So steigern Sie als Scrum-Master die Produktivität Ihres Teams

Scrum ist, richtig angewendet, eine skalierbare Methode im Projektmanagement von Softwareentwicklungsprozessen. Eine wichtige Rolle übernimmt hierbei der Scrum-Master, der als Mentor und Coach des Scrum-Teams gesehen werden kann. Damit trägt er eine hohe Verantwortung, weil er etwa auch die Kommunikation zwischen Product-Owner und dem Team sicherstellt, zugleich aber auch für stetige Verbesserungen des Prozesses sorgt. Er ist also, wenn Sie so wollen, die Seele des Prozesses. Damit dieser läuft, ist ein motiviertes und produktives Team unerlässlich. Hier kann der Scrum-Master durch wenige einfache Maßnahmen eine Menge bewirken.

Hier ein paar Ansätze:

  • Weiterbildung ist wichtig: Informieren Sie sich für Ihr Team kontinuierlich über Weiterbildungsmöglichkeiten. Der Produktivität ist es förderlich, wenn die Entwickler auf dem aktuellen Stand der Technik bleiben. Reservieren Sie Freiräume für die persönliche Weiterbildung und berücksichtigen Sie dabei nicht nur unmittelbar das Fachgebiet betreffende Themen, sondern beispielsweise auch Trainings zu Methoden des Zeitmanagements. Informieren Sie sich auch selbst über neue Technologien und stellen Sie diese in Form von Workshops vor. Entwickler beschäftigen sich meiner Erfahrung nach immer gern mit neuen Techniken und sind erst in einer Unternehmenskultur dann richtig glücklich und produktiv, wo genügend Anreize gegeben werden, etwas Neues auszuprobieren.
  • Räumen Sie Zeit für Code-Reviews ein: Warum wurde eine Aufgabenstellung genau so umgesetzt, wie es der Entwickler getan hat? In dem der Entwickler seine Gedanken, die ihn zur Lösung des Problems geführt haben, dem Team erklären muss, erhalten alle beteiligten Personen Impulse für die Zukunft, wie sich Probleme innovativer lösen lassen.
  • Halten Sie Störungen fern: Ein besonderes Augenmerk sollten Sie auf externe Faktoren und Störungen werfen, die die Entwickler aus dem Arbeitsalltag herausreißen. Seien es Telefonate mit Auftraggebern, Nachfragen, die eigentlich in den Supportbereich gehören, unnötige Sitzungen oder Rundmails. Definieren Sie mit dem Team einen einheitlichen Workflow für die interne Kommunikation und behalten Sie Störfaktoren genau im Auge, um diese rechtzeitig auszuschalten.
  • Überprüfen Sie die Produktivzeiten: Arbeiten die Entwickler tatsächlich täglich die 8 Stunden? Befragen Sie jeden Einzelnen, was ihn seiner Meinung nach Zeit kostet. Nehmen Sie diese Probleme und Störungen ernst und kümmern Sie sich um Abhilfe. Hier ist viel Geschick gefragt, das sich aber lohnt, denn das Team wird sich durch Ihre Funktion gestärkt fühlen und motivierte und damit produktiver sein.
  • Räumen Sie Unklarheiten aus dem Weg: Nichts ist ärgerlicher, als eine längst erledigte Aufgabe erneut in Angriff nehmen zu müssen, weil die Lösung dem Product-Owner nicht gefallen hat. In der Praxis kommt dieser Fall aber leider nicht selten vor, weil etwa Briefings nicht eindeutig genug formuliert waren. Achten Sie auf die Klarheit der Aufgabenstellung, wenn diese ins Backlog übernommen wird. Wenn Ihnen bereits eine Formulierung aus einem Auftrag nicht klar ist, sprechen Sie mit dem Kunden erneut und lassen Sie sich seine Wünsche erklären.
  • Auf die Fitness achten: Wer stundenlang in ein Problem vertieft arbeitet, vergisst schnell darauf zu achten, genügend zu trinken oder sich gesund zu ernähren. Behalten Sie Ihr Team auch in dieser Hinsicht im Auge. Investitionen in die Fitness der Mitglieder müssen gar nicht teuer sein. Besorgen Sie regelmäßig frisches Obst und stellen Sie es in die Nähe der Arbeitsplätze. Sorgen Sie für Mineralwasser und stellen Sie dieses zur Verfügung. Sie steigern damit einfach das Wohlbefinden und damit ebenfalls die Produktivität.
Über Stephan Lamprecht (479 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

2 Kommentare zu So steigern Sie als Scrum-Master die Produktivität Ihres Teams

  1. Ist ja schon stark. Wenn ich einen Beitrag (nicht nur diesen hier)ausdrucken will um ihn später zu Hause zu lesen, macht er (IE 8.0) aus dieser kleinen Seite 4 sinnvolle Druckseiten mit zusammen 344MB Daten PCL-Code.

    Da muß ich wohl den Drucker aufrüsten.

    Gruß

    Hugo L.

    • Stephan Lamprecht // 23. Juni 2010 um 17:35 // Antworten

      Hallo, Hugo,

      eine vernünftige Druckfunktion steht schon lange auf meiner Wunschliste für das Blog. Aber das meiste, was ich bisher ausprobiert habe, ist Murks. Aber für den IE 8 kann ich nichts. Unter Mac und Firefox zum Beispiel geht der Ausdruck rasant schnell.

      Beste Grüße
      Stephan

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