WordPress schneller machen

Jeder, der eine WordPress-Installation betreibt, weiß, dass sich das System nicht gerade durch seine Geschwindigkeit auszeichnet. Und wer sein Blog geschäftlich nutzt, darf seine Besucher nicht enttäuschen und deren Geduld mit zu langen Wartezeiten strapazieren. Mit einigen Ansatzpunkten steigern Sie die Geschwindigkeit und reduzieren zugleich die Last auf Ihrem Server.

1. Vermeiden Sie externe Serverzugriffe

Social-Networks sind geradezu versessen darauf, Ihnen Widgets und Code-Schnipsel anzudrehen. Mit wenigen Mausklicks fügen Sie Ihre Twitter-Zeitleiste oder aktuelle Flickr-Fotos zu Ihrem Blog hinzu. Wie schnell diese externen Elemente aber geladen werden, entzieht sich völlig Ihrem Zugriff. Und wenn es bei der Verbindung Ihres Servers zum externen Dienst zu einen Problem kommt, baut sich schlimmstenfalls Ihre Seite nicht korrekt auf. Setzen Sie also solche Elemente, die unmittelbar auf externe Ressourcen zugreifen, sehr sparsam ein.

2. Brauchen Sie Trackbacks?

In den Einstellungen von WordPress ist festgelegt, dass die Software auf eingehende Links achtet und diese darstellt. Wenn Sie diese Funktion abschalten, existiert der Link zu Ihrem Blog immer noch, nur Sie sparen sich die Serverlast, die sich aus dieser Funktion ergibt. Um die Trackbacks abzuschalten, besuchen Sie «Einstellungen» und «Diskussion». In den Optionen zu einem Artikel deaktivieren Sie die entsprechende Option.

3. Reduzieren Sie die Artikel auf der Homepage

Natürlich wollen Sie gerade neue Besucher mit tollen Beiträgen auf der Homepage überzeugen. Diese müssen aber aus der Datenbank ausgelesen werden. Schon aus Gründen der Geschwindigkeit ist es wenig sinnvoll hier 20 oder noch mehr Artikel zu präsentieren. Fokussieren Sie sich hier auf die 10 letzten Artikel. Dies sollte bereits einen guten Querschnitt durch Ihr Schaffen bieten. Diesen Wert ändern Sie unter «Einstellungen, Lesen».

4. Datenbank pflegen

Ihr Blog ist ein Zusammenspiel aus WordPress und der SQL-Datenbank. Durch Installation und De-Installation von Plugins und dem Löschen von Daten bleibt in der Datenbank mit der Zeit eine Menge nicht genutzter, aber belegter Platz zurück. Außerdem sind auch immer noch Tabellen enthalten, die von keiner Anwendung mehr benötigt werden. Wenn Sie vollen Zugriff auf die Datenbank über eine Oberfläche wie MySQLAdmin haben, sollten Sie die Datenbank regelmäßig optimieren lassen. Eher etwas für Experten ist das Löschen nicht mehr benötigter Tabellen.

5. Code regelmäßig überprüfen

WordPress selbst schreibt korrekten HTML-Code. Anders kann das aussehen, wenn Sie manuell etwas an den Template-Dateien Ihres Themes geändert haben. Auch externe Editoren produzieren manchmal Quellcode, der unter das Motto «Gut gemeint, ist das Gegenteil von gut gemacht» fallen könnte. Unterziehen Sie deshalb Ihr Blog regelmäßig einer Überprüfung mit einem HTML-Validator. Denn falsch verschachtelter oder ungültiger Code kann sich zu einer wahren Performance-Bremse auswachsen.

6. Bilder komprimieren

Viele Themes und Plugins versprechen, dass Sie lediglich eine Datei hochladen müssen. Um die korrekte Darstellung kümmert sich dann der Server. Das trifft auch zu. Aber Sie verlagern damit eine rechenintensive Operation auf die falsche Stelle. Komprimieren Sie Ihre Bilder bereits bevor Sie sie hochladen. Eine Abbildung sollte sowohl hinsichtlich der Dimensionen als auch der Zahl der Farben soweit reduziert werden, wie es geht. Das spart Traffic und Last.

7. Plugins aktuell halten

Das Angebot an Erweiterungen für WordPress ist nicht zu überschauen. Für fast jede Aktion und jeden Zweck gibt es heute bereits ein Plugin. Bevor Sie eine Ergänzung installieren, fragen Sie sich, ob Sie das Tool wirklich brauchen. So nett beispielsweise eine Erweiterung sein mag, mit der Sie Gedanken für ein neues Posting in WordPress festhalten können: ein Notizbuch tut es hier genauso. Halten Sie schon allein aus Sicherheitsgründen aber Ihre Plugins stets auf dem aktuellen Stand und führen Sie ein Update aus, wenn es eine neue Version gibt. Es werden dabei nicht nur Sicherheitslücken geschlossen, sondern oft auch Verbesserungen in der Arbeitsgeschwindigkeit erzielt.

8. Auf einfache Themes setzen

Je komplexer ein Theme ist, desto mehr Code und CSS-Anweisungen müssen berücksichtigt und ausgeführt werden. Setzen Sie auf schlanke Themes. Sie liegen damit nicht nur technisch sondern auch optisch im Trend. Viele Blogs zeigen sich heute betont minimalistisch.

9. Gutes Hosting ist nicht kostenlos

Die besten Optimierungen genügen nicht, wenn der Unterbau Ihrer Installation nicht die notwendige Qualität besitzt. Ein professionell genutztes Blog auf einem kostenlosen oder sehr preiswerten Hosting-Server? Das wird nicht lange gut gehen. Es muss nicht gleich der eigene dezidierte Server sein, auch Shared-Angebote reichen meist schon aus. Dort sollten SIe aber hinsichtlich der technischen Ausstattung (wie Speicherplatz, Traffic und vor allem Prozessorzeiten) die obere Angebotspalette wählen.

10. Cache einsetzen

Eine wirkungsvolle Reduktion der Last und einen Geschwindigkeitsgewinn stellt die Nutzung eines Cache in Aussicht. Es gibt eine Reihe von Cache-Programmen, die Sie direkt über das Backend installieren können.

Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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