So kalibririeren Sie den Akku des MacBook Pro

Viele Anwender, die das Macbook eher selten unterwegs nutzen, wundern sich darüber, dass der Ladestand ihres Akkus mit der Zeit keine 100 Prozent mehr erreicht. Der Grund sind interne Veränderungen innerhalb des Akkus selbst. Die darin enthaltenen Chemikalien verbinden sich im Laufe der Zeit miteinander. Es kann immer weniger Energie gespeichert werden. Dieser Vorgang ist leider nicht aufzuhalten, sondern ein normaler chemischer Prozess, der letztlich auch dazu führt, dass Akkus irgendwann ausgetauscht werden müssen. Damit die komplizierte Ladeelektronik aber davon etwas mitbekommt, muss der Akku kalibriert werden. Dies bedeutet, dass ein Akku so lange genutzt wird, bis der Rechner in den Tiefschlaf gesetzt werden muss. Anschließend wird die Stromversorgung wieder vollständig geladen. Die Regelelektronik nimmt nun diesen neuen Schwellenwert zur Berechnung der Kapazität. Das mit der vollständigen Entladung ist allerdings gerade für die Nutzer eines MacBook Pro so eine Sache. Durch die erfreulich lange Laufzeit, kann das Kalibrieren der Akkus eine recht langwierige Sache werden. Ich zeige Ihnen, wie das schneller geht.

1. Laden Sie zunächst den Akku voll auf. Sie erkennen das am grünen Licht des MagSafe.

2. Arbeiten Sie nun mindestens zwei Stunden mit aufgeladenem Akku und angeschlossenem Netzteil.

3. Ziehen Sie anschließend das MagSafe ab. Jetzt sollten Sie so lange arbeiten, bis das MacBook von allein herunterfährt. Diesen Vorgang können Sie beschleunigen. Gute Hilfe leitet hierbei der Befehl „Yes“, der die CPU belastet, aber lediglich eine Ausgabe auf dem Bildschirm vornimmt. Starten Sie ein Terminal und geben Sie hier ein:

yes > /dev/null

Damit leiten Sie die Ausgabe des Befehls einfach ins Nichts um.

4. Sie werden sehen, dass die verbleibende Restzeit sich nun schneller dem Ende zuneigt. Sie können in Ruhe weiter arbeiten. Kurz bevor das Gerät in den Status der Tiefenentladung übergeht, werden Sie vom Betriebssystem gewarnt. Speichern Sie jetzt unbedingt Ihre Daten. Und schließen Sie die Programme, die Sie produktiv genutzt haben.

5. Das MacBook fährt am Ende der Prozedur herunter. Es ist dabei egal, ob es sich vollständig ausgeschaltet hat oder aber nur den Ruhezustand erreichte. Diesen Zustand sollten Sie mindestens 5 Stunden beibehalten.

6. Danach schließen Sie das MagSafe wieder an und laden das Gerät auf. Wichtig dabei, dass der Stecker bis zu erreichen des vollständigen Ladezustands nicht mehr abgezogen wird.

Apple selbst empfiehlt, diese Prozedur alle zwei Monate, bei seltener Verwendung des Akkus sogar monatlich, durchzuführen.

Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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