Vermeiden Sie finanzielle Schwierigkeiten

Fast jeder Onlineshop bietet Ihnen während des Bezahlvorgangs Ratenzahlung an und die Schaufensterscheiben von Kaufhäusern strotzen nur so vor Hinweisen, die „0%-Finanzierung“ zu nutzen. Schulden zu machen, ist heute mehr als einfach. Dabei haben Schulden äußerst negative Auswirkungen. Und dies nicht erst, wenn ein Haushalt überschuldet ist. Wer Schulden hat, überlegt sich zweimal den Job zu wechseln, selbst wenn ihn die derzeitige Arbeit nicht mehr ausfüllt. Auch Umziehen ist teuer und wer hohe monatliche Belastungen hat, überlegt sich einen Wechsel des Wohnorts zweimal, weil nach Abzug der Raten keine verfügbaren Mittel mehr übrig sind.

Keine Schulden zu haben: darin liegt eine ungeheure Freiheit, die Ihnen erst dann bewusst werden wird, wenn Sie Schulden gemacht haben. Und wenn Sie tatsächlich niemanden etwas schulden, gratulieren Sie sich selbst und machen Sie sich die Vorteile bewusst. Wenn Sie ein paar Tipps beherzigen, werden Sie dauerhaft vermeiden, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten:

  • Kaufen Sie niemals Dinge, die Sie nicht wirklich benötigen, auf Kredit: Eine wichtige Lehre, die jeder Verbraucherzentrale bestätigt. Gegen eine sinnvolle Investition spricht nichts. Wer sich den Traum vom Eigenheim verwirklichen möchte, kommt um die Aufnahme eines Kredits nicht herum. Gegen die Kreditsumme steht aber auch ein Wert. Das sieht anders aus, wenn die monatlichen Raten einen neuen Fernseher oder das neue Auto finanzieren. Geraten Sie in finanzielle Schieflage, laufen die Raten weiter und für das Gut, das Sie angeschafft haben, erhalten Sie im Zweifel nur einen Bruchteil des Kaufpreises. Das Gefühl von Glück vermittelt Ihnen die finanzielle Unabhängigkeit, nicht das neue Auto oder der Plasma-Fernseher. Leben Sie nicht über Ihre finanziellen Verhältnisse und schaffen Sie sich nur die Dinge an, die Sie auch bar bezahlen können.
  • Fragen Sie sich, was Sie wirklich brauchen: Können Sie auf Anhieb sagen, wie viele Paar Schuhe Sie besitzen? Wie viele Jeans? Sie haben viel Geld in die Dinge investiert, die Sie umgeben. Aber brauchen Sie das alles wirklich? Wie wäre es, eine Auszeit aus dem Anschaffungsstrudel zu nehmen und die Sachen erst einmal aufzubrauchen? Geht eine Hose kaputt, haben Sie ja noch viele andere. Wenn Sie eine Zeit lang bewusst Konsumverzicht üben, sparen Sie einerseits Geld, zum anderen wird Ihr Blick wieder für die Dinge geschärft, die tatsächlich notwendig sind.
  • Haben Sie Geduld: Wer immer sofort in den Laden rennt, um die neueste Errungenschaft zu kaufen, zählt zwar zu den „Early Adopters“, zahlt aber immer drauf. Es lohnt sich fast immer, sich in Geduld zu üben und erst dann die gewünschte Sache zu erwerben, wenn der erste Ansturm vorbei ist, oder die Preise gesenkt werden, weil die nächste Gerätegeneration angekündigt wurde oder die nächste Saison beginnt. Wenige Wochen nach dem Kinostart eines Filmes wartet bereits die DVD in den Läden, die Sie sich meist wenige Monate später für einen Bruchteil der Kosten des Kinobesuchs leihen können.
  • Sparen Sie in der Freizeit: Was tun Sie in Ihrer Freizeit gern? Wissen Sie, was Sie Ihre Lieblingsaktivitäten kosten? Ich stöbere furchtbar gern in Buchhandlungen. Leider bleibt das aber nicht folgenlos und ich gehe dann meist mit zwei bis drei Büchern nach Hause. Das kostet dann etwa 50 bis 60 Euro. Wenn ich eine Stunde in der Buchhandlung bleibe, kostet mich der Besuch hochgerechnet also etwa 120 Euro die Stunde. Der Kinobesuch kommt hier schon deutlich günstiger, ist aber immer noch deutlich teurer als ein Spaziergang durch den Park. Machen Sie sich ganz bewusst, was Ihre Freizeit Sie kostet und bilden Sie einmal für Ihre Lieblingsbeschäftigungen den Stundensatz. Das hilft Ihnen beim Sparen und bewahrt Sie vor Verschwendung.
  • Legen Sie regelmäßig Geld zurück: Gerade wenn Sie bereits Schulden haben, sollten Sie regelmäßig Geld sparen. Am besten per Dauerauftrag gleich am Monatsanfang. Betrachten Sie die Sparrate wie eine Kreditrate und als Verpflichtung. Dabei zählen auch kleinere Beträge. Wenn Sie parallel Ihre Schulden abtragen, steigert sich Ihr Wohlstand automatisch, denn Sie haben weniger Verbindlichkeiten und gleichzeitig wächst Ihr Vermögen. Der eine Berg wird kleiner, der andere wächst. Wenn das nicht zum Weitermachen motiviert?
  • Nutzen Sie No-Names und Eigenmarken und vergleichen Sie Preise: Zum Abschluss wieder ein Klassiker. Wer bei Grundnahrungsmitteln wie Zucker oder Mehl zu Markenprodukten greift, zahlt die Marke, nicht die Ware. Es spricht nichts dagegen, die No-Name-Artikel aus den Regalen zu nehmen. Natürlich muss man sich dafür oft bücken, aber das lohnt sich. Ebenfalls sehr nützlich ist das Studium der Grundpreise. Sie werden überrascht sein, wie häufig es heute bereits günstiger ist, die kleinere Packung in den Einkaufswagen zu legen.
Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren sowie Zugriffe zu analysieren. Diese Informationen geben wir an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details Details

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close