Krank von der Bildschirmarbeit? – So beugen Sie RSI und Gelenkschmerzen vor

Früher oder später ereilt es fast jeden (Viel-)Schreiber. Nach der intensiven Arbeit an einem Manuskript, schmerzt der Ellenbogen und die Bewegungen mit der Hand fallen schwer und sind unangenehm. Erste und ernstzunehmende Anzeichen für ein beginnendes RSI (Repetitive Strain Injury-Syndrom). Bereits vor einiger Zeit haben wir an dieser Stelle einen Artikel zum Thema Gesundheit am PC veröffentlicht.

Wenn es bereits schmerzt

Schmerzen Bewegungen bereits, heisst die oberste Devise Schonung. Schalten Sie einen Gang zurück und wenn Sie es einrichten können, vermeiden Sie die Arbeit am Computer für einige Tage. Wenn Sie trotzdem schreiben müssen, entlasten Sie den Arm und legen Sie eine aufgerolltes Handtuch vor das Mauspad und die Tastatur.

Sitzen Sie bequem

Sie brauchen eine ergonomische Arbeitshaltung. Ihre Ellenbogen sollten einen rechten Winkel mit dem Oberarm bilden, sobald Sie die Hände auf den Tisch legen. Ihre Schultern sollten dabei locker hängen, die Unterarme eine nahezu horizontale Stellung erreichen.

Stellen Sie Ihren Bürostuhl entsprechend ein. Und leeren Sie Ihre Gesäßtaschen. Wenn Sie permanent auf Ihrer Geldbörse sitzen, kann das einseitig die Wirbelsäule belasten. Rückenschmerzen sind die Folge.

Machen Sie regelmäßig Pausen

Unterbrechen Sie Ihre Arbeit regelmäßig! Alle 45 Minuten ist ideal. Entspannen Sie dabei auch Ihre Augen. In unserem Artikel haben wir auch einige Anwendungen vorgestellt, die Ihnen entspannende Übungen direkt auf dem Monitor präsentieren.

Wechseln Sie die Tätigkeiten

Wechseln Sie nach Möglichkeiten zwischen den Tätigkeiten. Nach einer Pause könnten Sie ja zunächst ein paar Telefonate erledigen. Bleiben Sie dabei nicht sitzen, sondern bewegen Sie sich, wenn es Ihre Umgebung ermöglicht.

Denken Sie an Ihre Füße!

Wenn Sie die Gelegenheit dazu haben, sitzen Sie am besten ohne Schuhe am Schreibtisch. Ihre aufrechte Körperhaltung wird durch das flache Absetzen der Fußsohlen auf dem Boden wirkungsvoll unterstützt. Anregend für die Durchblutung und die Sinne wirken spezielle Fußstützen. In diesen sind drehbar gelagerte, mit Noppen versehene Walzen integriert. Diese können Sie während der Arbeit mit den Füßen bewegen. Das wirkt entspannend.

Passt Ihre Brille noch zu Ihnen?

Wann haben Sie den letzten Sehtest gemacht? Kontrollieren Sie regelmäßig, ob sich Ihre Sehstärke geändert hat. Schon ein leichtes Vorbeugen, um mangelnde Sehschärfe auszugleichen, führt zu Fehlhaltungen und belastet einseitig. Dies führt zwangsläufig zu Verspannungen!

Besorgen Sie sich eine Monitor- und Notebookerhöhung

Besorgen Sie sich Erhöhungen für Ihren Computer und das Display. Wenn Sie den Kopf gerade halten, sollte sich die obere Kante des Monitors in einer Linie mit Ihren Augen befinden. Zur Not tut es auch ein Stapel Bücher, wenn Sie keinen Monitorständen finden, der Ihnen gefällt.

Strecken und entspannen Sie sich

Warten Sie nicht auf die Pausen. Nutzen Sie jede Gelegenheit, die sich Ihnen bietet, um sich zu dehnen und zu strecken. Stehen Sie öfter auf und schauen Sie aus dem Fenster. Fixieren Sie dabei einen weit entfernten Punkt. Das tut auch Ihren Augen gut.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Hatten Sie bereits einmal unter RSI zu leiden? Was haben Sie dagegen getan?

Über Stephan Lamprecht (479 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

2 Kommentare zu Krank von der Bildschirmarbeit? – So beugen Sie RSI und Gelenkschmerzen vor

  1. Wirklich sinnvolle Tipps, die viele Menschen leider erst beherzigen, wenn sich Probleme bereits eingestellt haben.

    Meine beste Entdeckung in diesem Jahr war es, ergänzend zu meinem Schreibtisch ein Stehpult in den Raum zu stellen. – Dadurch kann ich schnell zwischen den Positionen Sitzen und Stehen wechseln, hab gleichzeitig noch einen zweiten „Space“ für die Verteilung meiner Aufgaben oder Themen und wenn ich statt im Sitzen im Stehen grübele, ergibt es sich fast schon automatisch, dass ich dann auch ein paar Schritte im Raum tue.

    Ein paar weitere Aspekte dazu habe ich in diesem Artikel festgehalten:

    http://www.mirolog.de/sitzen-totet-ein-problem-und-eine-losung-0

    LG, Alexander

    • Hallo, Alexander,

      ja ein Stehpult ist ebenfalls eine feine Sache. Ich finde aber auch die höhenverstellbaren Schreibtische, die einem die Wahl lassen, auch im Stehen zu arbeiten, ebenfalls Klasse. Da ist es aber immer schwer, einen Kompromiss zwischen Haltbarkeit und Preis zu finden.

      Grüße
      Stephan

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