Papierstapel ade – so verabschieden Sie sich vom „Volltischler“-Dasein

Gehören Sie zu den Menschen, die sich erfolgreich einreden, dass die Papierstapel, die Sie im Büro und Daheim anhäufen, unbedingt notwendig sind? Verstecken Sie Ihre eigentliche Verzweiflung über dieses Chaos mit dem Charme eines «Volltischlers»? Berufliche und private Papiere können sich schnell zu einem Ärgernis entwickeln, das auf uns lastet und viel Raum einnimmt. Dabei gibt es viele gute Gründe, die für eine effiziente Ablage und Reduktion von Papier sprechen.

  • Sie sparen Geld: Bedenken Sie, wie viel Platz das viele Papier beansprucht. Sie benötigen Ordner und Regalflächen, um die Papierstapel zu lagern. Verschwendeter Platz ist pure Geldverschwendung! Wollen Sie das wirklich?
  • Sie schützen wichtige Informationen: Herumliegende Pläne und Protokolle stiften andere geradezu an, aus diesen Unterlagen Kapital zu schlagen.
  • Sie vermeiden Unordnung: In einer ordentlichen Umgebung werden Sie sich wohler fühlen. Ein auf- geräumtes Büro signalisiert nicht nur den Kollegen und Vorgesetzten, dass Sie die Dinge im Griff haben. Es hat auch unmittelbar positive Auswirkungen auf Ihren eigenen Geist. Sie werden sich stärker auf Ihre Aufgaben konzentrieren können und damit mehr schaffen.
  • Sie tun etwas für die Umwelt: Wenn Sie Papierverbrauch vermeiden, leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Denn Sie sparen Ressourcen.

Genug Gründe, sich den Stapel zu stellen und dauerhaft zu beseitigen! Wenn Sie möglichst viel wegschaffen wollen, sollten Sie sich dazu entschließen, die Unterlagen so weit dies eben geht, zu digitalisieren. Sie brauchen also unbedingt einen Scanner, der auch ordentlich etwas bewältigen kann. Außerdem einen großen Karton oder eine Plastikbox, in der Sie nicht mehr benötigte Unterlagen sammeln, um diese zum Altpapier zu bringen.

  • Das Wichtigste ist immer der Beginn: Setzen Sie sich selbst einen Termin, an dem Sie mit dem Aufräumen beginnen. Halten Sie diese Verabredung mit sich selbst unbedingt ein.
  • Ordnen und Durchsicht: Nun beginnt der wirklich mühsame Teil, wenn Sie denn viel Papier angesammelt haben. Sie müssen jedes Stück Papier aus den Stapeln in die Hand nehmen und entscheiden, ob es nützlich oder überflüssig ist. Papier, das Sie nicht mehr benötigen, landet in der Altpapierbox. Nur Papier, das Sie später auch wieder in die Hand nehmen, ist nicht wertlos! Beginnen Sie jetzt mit der Ablage, der Papiere, die Sie behalten wollen: Scannen Sie diese ein und legen Sie einen thematisch passenden Ordner auf Ihrem Computer an. Legen Sie die Dateien dort ab. Sie sollten dann aber am Ende des Tages unbedingt ein Backup der neuen Daten anfertigen, denn schließlich handelt es sich ja jetzt nicht mehr um Kopien, sondern die digitalen Daten sind das einzig verfügbare Original! Wenn Sie die klassische Ablage bevorzugen, gehen Sie ähnlich vor. Legen Sie eine Mappe für den Vorgang an und legen Sie das Papier sofort ab!

Nachdem Sie das Papier organisiert haben und es in Ihrem Büro nun keine Stapel mehr geben sollte, geht es im letzten Schritt darum, so viel Papier wie möglich zu vermeiden!

  • Bringen Sie gar kein Papier mit nach Hause oder ins Büro. Die Auslage im Gemeindesaal erscheint Ihnen interessant? Dann lesen Sie sie doch schnell dort! Der Prospekt im Supermarkt bietet ein interessantes Angebot in der kommenden Woche? Notieren Sie sich, was Sie besorgen wollen und das Datum in Ihrem Notizbuch und lassen Sie den Prospekt dort.
  • Reduzieren Sie den Stapel ungelesener Zeitschriften, in dem Sie sich einen Stehsammler oder einen Eingangskorb anschaffen, in dem Magazine landen. Ist der Behälter voll und es kommt eine neue Zeitschrift, muss eine Ausgabe weichen. Selbst wenn Sie diese nicht gelesen haben sollten. Wenn dies häufiger passiert, haben Sie offensichtlich zu wenig Zeit zum Lesen. Dann müssen Sie Ihre Prioritäten überdenken oder das eine oder andere Abonnement kündigen.
  • Werden Sie wählerischer: Abonnieren Sie einige wenige hochwertige Magazine, statt vieler Zeitschriften, die Sie doch nicht lesen.
  • Öffnen Sie Ihre Post direkt über dem Altpapiersammler. So landen Dinge, die Sie nicht benötigen, gleich am richtigen Ort und Sie beugen Stapeln vor.
  • Bevor Sie etwas ausdrucken: Fragen Sie sich, ob Sie den Ausdruck wirklich dauerhaft brauchen?

Was sind Ihre Erfahrungen mit dem Papierstapeln? Wie ist Ihre Strategie zur Vermeidung von Papier?

Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren sowie Zugriffe zu analysieren. Diese Informationen geben wir an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details Details

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close