7 Ideen, was Sie gegen Gerümpel tun können. Und wie es aufgeräumt bleiben kann.

Der Kampf gegen die Ansammlung von Gerümpel und der Unordnung ist ein fortwährender Akt. Ehe man es sich versieht, haben sich irgendwo wieder Stapel von Zeug gebildet, die nur unschön aussehen und Stauraum blockieren. Ein paar Denkanstöße zum Thema Gerümpel:

Idee 1: LIFO, oder immer nur ein Teil

Ein wirkungsvolles Prinzip gegen die Ansammlung von Gegenständen ist das Prinzip des “Last In, First Out”. Wann immer eine neue Sache Teil Ihres Haushalts wird, machen Sie es sich zur Regel, eine andere Sache zu entsorgen oder weiterzugeben. Sie haben ein neues Bild angeschafft? Welcher anderer Dekoartikel nervt Sie schon seit einiger Zeit? Dann geben Sie ihn weg. Das bedeutet nicht unbedingt, dass Sie ihn auch entsorgen müssen. Vielleicht eignet er sich auch als Geschenk oder Sie spenden ihn für einen guten Zweck? Und viele Dinge, die man nicht mehr braucht, werden von anderen bei Ebay oder über eine Kleinanzeige gern genommen.

Idee 2: Mieten, statt kaufen

Es herrscht kein Mangel an Geräten und Gadgets, die das Leben angenehmer machen. Ob nun ein Kaffeevollautomat oder auch der Highend-PC: Allen gemeinsam ist allerdings, dass sie in der Sekunde veralten, wo sie ausgeliefert werden. Und wer schon einmal versucht hat, ein nur zwei Jahre altes technisches Gerät gebraucht zu verkaufen, reibt sich die Augen, was er an Wertverlust hinnehmen muss; wenn sich denn überhaupt ein Käufer findet.

Und wenn nicht? Dann landet das Zeug schnell in der Garage oder dem Keller. Probieren Sie doch vor der nächsten Anschaffung, ob sich der gewünschte Artikel nicht einfach mieten lässt. Sicher kann das über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts teurer als die Anschaffung sein. Allerdings haben Sie keinen Kummer mit der Entsorgung und behalten das Gerät eben nur so lange, wie sie es wirklich benötigen. Und kommt die nächste Gerätegeneration auf den Markt, können Sie deutlich flexibler wechseln.

Idee 3: Immer nur ein Teil

Wie viele Kugelschreiber besitzen Sie eigentlich? Und wie viele Scheren befinden sich in Ihrem Haushalt? Und brauchen Sie die wirklich alle? Sehen Sie! Machen Sie es sich zur Gewohnheit, wann immer es geht, wirklich nur eine Sache anzuschaffen und zu besitzen. Ein vollständiges Ess-Service für Gäste brauchen Sie. Aber benötigen Sie davon gleich mehrere? Das Horten von Dingen kosten Platz und verursacht damit im Endeffekt Kosten. Je mehr Ballast Sie abwerfen, desto flexibler werden Sie. Auch was Ihre Wohnsituation anbelangt.

Idee 4: Kaufen Sie einfache Geräte

Haben Sie einmal versucht, eine möglichst einfache Küchenmaschine zu kaufen? Das geht eigentlich gar nicht: Unzählige Aufsätze und Zubehörteile befinden sich ebenfalls im Karton. Davon mit Sicherheit auch einige, die Sie niemals verwenden werden. Und wenn Sie sich kritisch in Ihrem Haushalt umsehen, finden Sie mit Sicherheit eine Reihe solcher Dinge. In dem Wahn, alles machen zu können und zu wollen, liefert uns die Industrie einen Haufen an Sachen mit, die untergebracht werden müssen. Ob wir nun wollen oder nicht. Gehen Sie beim Einkaufen also ganz bewusst vor und sehen Sie sich nach einem Gerät um, das möglichst einfach ist. Meist sind diese Artikel sogar langlebiger. Auch, wenn Sie gelegentlich etwas teurer sind. Denn das viele Zubehör soll uns auch gern von Mängeln der Verarbeitung ablenken.

Idee 5: Nur eine Kiste mit Erinnerungsstücken

Ein schönes Bild aus dem Kindergarten oder etwas aus dem Werkunterricht. Wer Kinder hat, weiß, dass diese fast täglich aus der Schule oder Kindergarten nach Hause kommen, und ein kleines Geschenk mitbringen. Das ist anrührend, keine Frage. Aber es belegt im Laufe der Zeit enorm viel Platz. Und ist tatsächlich wirklich jedes Bild es auch Wert aufgehoben zu werden? Sicherlich nicht. Schaffen Sie sich eine große und stabile Kiste an, in der Sie Ihre persönlichen Erinnerungsstücke lagern. Die Regel lautet hier, dass alles, woran Sie sich erinnern wollen, dort hinein passen muss. Besteht die Gefahr, dass der Stauraum an seine Grenzen stößt, müssen Sie sich von etwas trennen. Und so ganz nebenbei beschäftigen Sie sich wieder intensiv mit den Dingen.

Idee 6: Entmüllen Sie Software – und CD-Sammlungen

Sie nutzen bereits seit einigen Jahren Computer? Dann bestehen gute Chance, dass sich auch bei Ihnen viele Softwarekartons oder Datenträger mit Programmen stapeln, die längst nicht mehr auf Ihrem Computer laufen. Sehen Sie diese Sammlungen durch! Sie werden viel Stauraum schaffen können. Auch wenn Ihnen vielleicht Simcity 2000 viel Spaß gemacht hat. Wenn überhaupt, läuft das Programm noch maximal in einer DOS-Box unter Windows. Und wenn Sie die CD seit Jahren nicht mehr angerührt haben? Warum sollten Sie es jetzt tun? Also weg damit. Genauso wenig spricht etwas dagegen, Ihre Musiksammlung vollständig zu digitalisieren, um dann die CDs zu verkaufen oder zu spenden. Natürlich nur dann, wenn Sie sich auch Gedanken um ein Backup der musikalischen Kostbarkeiten gemacht haben und diese per Medienserver im gesamten Haus zur Verfügung stellen können.

Idee 7: Behalten Sie nur Sachen, die Sie auch benutzen

Generell: In Ihrem Haushalt sollten nur Dinge verbleiben, die Sie auch tatsächlich benutzen. Alte Kleidungsstücke, die Sie seit Jahren nicht getragen haben, bringen Sie zur Kleiderspende. Gebrauchsgegenstände oder technische Geräte, die Sie lange nicht mehr angerührt haben, verbrauchen nur Platz. Die klassische Ausrede lautet immer: das kann ich bestimmt noch einmal gut gebrauchen. Die Frage ist nur wann und wie häufig?

Sehen Sie sich einmal kritisch in Ihrem Haushalt um: Sie werden erstaunt sein, wie viel Ballast Sie abwerfen können!

Titelbild: Peter von Bechen / pixelio.de

Über Stephan Lamprecht (479 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

1 Kommentar zu 7 Ideen, was Sie gegen Gerümpel tun können. Und wie es aufgeräumt bleiben kann.

  1. Wunderbare Tipps. Ich bin gerade wieder mal beim Ausmisten und habe die üblichen zwei Kisten im Wohnzimmer stehen: Caritas und Müll. Wichtig ist einfach auch die Selbstüberwindung, die es kostet, wenn man sich von Altgewohntem trennt. Das Gute daran: Es gibt Platz für Neues. 🙂
    Und letzten Endes sind nicht die Dinge, sondern die Erfahrungen das Wichtigste im Leben.

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