Flickr Fotos offline verwalten – Desktop Flickr Organizer (Linux)

Jeder Anwender muss selbst darüber entscheiden, ob er private Daten wie Familienfotos in der Cloud bei einem Dienst wie Flickr speichert. Während für Mac und Windows ja Programme für das Hochladen und die Verwaltung der Sets angeboten werden, sieht es für die Linux-Gemeinde da schlechter aus. Der Desktop Flickr Organizer bildet hier eine lobenswerte Ausnahme. Das Programm hat es sogar bis in die offiziellen Software-Quellen geschafft.

Installation

Die Installation können Sie über das Software-Center durchführen. Suchen Sie nach dem Paket Flickr-Verwaltung für die Arbeitsumgebung. Der Titel ist etwas schwerfällig gewählt. Die Installation selbst sollte soweit aber keine Schwierigkeiten machen. Das Programm hinterlässt einen Eintrag im Abschnitt Grafik, sie können es aber auch über die Konsole mit Eingabe von dfo starten. Oder Sie besuchen Sie die Homepage des Projekts, um sich den Quelltext zu besorgen.

Erster Aufruf

Bevor Sie auf Ihre Bilder zugreifen können, müssen Sie das Programm mit Ihrem Flickr-Konto verbinden. Klicken Sie dazu in der Software auf den Menüeintrag Flickr und dann auf Verbinden. Damit startet der Browser Ihres Systems und Sie müssen sich zunächst bei Flickr einloggen. Erlauben Sie anschließend den Zugriff auf Ihre Daten durch das Programm. Erscheint die Erfolgsmeldung im Browser, schließen Sie das Fenster und wechseln zum Programm zurück.

Fotos bearbeiten

Nachdem Sie dem Programm den Zugriff auf Ihre Fotos gewährt haben, müssen Sie als Nächstes den Datenbestand synchronisieren. Dazu klicken Sie einmal auf das Symbol für das Neuladen. Je nachdem wie viele Fotos Sie online gespeichert haben, kann dieser Vorgang eine Weile dauern. Jetzt können Sie über die linke Navigation in die unterschiedlichen Bereiche des Programms wechseln:

  • Sets: Die gespeicherten Bildsammlungen
  • Tags: Etiketten, die Sie Ihren Fotos zugewiesen haben.
  • Pools: Gruppen, denen Sie Fotos gesendet haben
  • Blogs: Die Blogs, die Sie in Twitter für das Sharing eingerichtet haben.

Arbeitsbildschirm Flickr Desktop Organizer

Mit einem Doppelklick auf einen Eintrag im linken Bereich legen Sie den Fokus auf diese Bilder, die dann im mittleren Teil des Programmfensters gelistet werden. Über die Leiste am unteren Rand des Bildschirms beginnen Sie mit der Bearbeitung: Ziehen Sie ein Foto auf den entsprechenden Bereich, um das Foto aus dem Set oder dem Pool zu löschen. Wenn Sie dies mit einem Element Ihres Photostreams tun, wird dieses auch Flickr gelöscht.

Über die Funktion Bearbeiten ändern Sie die Beschriftung oder Beschreibung. Außerdem können Sie Tags zuweisen und entfernen oder auch die Lizenz des Fotos anpassen. Dabei sind auch Massenänderungen möglich. Sie müssen in diesem Fall nur mehrere Einträge markieren.

Bearbeitungsmodus Desktop Flickr Organizer

Up- und Download

Wie Sie es für einen Flickr-Client erwarten dürfen, sind Sie mit der Software in der Lage, Bilder von Flickr auf Ihren Rechner herunterzuladen, oder Ihren Photostream mit weiteren lokal vorliegenden Daten zu vergrößern. Für den Download genügt es, eine oder mehrere Dateien mit einem Klicken des Symbols in der Symbolleiste zu markieren. Wenn Sie online gehen, wird die Aktion ausgeführt. Beim Upload unterstützt das Programm Drag & Drop. Wählen Sie die Upload-Funktion und ziehen Sie einzelne Dateien oder ganze Ordner in das Feld. Das funktioniert bei kostenlosen Konten natürlich nur dann, wenn Ihr Datenvolumen noch nicht ausgeschöpft ist.

Fazit

Desktop Flickr Organizer hält es es verspricht. Das Programm ist eine leicht bedienbare und praktische Arbeitshilfe für den GNOME-Desktop.

Über Stephan Lamprecht (479 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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