Mit Hazel automatisieren Sie die Dateiverwaltung auf dem Mac

Frisch ausgepackt und in Betrieb genommen ist Ihr neuer Mac noch wunderbar aufgeräumt. Das persönliche Verzeichnis ist überschaubar und straff organisiert, Schreibtisch und Papierkorb leer. Anders sieht es dann bereits nach einigen Wochen aus, dann nämlich, wenn intensiv mit dem System gearbeitet wird. Auf dem Desktop sammeln sich schnell temporäre Dateien und das Verzeichnis der Downloads wird immer unübersichtlicher. Mit Hazel gibt es für Ihren Mac einen elektronischen Butler, der Ihnen beim Aufräumen hilft und das ganz automatisch erledigt. Die Installation verläuft dank der DMG-Datei so einfach wie gewohnt ab. Hazel klinkt sich als Systemerweiterung ein und Sie erreichen seine Optionen über die Systemeinstellungen. Das Tool überwacht in regelmäßigen Zyklen das Dateisystem anhand von Bedingungen, die Sie ganz komfortabel definieren. Tritt eine Bedingung ein, wird damit eine Aktion ausgelöst.

Sie wollen, dass alle heruntergeladenen DMG-Dateien in einem separaten Ordner landen, den Sie als Ihr Programmarchiv ansehen? Dann richten Sie diesen Job einfach in Hazel ein. Dazu wechseln Sie in die Systemeinstellungen und klicken dort einmal auf den Eintrag „Hazel“. Wechseln Sie in den Abschnitt „Folders“. Der Dialog gliedert sich in zwei Bereiche. Links richten Sie die Ordner ein, die überwacht werden sollen. Auf der rechten Seite werden die Regeln definiert, die auf die Ordner angewendet werden. Praktisch: Das Verzeichnis der Downloads ist ja bereits eingerichtet. Wenn Sie einen anderen Ordner bearbeiten wollen, genügt ein Klick auf das kleine Pluszeichen, um ein Verzeichnis hinzuzufügen.

Einrichtung von Hazel

Klicken Sie nun auf das Pluszeichen im rechten Bereich. Damit wechselt die Ansicht. Tragen Sie in das kleine Feld am oberen Rand zunächst einen Namen für Ihre neue Regel ein. Auch dieser Dialog ist gut gegliedert. In seinem oberen Teil werden die Bedingungen hinterlegt. Deswegen müssen Sie auch unmittelbar unter der Eingabe der Bezeichnung bestimmen, ob lediglich eine oder alle Bedingungen zutreffen müssen, damit die Aktion ausgeführt wird. Die Aktionen selbst bestimmen Sie im unteren Abschnitt des Fensters. In diesem Beispiel soll geprüft werden, ob eine Datei die Endung „dmg“ trägt. Wählen Sie aus dem Listenfeld innerhalb der Bedingungen „Extension“ aus. Im mittleren Feld belassen Sie es bei „is“ und geben in das letzte Feld „dmg“ ein. Wollen Sie eine weitere Bedingung definieren, klicken Sie auf das Pluszeichen neben dem Eintrag.

Bedingung in Hazel definieren

In diesem zweiten Schritt müssen Sie definieren, was Hazel mit den Dateien tun soll. Da diese verschoben werden sollen, markieren Sie in der Liste „Move file“. Anschließend wählen Sie den Ordner mithilfe des zweiten Feldes aus. Mit einem Klick auf OK richten Sie die neue Regel ein. Neben den klassischen Operationen wie dem Kopieren und Verschieben von Dateien kann Hazel auch Aliasnamen einrichten, Etiketten zuweisen oder auch Dateien in die iTunes-Bibliothek einsortieren. Die Optionen von Hazel sind mächtig, sodass es eigentlich keine Konstellation geben dürfte, die Sie damit nicht abbilden könnten. Zusätzlich kann sich das Werkzeug auch um das Management des Papierkorbs kümmern und diesen automatisch leeren, wenn er eine bestimmte Größe erreicht hat oder die Elemente darin ein bestimmtes Alter überschritten haben. Für ein so mächtiges Werkzeug geht der Preis von 20 Dollar für eine Lizenz durchaus in Ordnung.

Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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