So finden Sie den richtigen Kaffeevollautomaten – für Büro und zu Hause

Es scheint fast so, als habe die gute alte Kaffeemaschine im Büro und zu Hause ausgedient. Zu verlockend sind leckerer Cappuccino oder ein Latte Macchiato die direkt per Knopfdruck aus dem Kaffeevollautomaten kommen. Das Angebot dieser kleinen Wunderwerke ist kaum zu überschauen. Ein Fehler bei der Auswahl der Kaffeemaschine kann teuer werden, denn so richtig preiswert ist kein Modell. Und wird der Vollautomat dauerhaft überfordert, ist schnell ein Besuch beim Kundendienst fällig.

So finden Sie das für Sie passende Modell:

Trinken Sie viel oder wenig Kaffee?

Sicher Design und Preis spielen bei der Auswahl einer Kaffeemaschine auch eine Rolle. Aber in erster Linie müssen Sie die Frage beantworten, wie viel Kaffee getrunken wird. Und das ist meist mehr als eine erste Schätzung ergibt. Schon bei mehr als 20 Tassen am Tag greifen Sie besser zu einem teureren Modell, denn die 20 Tassen Marke ist bei vielen Herstellern der Grenzwert zwischen Kaffeevollautomaten für den Heimbedarf und solchen, die auch in einem Gewerbe genutzt werden dürfen.

Kaffeevollautomaten mit Gewerbezulassung

Wenn Sie die neue Kaffeemaschine im Büro einsetzen wollen, damit Kollegen und Besucher ebenfalls in den Genuss eines frisch gebrühten Espressos kommen, bleibt Ihnen kaum eine andere Wahl: Hier schaffen Sie sich am besten eine Maschine an, die eine Gewerbezulassung besitzt. Eine solche Maschine darf dann auch in Bistros oder Bäckereien kommerziell eingesetzt werden.

Solche Maschinen sind zwar etwas teurer, bieten Ihnen aber Vorteile: [unordered_list style=“tick“]

  • In aller Regel sind hochwertigere Bauteile integriert, die nicht so schnell verschleißen.
  • Sie können Reparaturen in der Garantiezeit auch dann geltend machen, wenn Sie mehr als 20 Tassen pro Tag produziert haben. Aber Achtung: Wenn es mehr als 50 Tassen pro Tag sind, kann dann schon die nächste Geräteklasse fällig sein.
  • Oft ist die Garantiezeit auf 36 Monate statt 24 Monaten verlängert.
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Auf die Tassenbegrenzung achten

In den Garantiebedingungen der Hersteller verbirgt sich meist, sehr klein gedruckt, ein kleiner Haken. Zwar werden Ihnen in aller Regel 24 Monate Garantie versprochen, diese wird dann aber in den Nutzungsbedingungen eingeschränkt. Denn hier gilt dann üblicherweise eine maximale Tassenbegrenzung. Deshalb besitzen auch alle Kaffeevollautomaten einen internen Zähler, um diesen Schwellenwert zu ermitteln. Wird die Maschine häufig genutzt, kann die Garantiezeit also deutlich kürzer sein.

Tassengröße beachten

Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie unbedingt in den Angaben des Herstellers die Tassengröße überprüfen. Dies gilt einerseits für den Auslauf. Was nützen schicke Tassen und Gläser, die einfach nicht unter den Tassenauflauf passen wollen? Also messen Sie lieber einmal nach. Sie werden erstaunt sein, wie niedrig der Auslauf häufig denn tatsächlich ist.
Aber es kommt nicht nur auf die Höhe an, sondern auch auf das Volumen der abgegebenen Kaffeemenge. Denken Sie auch dabei an die Garantiebedingungen. Wenn Sie zwei Tassen zapfen müssen, damit Sie überhaupt das Gefühl haben, einen Kaffee getrunken zu haben, halbiert sich auch Ihre Garantiezeit. Also besser vorab informieren!

Milchschaum manuell, automatisch oder beides?

Natürlich ist es sehr bequem, wenn leckerer Milchschaum direkt aus dem Gerät kommt. Das manuelle Aufschäumen über eine Dampfdüse ist allerdings nicht schwer und nach etwas Übung könnten auch Sie perfekten Schaum produzieren. Gut, wenn Sie denn die Möglichkeit dazu haben. Deswegen ist generell besser, sich für ein Modell zu entscheiden, das Ihnen die Wahl lässt: Schaum aus einem Cappuccinatore oder klassisch per Dampfdüse.
Eines ist allerdings sicher: Ganz wartungsfrei arbeitet keines der Systeme. Um Keimbildung vorzubeugen, sollte die Milch stets gekühlt sein. Gut, wenn der Kaffeevollautomat einen integrierten Kühler hat oder sich ein solcher neben das Gerät stellen lässt. Der Milchweg muss regelmäßig gespült werden. Das ist einerseits der Gesundheit förderlich, zum anderen bleibt nur so das Gerät funktionstüchtig.

Ein oder zwei Heizsysteme?

Sowohl für den Kaffee als auch für den Milchschaum bzw. den Dampf brauchen Sie vor allem eines: heisses Wasser. Schneller sind Sie am Ziel, wenn die Kaffeemaschine zwei getrennte Boiler und Kreisläufe für Kaffee und Dampf enthält. Sonst müssen Sie nach dem Zapfen zu lange auf Ihren Milchschaum warten. Wenn Sie den Schaum manuell parallel zum Aufbrühen produzieren wollen, sind zwei Kreisläufe auch der einzig praktikable Weg.

Größe der Wasser- und Kaffeebohnen-Behälter

Damit sind wir auch bereits bei den Tücken des Alltags angekommen. Wenn Sie vorhaben, Ihren Automaten im Büro einzusetzen, können die Behälter für Frischwasser und Kaffeebohnen nicht groß genug sein. Sonst werden Sie schnell die Erfahrung machen, dass grundsätzlich einer von beiden leer ist, wenn Sie an der Reihe sind, sich Ihren Kaffee zu ziehen. 2 Liter und 250 gr oder mehr sind für regelmäßigen Bezug optimal. Kleinere Behälter eignen sich eher für das private Umfeld. Das gilt auch für die Auffangschale für den Kaffeesatz!

Pflege und Folgekosten

Bedenken sollten Sie auch die Pflege. Ein Kaffeevollautomat entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem festen Familienmitglied: Entkalkung, Durchspülen der Milchstrecke, Reinigung der Brühgruppe und vor allem das Nachfetten nicht zu vergessen. Je mehr Arbeit Ihnen die Maschine in dieser Hinsicht abnimmt, umso besser. Für einfache Reinigung ist eine entnehmbare Brühgruppe zu empfehlen. Diese muss regelmäßig mit Spezialfett geschmiert werden, damit das Wasser einwandfrei durch das Sieb gepresst wird. Ein automatisches Entkalkungsprogramm sollte heute selbstverständlich sein.
Sehr empfehlen kann ich persönlich dieses Gerät.

Es ist jetzt seit knapp einem halben Jahr im Einsatz und produziert pro Tag zwischen 20 und 30 Tassen. Und der Kundendienst ist aus eigener Erfahrung schnell und unkompliziert. Als eine Dichtung im Heizwasserkreislauf ihren Dienst versagt, konnte problemlos die Abholung beauftragt werden. Gerade 8 Tage später wurde die Maschine in reparierten und geprüften Zustand per DHL wieder geliefert.

Über Stephan Lamprecht (479 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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