeitet und diese mit seinem Netzwerk teilt, wird von Reeder wahrscheinlich begeistert sein.

Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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