Was machen Sie eigentlich so? Ihre individuelle Kurzvorstellung

Was machen Sie eigentlich? Unvergessen sind die Zeiten der New Economy, in denen solche Kurzvorstellungen während einer gemeinsamen Fahrstuhlfahrt Venture Kapitalisten dazu bewegt haben, Gründern viel Geld anzuvertrauen. Unabhängig davon, ob das Gegenüber für Sie nun „wichtig“ ist oder nicht, ob Sie sich beruflich oder im privaten Umfeld begegnen: Sie sollten in der Lage sein, Ihre aktuelle Tätigkeit und Position kurz und prägnant zu beschreiben.

Der erste Eindruck, den wir von einem Menschen gewinnen zählt, und unser Gegenüber hat nicht viel Zeit, um uns zu überzeugen. Die ersten Sekunden entscheiden. Antworten Sie auf die Frage nach Ihrem Beruf also nicht einsilbig und vermeiden Sie Formulierungen wie „Ich bin Manager“ oder „Ich bin Projektleiter“. Damit beschreiben Sie lediglich, wer Sie sind, aber nicht was Sie tun und wofür Sie stehen. Besser sind anschauliche Formulierungen: „Ich bin Leiter der Entwicklungsabteilung des Hauses XYZ und arbeite hier daran, dass Sie einen Computer kaufen können, der Ihnen aufs Wort folgt und Sie Handbücher und umständliche Tastatureingaben vergessen können“. So eine Kurzvorstellung lässt sich einfach entwickeln.Beginnen Sie, wie bei einem Artikel oder einer anderen Ausarbeitung zunächst mit der Materialsammlung.

  • Notieren Sie in Stichworten, was Ihre Arbeit auszeichnet oder zu etwas Besonderem macht.
  • Was unterscheidet Sie von anderen Menschen oder Ihre Herangehensweise von Mitbewerbern?
  • Welchen Nutzen haben andere von Ihrer Tätigkeit?

Vielleicht produzieren Sie einen Alltagsgegenstand, den jeder kennt, den Sie aber verbessert haben? Bieten Sie einen besonderen Service, der sich deutlich von anderen Unternehmen unterscheidet?

Haben Sie die Fakten zusammengestellt, beginnen Sie mit dem ersten Entwurf. Wichtig ist, dass Ihnen Ihre Kurzvorstellung leicht von den Lippen kommt und nicht wie einstudiert wirkt. Nutzen Sie aktive Verben und vor allem allgemeinverständliche Begriffe. Schnell verfängt man sich in Fachbegriffen aus der eigenen Tätigkeit, die aber nicht von allen Menschen verstanden werden und damit eher eine Distanz aufbauen als Nähe erzeugen.

Sind Sie mit Ihrem Entwurf zufrieden, probieren Sie ihn bei den nächsten Gelegenheiten aus. Genauso, wie eine Profilseite in einem Netzwerk eigentlich nie fertig ist, so werden Sie auch an Ihrer Kurzvorstellung immer weiter arbeiten. Wann kommt Ihre Beschreibung an? Knüpft Ihr Gesprächspartner daran an und fragt nach? Oder nickt er nur höflich? Dann sollten Sie den Text noch einmal kritisch prüfen. Fühlen Sie sich selbst mit den Formulierungen wohl?

Über Stephan Lamprecht (480 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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