Gesucht, gefunden: Tipps für die Windows-Suche (Win)

Mit Spotlight steht den Nutzern eines Mac eine sehr leistungsstarke Suchfunktion für den eigenen Rechner an sehr prominenter Stelle zur Verfügung. Dagegen führt die in Windows 7 und Vista integrierte Suchfunktion ein eher stiefmütterliches Dasein. Völlig unbegründet, denn auch damit finden Sie schnell das gesuchte Dokument. Seinen eher schlechten Ruf verdankt die Funktion den Anfangstagen, als das Indizieren der Festplatte und Ordner das System extrem belastet und ausgebremst haben.

Zwei Zugriffsmöglichkeiten

Um Ihren Computer zu durchsuchen, haben Sie zwei Eingabemöglichkeiten. Nach dem Klick auf das Windows-Symbol im Startmenü befindet sich am unteren Ende die Eingabe für die Suche. Bereits dort können Sie nach Dateien und Programmen suchen. Alle Suchverfeinerungen, die Sie in diesem Beitrag lesen, können auch bereits hier eingegeben werden.

Sie finden die gleiche Suchmaske ebenfalls direkt im Fenster des Explorers. Sobald Sie also etwa die Bibliothek öffnen, können Sie im rechten oberen Bereich des Fensters nach Dateien suchen.

Die Suche nach Programmen direkt im Startmenü macht, zumindest in dieser Hinsicht, die Anschaffung eines Launcher wie Launchy überflüssig. Es genügt hier den Namen bzw. Die Anfangsbuchstaben eines Programms einzugeben. In der Trefferliste markieren Sie den Eintrag, drücken die Eingabetaste und die Anwendung startet.

Logische Verknüpfungen

Leider machen nur die wenigsten Anwender von den erweiterten Suchfunktionen Gebrauch. Dabei sind diese ähnlich ausgefeilt, wie bei einer Suchmaschine für das Internet. Die Windows-Suche kennt die Verknüpfung einzelner Bestandteile mittels logischer Verknüpfungen.

  • UND: Wenn Sie zwei Begriffe oder zwei Suchterme miteinander verknüpfen wollen, geht dies mittels der Eingabe eines «UND». Die Eingabe von «Social UND Roi» findet alle Dateien, in denen die beiden Begriff vorkommen, auch wenn diese nicht unmittelbar nebeneinander stehen.
  • ODER: Dokumente werden dann als Treffer bewerten, wenn Sie entweder den einen oder den anderen Begriff enthalten.
  • NICHT: Mit diesem Parameter können Sie einen Parameter explizit von den Treffern ausschließen. Dieser Parameter ist dann sehr nützlich, wenn Sie ihn mit der Suche auf bestimmte Dokumentenarten kombinieren.
  • Exakte Suche: Wenn Sie nach einer exakten Zeichenkette suchen wollen, setzen Sie den Begriff in Anführungszeichen. Nur Dateien, die diese Zeichenkette exakt in der Schreibung enthalten, werden als Treffer ausgegeben.
  • Suche nach Dateinamen: Normalerweise durchsucht Windows sowohl den Inhalt als auch den Dateinamen nach den gewünschten Begriffen. Sie können die Suche aber auch auf den Dateinamen selbst beschränken. Dazu müssen Sie dann allerdings «name:» eingeben.

Logische Verknüpfung in der Windows-Suche

Suche nach Dateinamen in der Windows-Suche

Suche auf bestimmte Dokument-Typen begrenzen

Die Windows-Suche können Sie auf bestimmten Dokumenten-Arten einschränken. Dazu geben Sie zusätzlich den Begriff «art:» ein. Anschließend klappt eine Auswahlliste herunter, aus der Sie bequem die gewünschte Gattung markieren. Natürlich dürfen Sie diese auch unmittelbar eintragen. Gültige Arten sind:

  • Bild
  • Dokument: Textdateien, Office-Dokumente
  • E-Mail
  • Feed
  • Ordner
  • Journal
  • Link
  • Film
  • Musik
  • Notiz
  • Programm
  • Video
  • Webverlauf

Von den Arten müssen Sie noch die Dokument-Typen unterscheiden. Durch die Eingabe von «typ:=» können Sie zusätzlich oder anstelle der Dokumentart noch einen Dateityp angehen. Dabei notieren Sie die Extension mit einem vorangestellten Punkt. Erlaubte Typen sind alle auf dem System eingerichteten Dateierweiterungen. Eine möglich Eingabe könnte also so aussehen: «roi AND typ:=.jpg»

Suche nach Dateiarten in der Windows-Suche

Nutzen Sie die natürliche Sprache

Noch schneller können Sie die Suchbegriffe eintragen, wenn Sie die Suche mittels natürlicher Sprache erlauben. Danach können Sie immer noch die Suchparameter in der gerade gezeigten Form eingeben. Zusätzlich erkennt Windows aber auch Schlüsselbegriffe in Ihrer Eingabe. Statt «Beatles UND art: Musik» können Sie dann nach «Beatles und Musik» suchen. Damit Sie diese Möglichkeit einsetzen können, muss sie allerdings zunächst aktiviert werden. Dazu klicken Sie im Explorer-Fenster auf den Schalter Organisieren und anschließend auf Ordner- und Suchoptionen.

Ordner und Suchoptionen in Windows

Wechseln Sie dann in das Register Suchen. Aktivieren Sie dort Unter Verwendung natürlicher Sprache suchen.

Aktivieren der natürlichen Sprache in der Windows-Suche

Über Stephan Lamprecht (479 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

1 Kommentar zu Gesucht, gefunden: Tipps für die Windows-Suche (Win)

  1. hallo
    ich habe folgendes problem wie kann ich unter VistaBilder finden indem ich nur nach teilen des namens suche. ein Beispiel zur erleuterung:
    Das bild heist 13kwSchwerin wenn ich jetzt als such wort schwerin eingebe findet die suche nichts unter XP hatdie Variante einwandfrei funktioniert. können sie mir helfen?

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