Archive ohne Mac-Ballast: Compress Files (Mac)

Wer als Mac-Nutzer häufiger mit Windows-Anwendern Archive tauscht, kennt die Nachfragen, was es denn mit diesen rätselhaften Dateien wie “.DS_Store” auf sich hat. Wenn alles funktioniert, sollten sich Ihre auf dem Mac gepackten Archive auch problemlos unter Windows entpacken und lesen lassen. Das, was beim Empfänger für Aufsehen sorgt, sind Ordner und Dateien, die der Mac vor Ihren Augen versteckt. Diese haben nichts mit den Dateien zu tun, sondern enthalten Informationen darüber. Dazu gehört beispielsweise die Etikettierung.

Windows-Nutzer können damit natürlich nichts anfangen, aber wenn Sie ein Archiv erstellen, werden die Dateien automatisch ergänzt. Mit dem Programm Compress Files greifen Sie zu einer Alternative zum eingebauten Packer Ihres Macs. Das Werkzeug hilft Ihnen dabei, “saubere” Archive, also ohne die Zusatzinfos zu erstellen.

Das Einpacken der Metainformationen könnten Sie auch durch die Nutzung der Konsole verhindern, aber einfacher und schneller geht es mit diesem Programm.

Einfachste Anwendung

Auf der Seite des Herstellers können Sie sich eine kostenlose Trialversion herunterladen. Die Vollversion erhalten Sie aus dem Appstore. Die Installation ist so oder so komfortabel und mit wenigen Mausklicks erledigt. Nachdem Sie das Programm aufgerufen haben, begrüßt Sie die Anwendung mit einem sehr einfach gehaltenen und übersichtlichen Aussehen. Über die obere Leiste haben Sie die Wahl zwischen drei Aktionen: [unordered_list style=“star“]

  • Compress: Damit erstellen Sie ein Archiv im gewünschten Format.
  • Email: Sie erstellen ein Archiv, das Sie anschließend sofort versenden wollen.
  • Archive: Auch dabei wird ein Archiv erzeugt, anschließend aber in einem speziellen Archivordner verschoben. Wenn Sie diesen regelmäßig sichern oder auf einen externen Datenträger brennen, können Sie sich so ein spezielles Datenarchiv anlegen.
[/unordered_list]

Bildschirm Compress Files

Das Programm kann Archive in folgenden Formaten erzeugen:

  • ZIP
  • tar
  • tar.gz
  • tar.bz2
  • xar
  • 7z
  • dmg

Beachten Sie sollten Sie allerdings, dass das Programm keine Archive entpacken kann.

Die Software unterstützt Drag & Drop. Sie können also im Finder zunächst die Dateien und Ordner auswählen, die Sie packen wollen. Diese Auswahl ziehen Sie anschließend mit der Maus in das Programmfenster. Vorher legen Sie dort mit dem Optionsschalter fest, ob auf die Metainformationen des Mac verzichtet werden soll (Omit Finder Desktop files). Außerdem definieren Sie über das Listenfeld Format, was für ein Packformat Sie nutzen wollen.

In den Einstellungen des Programms können Sie auf die Arbeit des Programms noch weiteren Einfluss nehmen. Üblicherweise wird das Archiv in dem Ordner erstellt, in dem auch die Ausgangsdateien liegen. Wenn Sie dies ändern wollen, rufen Sie die Einstellungen auf und wechseln in den Abschnitt General. Unter Advanced installieren Sie Dienste auf Ihrem Mac, so dass Sie direkt aus dem Finder heraus, ein Archiv mit Compress anlegen können.

Einstellungen Compress Files

Fazit

Compress Files ist eine clevere Anwendung, die Ihnen die Arbeit auf der Konsole spart, um die Datenüberhang des Macs zu vermeiden, der Windows-Nutzer nur irritiert. Die Oberfläche ist schick und minimalistisch. Die Lizenz kostet 12 Euro. Der Preis ist aus meiner Sicht gerade noch in Ordnung.

Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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