Dejumble: Praktische Aufgabenverwaltung (Mac)

Programme für die Verwaltung von Aufgaben sollten am besten diskret im Hintergrund auf die Einträge des Anwenders warten. Denn die Programme sollen unser Gedächtnis ja lediglich entlasten und deren Pflege nicht zu einer Hauptaufgabe werden. Dejumble ist eine Anwendung, die auf ihren Aufruf in der Menüleiste Ihres Macs wartet. Mit einem Mausklick auf das Icon rufen Sie sich dann die Liste Ihrer Aufgaben auf den Schirm. Dabei ist es den Entwicklern gelungen, auf kleinsten Raum eine Menge an Funktionen unterzubringen.

Installation und Einrichtung

Das Programm befindet sich derzeit noch in der öffentlichen Betaphase und kann von der Homepage in der jeweils aktuellen Version heruntergeladen werden. Danach klicken Sie doppelt auf das Archiv. Den Inhalt verschieben Sie nun in den Anwendungsordner Ihres Mac. Sie können die Software aber auch aus dem aktuellen Verzeichnis heraus starten. Eleganter wäre natürlich die Distribution als DMG-Datei. Vielleicht kommt dies ja in einer der kommenden Versionen.

Die Oberfläche

Nach dem ersten Programmaufruf bindet sich die Software sofort in die Menüleiste ein. Mit einem Klick auf den Eintrag wird die sehr kompakt erscheinende Oberfläche sichtbar. Das Fenster gliedert sich in mehrere Register. In der «Inbox» landen alle neuen Elemente oder solche, die Sie keinem Projekt zugeordnet haben. In «Projects» werden die Projektlisten erstellt und verwaltet. Am oberen Rand ist außerdem die Suchmaske untergebracht. Diese stellt ein wesentliches Element im Programmkonzept dar und erlaubt die flexible Abfrage und Verwaltung von Aufgaben. Dazu aber gleich noch mehr.

Onerfläche von Dejumble

Aufgaben und Unteraufgaben

Um neue Aufgaben einzutragen, stehen Ihnen mehrere Wege offen. Sie können in der Inbox oder einer anderen (Projekt-)Liste einfach die Tastenkombination [Cmd]+N drücken. Oder Sie nutzen die Schnelleingabe, die mit einem Klick auf das kleine Icon am rechten oberen Rand sichtbar wird. Wenn Sie die Eingabe direkt mittels der Liste verwenden, tragen Sie zunächst die eigentliche Beschreibung der Aufgabe ein, wählen dann die Liste aus und geben schließlich (optional) ein Fälligkeitsdatum ein. Die Schnelleingabe folgt der gleichen Systematik.

Aufgaben und Unteraufgaben erfassen

Es kann sinnvoll sein, einer Aufgabe Unteraufgaben hinzuzufügen. Dies erledigen Sie über die Notizen, die Sie zu jeder Aufgabe eintragen können. Platzieren Sie die Schreibmarke in das Feld «Notes» und tragen Sie einen Gedankenstrich ein. Nach einem Leerzeichen schreiben Sie den Titel der Unteraufgabe ein. Jedes Element, das Sie so notieren, wird als Unteraufgabe der aktuellen Aufgabe angesehen und kann später auch separat als erledigt gekennzeichnet werden.

Aufgabe mit Unteraufgaben

Projekte, Kontexte, Prioritäten

Damit Sie beim Erfassen einer Aufgabe mehr Optionen als die Inbox sehen, müssen Sie Projekte anlegen. Sie könnten natürlich auch die Projektliste für die Einrichtung von Kontexten verwenden, dazu bietet Ihnen Dejumble aber noch eine andere, wenn auch etwas versteckte, Funktion an. Wechseln Sie in das Register «Projects» und klicken Sie auf das Pluszeichen. Anschließend tragen Sie die Bezeichnung des Projekts ein. In der Maske für das neue Projekt befindet sich auch das Optionsfeld, um für dieses Projekt einen Abgleich mit iCal zu aktivieren. Sind Projekte angelegt, zeigt Ihnen ein Mausklick auf «Projects» die Übersicht der aktuellen Projekte. Mit einem Klick auf das Zahnrad rufen Sie sich die Optionen zu einem Projekt auf und können dieses dort als erledigt kennzeichnen oder nachträglich den Abgleich mit iCal steuern.

Ein neues Projekt kann auch mit einem Klick auf das Pluszeichen im Dialog für eine neue Aufgabe angelegt werden. Dejumble öffnet dann ein kleines Fenster, in das Sie den Namen des neuen Projekts eintragen.

Anlage neues Projekt

Etwas versteckt sind die Möglichkeiten, mit Prioritäten und Kontexten zu arbeiten. Diese legen Sie nämlich durch Kürzel direkt im Betreff einer neuen Aufgabe an. Möchten Sie beispielsweise den Kontext «home» verwenden, geben Sie in den Betreff der Aufgabe ein Lattenkreuz (#) gefolgt vom Kontext ein. Sie können mehrere Etiketten oder Kontexte nutzen und eintragen. Wichtig ist lediglich, dass jeder Eintrag mit dem Lattenkreuz versehen wird. Sobald Sie die Eingabe abschließen, werden die Etiketten an der Aufgabe angehängt. Diese sind klickbar, so dass Sie mit einem Mausklick alle Aufgaben mit dem gleichen Etikett auf den Schirm rufen können.

Liste aktiver Projekte

Ähnlich verhält es sich mit Prioritäten. Auch diese weisen Sie gleich beim Erfassen einer Aufgabe zu. Das vorangestellte Zeichen ist das Ausrufezeichen, wobei die Software insgesamt neun verschiedene Prioritätsstufen kennt. Allerdings sind die Entwickler an dieser Stelle entgegen der üblichen Logik vorgegangen und räumen dem Wert 9 die höchste Priorität ein. Auch die Priorität kann als Filter genutzt werden.

Eigene Filter anlegen

Unterhalb der Register ist in Dejumble noch eine weitere Leiste platziert. Dabei handelt es sich um individuelle Filter, mit denen Sie schnell alle Aufgaben aufrufen, die wichtig oder am heutigen Tag zu erledigen sind. Diese Filter (Gruppen) passen Sie auf Wunsch an Ihre Wünsche an. Dazu müssen Sie sich die Einstellungen aufrufen, die Sie wie gewohnt im Programm-Menü finden. Wechseln Sie dort in den Bereich «Smart Groups». Klicken Sie jetzt auf das Pluszeichen. Tragen Sie zunächst eine Bezeichnung für die Gruppe ein. Diese wird später dann auch in der Leiste dargestellt. Im Anschluss wählen Sie aus, ob Sie eine Suchabfrage speichern wollen oder verschiedene Regeln anwenden wollen.

Um lediglich einen Kontext oder einen Priorität abzufragen, genügt die gespeicherte Suche aus. Sie tragen den Suchstring in das gleichnamige Feld ein. Um nach einem Etikett zu suchen, geben Sie also das Lattenkreuz und den Namen des Etiketts ein. Mit einem Klick auf «Apply» übernehmen Sie die Eingabe und können einen weiteren Filter einrichten.

Eigene Filter einrichten

Fazit

Dejumble ist ein schönes und durchdachtes Programm, um Aufgaben zu verwalten. Der Anbieter offeriert den Anwendern die Möglichkeit, die Daten verschiedener Installationen mittels eines Benutzerkontos auf seinen Servern abzugleichen. Und wer sich bereits jetzt dazu entschliesst, eine Lizenz für das Programm zu erwerben, spart rund 50% am endgültigen Preis. Für derzeit 16 Euro erhalten Sie die Software, die durchaus mit eigenen Ansätzen überrascht.

Über Stephan Lamprecht (479 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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