Große Ideen und Projekte verwirklichen – 6 Tipps, wie Sie Ihre Produktivität erhalten

Plötzlich ist sie da: die Idee für ein neues Unternehmen oder Geschäftsmodell. Je länger Sie über die Idee nachdenken, umso mehr Erfolg scheint sie zu versprechen. Zugleich gibt es aber immer mehr ungeklärte Fragen, die die Sache immer komplexer werden lassen. Wie schaffen Sie es mit Schwung an der Idee weiterzuarbeiten?

Nicht zögern, sondern anfangen!

Wenn Sie möglichst viel Schwung in das neue Projekt mitnehmen wollen, fangen Sie möglichst schnell damit an. Die meisten von uns möchten gleich zu Beginn eines Projekts möglich viel durchdenken, um auch auf mögliche Probleme bestens vorbereitet zu sein. Durch dieses Zögern nehmen Sie sich aber eine Menge von dem Schwung und der Energie, die Sie für das Projekt einsetzen sollten. Vertrauen Sie auf sich selbst und sagen Sie sich, dass Sie für eventuelle Probleme eine Lösung finden werden, wenn diese auftreten.

Nicht klotzen, sondern kleckern

Natürlich wäre es toll, wenn Sie von Ihrem neuen Portal sofort Ihren Lebensunterhalt bestreiten könnten. Ein attraktives Affiliateprogramm gleich zur Eröffnung des neuen Shop anbieten zu können, wäre selbstverständlich ein Knüller. Es fällt uns allen leicht, uns das Ideal vorzustellen. Und eine klare Vision ist ja auch wichtig, um daraus Ziele ableiten zu können. Wenn Sie aber etwas völlig neues schaffen wollen, dann starten Sie klein. Schaffen Sie eine einfache Lösung, die auf Ihre Vision einzahlt. Verbesserungen und Details, mehr Komfort, weitere Funktionen, bessere Bedienbarkeit können Sie später noch hinzufügen.

Definieren Sie einfache Ziele

Der Weg bis zum Ziel kann lang und beschwerlich sein. Wer in einem langwierigen Projekt steckt, hat sicher schon erlebt, dass in der Diskussion mit Kollegen und während der Arbeit immer weitere Ideen geboren werden. Jede davon scheint das Produkt noch runder zu machen und zu verbessern. Wenn Sie dem Wunsch nachgehen, diese Änderungen in jeder Phase des Projekts zu berücksichtigen, steigt damit automatisch die Gefahr, das Ziel niemals zu erreichen.

Diese Ideen sollten nicht unter den Tisch fallen: Schreiben Sie sie auf und definieren Sie ein klares Ziel, das am Ende eines Teilprojekts stehen soll. Genauso gehen Sie mit den Teilschritten innerhalb des eigentlichen Hauptprojekts um. Definieren Sie immer, welches Ergebnis am Ende stehen soll. Wenn in einer Projektrunde erneut eine neue Idee geboren wird, holen Sie einfach Ihre Zieldefinition heraus und verdeutlichen Sie den anderen Teilnehmern, wohin die Reise eigentlich geht.

Arbeiten Sie regelmäßig dran

Jedes Projekt lebt von der Kreativität der Beteiligten. Besonders stark an kreativen Impulsen partizipieren zum Beispiel das Schreiben von Büchern, Businessplänen oder umfangreiche Konzepte. Sie leben von gedanklichen Impulsen, deswegen ist es enorm wichtig, sich täglich damit zu beschäftigen. Arbeiten Sie jeden Tag an Ihrer großen Idee oder Ihrem Buchmanuskript. Auch wenn es nur weniger Minuten sind: Sie trainieren Ihren Kopf und werden sehen, dass Ihnen auch schneller neue Ideen kommen werden. Denn unterschwellig überlegen Sie, wie es mit der Geschichte oder dem Manuskript weitergeht. Damit Ihre Geistesblitze überspringen können, müssen Sie ihnen aber auch dazu Gelegenheit verschaffen. Und das geht am besten, wenn Sie sich täglich mit Ihrem Thema auseinandersetzen.

Nutzen Sie Prototypen

Es gehört sicherlich zu den bemerkenswertesten Entwicklungen in der Arbeitswelt der vergangenen 40 Jahre, dass das Prinzip des Versuchens und Scheitern lange Zeit als verpönt galt. Wer scheiterte, verschwendete Ressourcen und Energie. Es schien besser, sich im Vorfeld über alle möglichen Probleme Gedanken zu machen. Diese wurden noch dazu euphemistisch als „Herausforderung“ bezeichnet.

Wer sich dagegen intensiver mit der Geschichte der Wissenschaft beschäftigt, wird erstaunt sein, wie viele umwälzende Entdeckungen aus Fehlern und unerwarteten Resultaten entstanden. Das Prinzip des „Trail and Error“ erlebt eine wahre Renaissance. Die Devise heißt: Bauen Sie Prototypen, wann immer Sie können. Kombinieren Sie das mit der Idee, möglichst kleine, einfache und funktionierende Lösungen auszurollen.

Wenn Sie die Idee für ein neues Abomodell haben, starten Sie damit, sobald Sie einen Teil davon fertig haben. Warten Sie nicht darauf, dass alles fertig ist und die ideale Lösung angeboten werden kann. Informieren Sie die Kunden, Leser, Nutzer darüber, dass die erste Stufe Ihres Projekts ausgerollt ist. Erklären Sie, wie es damit weitergeht und was Sie als Nächstes vorhaben. Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen, sondern lernen Sie aus den Fehlern. Nehmen Sie Hinweise zur Verbesserung an und wenden sie diese an.

Üben Sie das Wort „Nein“!

Eine sehr wichtige Bedeutung für das Gelingen von Projekten und dem Erreichen von Zielen hat das Wort „Nein“. Ihre Kreativität und und Ihre Energie sind keine unendlichen Ressourcen. Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, dieses eine wichtige Ziel zu erreichen, dieses eine bedeutsame Projekt erfolgreich zum Abschluss zu bringen, müssen Sie lernen, den Verlockungen anderer interessanter Aufgaben zu widerstehen. Sie müssen das „Nein“ auch gegenüber tollen weiteren Ideen und Funktionen üben, die Ihnen während Ihrer Arbeit einfallen.

Noch etwas mehr zum Thema „Nein“ lesen Sie demnächst in meinem neuen Gastbeitrag bei Zencover

Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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