Tipps für den Windows Explorer – besser Dateien verwalten (Windows)

Windows 7 ist ein ein gelungenes Betriebssystem. Obwohl es nur geringfügig schneller als Windows Vista ist, fühlt es sich deutlich schneller an und arbeitet sehr stabil. Der Windows Explorer als Schnittstelle zum Dateisystem hat sich über die Jahre allerdings kaum verändert.

Tipps zum Windows Explorer

Der Explorer in Windows 7 gibt durchaus Anlass zur Kritik, das tut der Finder unter MacOS allerdings ebenfalls seit Jahren. Wer sich aber längere Zeit mit dem Werkzeug beschäftigt, findet dabei durchaus Funktionen, die die Arbeit erträglicher machen.

Klassisches Menü einblenden

Wer den Explorer startet, muss sich zunächst mit der schlichten Oberfläche anfreunden, die völlig ohne ein Menü auszukommen scheint. Gerade das irritiert viele Anwender. Sie können Ihr klassisches Menü aber wiederbekommen: Drücken Sie dazu einfach einmal die <Alt>-Taste. Damit stehen die gewohnten Menüeinträge wieder zur Auswahl.

Klassisches Menü im Windows Explorer

Wenn Sie diese Option dauerhaft nutzen wollen, wechseln Sie über „Organisieren, Ordner- und Suchoptionen“ in die Einstellungen. Sie finden dort den Eintrag „Immer Menüs anzeigen“ im Register „Ansicht“.

Vorschaufunktion entdeckt?

Während Konkurrent Apple eine solche Funktion wahrscheinlich gleich als Revolution und „beste Weise, mit der Du Deine Dateien verwalten kannst“ gefeiert hätte, wird die Vorschau im Explorer von Microsoft versteckt. Über „Organisieren, Layout, Vorschaufenster“ blenden Sie sich einen dritten Bereich im Programmfenster ein.

Vorschaufunktion im Windows Explorer

Klicken Sie auf einen bekannten Dateityp, zeigt Ihnen das Programm darin den Dateiinhalt an. Das klappt auch mit Office-Dokumenten, allerdings kann es einen Moment dauern, bis der Betrachter dafür startet.

Den exakten Pfad ermitteln

In der Adressleiste zeigt Ihnen der Explorer die Bezeichnungen der gewählten Ordner an. Der eigentliche Pfad zur Datei auf der Festplatte verbirgt Ihnen das Programm aber auf diesem Weg. Klicken Sie dagegen auf einer freien Stelle in der Zeile, wechselt die Ansicht und Sie erhalten die Pfadangabe.

Schnell zu den letzten Verzeichnissen springen

Der Explorer versucht, wie auch der Finder, die Logik eines Internet Browsers auf das Dateimanagement zu übertragen. Wie ein Browser, speichert auch der Explorer die zuletzt geöffneten Verzeichnisse. Wenn Sie direkt zu diesen Einträgen springen wollen, klicken Sie auf den kleinen Pfeil neben dem Schalter „Vor“. Aus dem herunterklappenden Menü entscheiden Sie sich für einen der Einträge.

Sprung zu Verzeichnissen Internet Explorer

Dateieigenschaften ändern

Es lohnt sich auf alle Fälle, die Details einer Datei anzeigen zu lassen. Damit können Sie nämlich auch die Eigenschaften des Dokuments bequem aus dem Explorer heraus ändern, selbst wenn die Quellanwendung nicht läuft. Um also das Thema oder den Autoren eines Word-Dokuments zu ändern, tragen Sie die Informationen dazu direkt in die Details ein. Über „Organisieren, Layout, Detailbereich“ aktivieren Sie diese Anzeige.

Die kostenlosen Alternativen

Wer sich auf die Dauer nicht mit dem Windows Explorer anfreunden will, kann zwischen einigen kostenfreien Alternativen wählen. Der Ultra Explorer bietet auf Wunsch die klassische zweigeteilte Ansicht auf einen Ordner, die gerade Profis schätzen. Durch diese Zweiteilung wird das Verschieben und Kopieren von Dateien besonders angenehm.

Die Arbeitsbereiche sind in Tabs organisiert. Das Markieren und Ausschließen von Dateien aus der Markierung sind dank Menübefehlen schnell erledigt. Außerdem greifen Sie auf Funktionen zurück, die der Explorer in dieser Form nicht bietet. Dazu gehört das einfache Kopieren eines Ornderpfades in die Zwischenablage. Eine Wohltat für alle, die für Kollegen Dokumentationen schreiben.

Innerhalb der Software stellen Sie mit einem Mausklick die Sprache auf Deutsch um, was die Arbeit noch angenehmer macht.

Ultra Explorer als Alternative zum Explorer

Der FreeCommander ist eine deutschsprachige Entwicklung. Auch diese Alternative bietet eine zweigeteilte Ansicht auf den Datenbestand. Dank einprägsamer Tastenkürzel markieren Sie Dateien extrem schnell. Viele Komfortfunktionen erleichtern die Arbeit im Alltag. Mit einem Befehl ermitteln Sie schnell die Größen der angezeigten Ordner. So erkennen Sie mit einem Blick, wo auf dem System Sie möglicherweise Platz verschwenden. Insgesamt eine blitzsauber gearbeitete Applikation, die die Produktivität am Computer deutlich erhöht.

FreeCommander

Titelbild: Gerd Altmann / pixelio.de

Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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