Gesund bleiben am PC

Computer sind dafür gemacht, klaglos den ganzen Tag zu arbeiten. Sie dagegen sind das nicht. Und aus genau dieser Diskrepanz können schnell gesundheitliche Probleme erwachsen. Wer konzentriert vor dem Rechner sitzt und viel schreibt, achtet weniger auf die verstrichene Zeit und vergisst auf die Pausen. Damit tun Sie sich allerdings keinen Gefallen. Zu den Problemen, die durch das ständige Tippen und Klicken entstehen, gehören schmerzende Entzündungen der Sehnenscheiden. Aber auch die Augen leiden unter der Belastung, wenn Sie nicht regelmäßig kürzere Pausen machen. Lassen Sie sich von Ihrem Computer bei der Einhaltung von Pausen helfen!

Wie der Name bereits deutlich macht, ist MacBreakZ eine Anwendung für Ihren Mac. Das Programm residiert unauffällig in der Menüleiste, aber blendet Ihnen auf Wunsch auch ein kleines Fenster ein, das Ihnen ständig im Vordergrund anzeigt, wie aktiv Sie sind. Beim ersten Aufruf teilen Sie der Software mit, ob Sie einen Rück- schlag einer Erkrankung vermeiden wollen oder aber die Software zur Vorbeugung verwenden. Passend zu Ihrer Auswahl legt MacBreakZ selbst die Intervalle zwischen Arbeitsphasen und Pausen fest.

Eine Übung in MacBreakZ

Ist der Zeitpunkt für eine Kurzpause erreicht, wird der Bildschirm leicht abgedunkelt und Sie erhalten kurze englischsprachige Tipps, wie Sie sich am besten entspannen können. In einer großen Erholungspause zeigt Ihnen MacBreakZ Anleitungen für Entspannungsübungen. Sie dürfen das Programm 14 Tage kostenlos testen. Danach schlägt die Registrierung mit knapp 25 Euro zu Buche.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die Software Workrave, die kostenlos ist und in Versionen für Linux und Windows angeboten wird. Windows-Anwender laden sich einfach die aktuelle Version auf ihren Rechner und starten das Installationsprogramm. Wenn Sie unter Linux arbeiten, finden Sie Workrave über Ihre Paketverwaltung. Auch dieses Programm hält sich dezent im Hintergrund. Sie stellen in den Optionen ein, wie lange die Intervalle zwischen kurzen und langen Pausen sein sollen. Ein kleines Informationsfenster zeigt Ihnen an, wie lange es bis dahin noch dauern wird. Ist der Zeitpunkt für eine große Pause erreicht, zeigt Ihnen Workrave ein ein Fenster, in dem Sie Übungen vorgestellt bekommen, die Ihnen beim Entspannen und Lockern helfen.

Übungen in Workrave

Workrave verfügt über eine interne Statistikfunktion, die Ihnen auch im zeitlichen Verlauf auflistet, wie viel Anschläge Sie an einem Arbeitsplatz gemacht haben und welche Strecke Ihre Maus zurücklegen musste.

Halten Sie sich an die Pausen, die Ihnen die beiden Programm vorschlagen, wird Ihren Gelenken die Bildschirmarbeit weniger anhaben können. Vergessen Sie aber nicht, auch etwas für Ihre Augen zu tun. Denn auch sie leiden unter permanenter Bildschirmarbeit (Rötungen, Trockenheit, Lichtempfindlichkeit etc.).

  • Regeln Sie Helligkeit und Kontrast herunter: Die Hersteller wollen Sie natürlich mit besonders brillanten Farben und Kontrasten beeindrucken. Aber zum Arbeiten benötigen Sie gar nicht so viel. Reduzieren Sie die beiden Werte, so dass Sie das Gefühl haben, immer noch angenehm arbeiten zu können. Viele Displays bieten heute auch interne Programme an, die die Anpassung in Abhängigkeit des Einsatzzwecks für Sie vornehmen.
  • Beleuchten Sie Ihren Arbeitsplatz: Vermeiden Sie Reflexionen auf dem Display. Achten Sie darauf, dass der Raum und Ihr Arbeitsplatz genügend ausgeleuchtet sind. Das Licht sollte aber nicht zu grell oder blendend sein. Genauso ungesund ist es, auf den hellen Monitor in einem dunklen Raum zu starren.
  • Gönnen Sie den Augen eine Auszeit: Während der kurzen Pausen, die Ihnen die vorgestellten Programme anbieten, entspannen bitte auch Ihre Augen. Schließen Sie diese einen Moment und entspannen Sie sich. Fixieren Sie anschließend eine halbe Minute einen entfernten Gegenstand.
  • Vergrößern Sie die Anzeige: Vergrößern Sie den Maßstab in Ihrer Textverarbeitung oder der Anwendung, die Sie nutzen. Dies hat auf das eigentliche Layout ja keine Auswirkung und erleichtert das Lesen.
  • Arbeiten Sie offline: Wenn Sie umfangreichere Texte zu lesen haben, drucken Sie diese aus. Das schein unpopulär zu sein, aber für Fließtexte gibt es immer noch nichts besseres als einen Ausdruck auf Papier.
  • Öfter mal blinzeln: Es ist erwiesen, dass dies bei längerer Arbeit am Bildschirm viel zu selten geschieht. Um Rötungen und Irritationen zu vermeiden, sollten Sie also öfter einfach zwischendurch blinzeln oder für eine Sekunde die Augen schließen.
Über Stephan Lamprecht (479 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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  1. Krank von der Bildschirmarbeit? – So beugen Sie RSI und Gelenkschmerzen vor » Büro und Karriere » Der Lifehacker

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