So sind Sie auch im Homeoffice produktiv!

Für viele Menschen ein Wunschtraum: Daheim in den eigenen vier Wänden nicht nur zu leben, sondern auch arbeiten zu können. Das ist aber schwieriger, als sich die meisten das vorher vorgestellt haben. Lebenspartner und Kinder haben ihre Bedürfnisse und wollen Aufmerksamkeit, der Blick fällt auf Dinge, die auch unbedingt im Haushalt zu erledigen wären und dann sind da noch Verlockungen wie der Fernseher oder die eigene Bibliothek. Damit die Arbeit im Home-Office auch produktiv ist, sollten Sie ein paar Regeln beherzigen.

Störungen

  • Unterstreichen Sie die Wichtigkeit Ihrer Arbeit: Nur wer selbst auch zu Hause arbeitet, weiß, wie schwierig das sein kann. Die meisten Menschen, die täglich ins Büro fahren, assoziieren damit den Freizeitgedanken und können nicht nachvollziehen, dass Sie fokussiert und konzentriert sein müssen. Familie und Freunde werden Sie einfach anrufen oder in Ihr Zimmer kommen wollen, denn schließlich sind Sie ja da. Unterstreichen Sie, dass Sie arbeiten und keine Freizeit haben. Das geht am einfachsten, wenn Sie feste Arbeitszeiten einrichten und durch äußere Signale, wie etwa eine geschlossene Tür, anzeigen, dass Sie jetzt arbeiten.
  • Untersuchen Sie, was Sie stört und stellen Sie es ab! Was lenkt Sie ab und stört Sie dabei produktiv zu sein? Sind des die Familienmitglieder, die ständig in Ihr Büro platzen? Sind es die Hintergrundgeräusche oder Hintergrundmusik, die in einem Haus einfach schnell auftreten können? Erst wenn Sie herausgefunden haben, was Ihre Arbeit negativ beeinflusst, können Sie gezielt dagegen vorgehen.
  • Legen Sie Pausen ein! Es ist ohnehin der Produktivität und Gesundheit nicht förderlich, stundenlang auf den Monitor zu starren und in einer Position zu verharren. Legen Sie also regelmäßig größere Pausen ein, in denen Sie sich zur Familie gesellen. Ein kurzes Kartenspiel mit den Kindern oder eine Telefonat mit Freunden, kann eine Erholung und mentale Ablenkung sein. Wichtig ist dabei allerdings, dass Sie diese Pausenzeiten einhalten und nicht ausdehnen.
  • Lieber offline? Gerade Arbeiter im Home-Office benötigen heute einen Onlinezugang, um erreichbar zu sein oder aber zur Recherche. Aber diese Verbindung zum Internet ist leider auch eine hervorragende Ablenkung. Schnell mal nachsehen, was es neues bei Facebook gibt? Oder was in den Zeitungen steht? Schon ist kostbare Zeit unproduktiv verschwendet worden. Vielleicht arbeiten Sie lieber offline und trennen die Verbindung, um konzentrierter zu sein.

Planung

  • Arbeiten Sie zu festen Zeiten: Natürlich gehört es zu den Freiheiten im Home-Office, sich die Zeit frei einteilen zu können. Das bedeutet aber nicht, dass es gut ist, jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten produktiv sein zu wollen. Einerseits entspricht dies nicht Ihrem eigenen Rhythmus, zum anderen machen Sie es Ihrem Umfeld damit unnötig schwer. Schaffen Sie sich also Ihre eigenen Routinen und festen Zeiten in Ihrem Heimbüro. Kommunizieren Sie diese Arbeitszeiten auch an Kolegen, Freunde und Bekannte.
  • Wann arbeiten Sie am besten? Wann sind Sie am produktivsten? Gehören Sie zu den Menschen, die besonders am frühen Morgen zu Höchstleistungen fähig sind? Wann fühlen Sie sich am wohlsten? Feste Arbeitszeiten bedeuten ja nicht, unmittelbar täglich von 9 bis 17 Uhr zu arbeiten. Vielleicht ist für Sie eine Zweiteilung des Tages am geeignetsten?
  • Pflegen Sie Ihre Aufgabenlisten und planen Sie den Tag! Dies unterscheidet Sie nicht von anderen Arbeitnehmern. Notieren Sie sich Aufgaben und Dinge, die Sie erledigen müssen, und planen Sie bereits am Vorabend den kommenden Tag. Spätestens am Freitag sollten Sie auch immer die kommende Woche genauer planen, so können Sie auch private Termine (Kinder zur Schule bringen, an einer Aufführung oder einem Elternabend teilnehmen) besser mit der Arbeit vereinbaren.

Erfolgsmessung

  • Setzen Sie sich Tagesziele: Gerade wenn Sie sich den Heimarbeitsplatz vielleicht erst seit kurzen „erobert“ haben, ist es wichtig, Kollegen und Vorgesetzten zu zeigen, was Sie am Tag schaffen. Da der Austausch mit Kollegen ja zwangsläufig nicht mehr so intensiv ist, benötigen Sie auch etwa zu Ihrer Selbstmotivation und was wäre da besser geeignet, als sich über ein erreichtes Ziel zu freuen?
  • Führen Sie einen Zeitnachweis: Auch wenn Ihnen Ihre Vorgesetzten vertrauen. Ob Sie nun selbstständig arbeiten oder nicht: Messen Sie und schreiben Sie auf, wofür Sie Ihre Zeit verwendet haben. Welche Tätigkeiten haben Sie erledigt? Wie lange haben Sie dafür benötigt. So überprüfen Sie ganz einfach, ob Sie tatsächlich produktiv waren und erhalten auch ein Gespür dafür, wie lange manche Aufgaben dauern. Das hilft Ihnen später bei der Kalkulation von Angeboten.
Über Stephan Lamprecht (479 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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