Aufschieberitis – nutzen Sie die Pausen produktiv

Die Überschrift dieses Beitrags mag auf den ersten Blick wie ein Widerspruch in sich erscheinen. Aber wer Dinge aufschiebt, starrt ja nicht regungslos vor sich hin, sondern tut Dinge, die ihn von einer einmal vorgenommenen Aufgabe ablenken. In den Zeiten, in denen Sie sich tatkräftig fühlen, sollten Sie auch die Dinge in Angriff nehmen, die Sie einem Ziel näherbringen.

Wenn Sie vor einer solchen Aufgabe wieder entfliehen, nutzen Sie diese Zeit für Dinge, die Sie ablenken, die aber letztlich dazu führen, dass Sie doch etwas erledigen.

Richten Sie sich für diese Momente, in denen Sie sich zu schwach fühlen, etwas «wichtiges» zu tun, eine Liste ein. Notieren Sie darauf Dinge, die nicht an einen bestimmten Termin gebunden sind. Also keinesfalls wichtige Aufgaben, auf deren Erledigung vielleicht sogar andere Menschen warten. «Schreibtisch aufräumen», «Fotos sortieren», «Altpapier bündeln» sind gute Beispiele für eine solche Liste. Wenn Sie jetzt bemerken, dass Sie vor Ihrem Schreibtisch fliehen, schauen Sie auf die Liste und nehmen Sie dort notierten Elemente als Anregung, was Sie statt dessen tun könnten.

Wenn Sie zum Zeitvertreib gern das Internet nutzen: Registrieren Sie sich für einen Account bei Read It Later . So können Sie surfen, aber Ihnen sinnvoll erscheinende Beiträge für das spätere Lesen markieren. Oder Sie nutzen Ihre Aufschieberitis dazu, den einen oder anderen Beitrag von Ihrer Liste zu lesen.

Oder Sie nutzen die Zeit, gezielt gegen die Prokrastination vorzugehen:

  • Setzen Sie sich ein Ziel, das Sie erreichen wollen. Oft zögern Menschen, weil Sie nicht hinter der geforderten Aufgabe stehen. Fremdbestimmte unklare Ziele, Abgabetermine, die dem eigenen Zeitempfinden und Rhythmus entgegen stehen: Überprüfen Sie, ob sich auf den Aufträgen Ihrer Aufgabenliste solche Ziele verbergen, hinter denen Sie nicht stehen. Ist das der Fall, versuchen Sie die Aufgaben abzugeben oder daraus ein anderes Ziel abzuleiten. «Quartalsbericht zum 31.12. Schreiben» – kann ein Ziel sein, das Ihnen umsympathisch ist. «Ich möchte einen Quartalsbericht schreiben, den jeder Mitarbeiter versteht, damit er sich mit dem Unternehmen identifizieren kann»: das ist vielleicht eher etwas, das Sie erreichen wollen.
  • Beleuchten Sie, warum Sie das Ziel mögen: Je mehr Gründe Sie für sich selbst dafür finden, das Ziel zu erreichen, desto besser. Die Gründe sind motivierend und vor allem machen Sie es Ihnen schwerer, das Ziel oder die Aufgabe einfach liegen zu lassen.
  • Machen Sie einen Plan: Legen Sie sich einen Fahrplan zurecht, wie Sie das Ziel erreichen wollen. Definieren Sie einfache und kleine Schritt auf das Ziel zu. Wichtig ist dabei aber auch, dass Sie sich für jedes Miniziel einen Zeitpunkt setzen, zu dem die Aufgabe erledigt sein wird. Achten Sie dabei auf den Blickwinkel. Setzen Sie nicht fest, wann die Aufgabe erledigt sein muss, sondern wann Sie die Aufgabe erledigen wollen.
Über Stephan Lamprecht (479 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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