Ohne Stress fitter werden

Ausreichend Sport stärkt Ihre Gesundheit und macht Sie weniger anfällig für Stress. Schnell ist der Vorsatz gefasst, wieder mehr für die eigene Gesundheit zu tun, aber schwer im Alltag umgesetzt. Wieder einmal nicht ins Fitnessstudio geschafft? Mit kleinen Ritualen stärken Sie Ihre körperliche Ausdauer auch im (Berufs-)Alltag.

Unmittelbar nach dem Entschluss, endlich wieder sportlich aktiv zu werden, beginnt eine der gefährlichsten Bedrohungen für die persönliche Fitness. Denn viele (Neu-)Einsteiger überfordern sich durch persönlichen Ehrgeiz. Aber selbst wenn Sie mit der nötigen Portion Understatement erstmals wieder ins Fitnessstudio gehen, wird der Versuchung, es den anderen, deutlich trainierteren Besuchern gleichtun zu wollen, kaum zu widerstehen sein. Wer will schon zu den schwächeren in einer Gruppe gehören?

Grundfalsch! Und dies gleich aus zwei Gründen. 1. Sind Sie ja unter anderem sicherlich auch deshalb zum Sport gegangen, um sich zu entspannen und gerade aus dem durch Leistungsdruck geprägten Umfeld Ihres Alltags zu entfliehen. 2. Führt übertriebener Ehrgeiz bei untrainierten oder weniger trainierten Sportlern zweifellos zu typischen Verletzungen wie Zerrungen, Bänderrissen oder Schäden, die erst später diagnostiziert werden. Befreien Sie sich vom Leistungszwang in Sachen Sport und Fitness!

Es muss nicht immer gleich das Jogging, Nordic-Walking oder das Krafttraining sein. Wer sich entspannen möchte und zugleich die wichtigsten Muskelpartien des eigenen Körpers trainieren will, sollte einen ausgiebigen Spaziergang machen. Spazierengehen ist am ehesten mit einer Ausdauersportart vergleichbar. Der Erfolg stellt sich also nicht nach einigen wenigen Malen ein, sondern erst nach einer längeren Zeit der Übung. Spazierengehen heißt nicht „Schlendern“ oder „Bummeln“, sondern zielstrebig zu gehen, zwar ohne besondere Hast und Eile, aber kontinuierlich. Und am meisten Spaß macht es, wenn Sie es in Gesellschaft tun, also wenigstens ab und an den Lebenspartner davon begeistern. Ein Spaziergang ist die ideale Ergänzung zu Ihrer Mittagspause!

Es ist eine alte Weisheit, aber es lohnt sich, sie an dieser Stelle zu wiederholen. Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt lediglich unpassende Kleidung. Da sich der Trainingseffekt erst einstellt, wenn Sie Ihre Betätigung regelmäßig nachgehen, gehen Sie bei Wind und Wetter vor die Tür. Insbesondere wenn Sie immer mal wieder die gleichen Ziele ansteuern, gewinnen Sie zusätzliche positive Energie, wenn Sie den Gang der Jahreszeiten an Ihrem „Lieblingsplatz“ beobachten.

Doch auch im Berufsalltag können Sie etwas für Ihre Gesundheit tun:
Wenn Sie zu den Pendlern gehören, die per Bahn oder Bus an Ihren Arbeitsort reisen, legen Sie doch regelmäßig die Strecke zum Bahnhof oder Haltestelle zu Fuß zurück. Das ist gesünder, als mit dem Auto zu fahren. Wechseln Sie auch ab und an die Route, denn das schafft zusätzlich mentale Abwechslung und verschafft Ihnen neue Eindrücke.

Probieren Sie auch isometrische Übungen und solche, mit denen Sie die Balance Ihres Körpers trainieren. Bei isometrischen Übungen müssen Sie zwischen fünf und zehn Sekunden Kraft gegen einen nicht ausweichenden Gegenstand anwenden.

  • Pressen Sie etwa im Sitzen fünf bis zehn Sekunden Ihre Gesäßmuskeln stark an und lockeren Sie diese dann wieder. Oder stützen Sie sich für die gleiche Zeitspanne von einem Türrahmen ab.
  • Legen Sie sich auf den Bauch und heben Sie Ihren Fuß – bei völlig gestreckten Beinen – auf etwa zehn Zentimeter an. Bleiben Sie in dieser Position mindestens 10 Sekunden lang.
  • Legen Sie in der Bauchlage eine Hand an die Stirn und heben Sie die andere Hand bei ausgestrecktem Arm zehn Zentimeter an. Verbleiben Sie mindestens zehn Sekunden in dieser Position.

Ebenfalls eine gute Möglichkeit, im Alltag den Körper zu stärken, sind kleinere Balance-Übungen, die sich schnell durchführen und perfekt in den Tagesablauf integrieren lassen.

  • Putzen Sie Ihre Zähne oder rasieren Sie sich auf einem Bein stehend.
  • Trocknen Sie sich nach dem Duschen übertrieben dynamisch ab.
  • Während Sie längere Zeit warten oder stehen müssen, wippen Sie mit den Beinen leicht auf und ab. Diese Übung regt die Durchblutung an und beugt Thrombosen vor.
Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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