So präsentieren (Sie sich) optimal!

Wie bereiten Sie eine Präsentation vor, die Ihre Zuhörer nicht einschläfert und Sie zugleich selbst gut dastehen lässt? Die Ratgeberliteratur zum Thema Präsentationen und Powerpoint füllt inzwischen ganz Regalmeter. Hier meine ganz persönliche Zusammenstellung der besten Tipps.

Vorbereitung
Eine gute Präsentation beginnt mit einer ausreichenden Vorbereitung. Fangen Sie also rechtzeitig an und nicht erst wenige Tage vor dem Präsentationstermin. Planen Sie Ihre Präsentation gut durch. Am einfachsten geht das mit Karteikarten oder großen Haftnotizzetteln, die jeweils eine Folie präsentieren. Notieren Sie sich dort bereits die Schlagworte und Thesen, die Sie vorstellen wollen. Achten Sie auf einen roten Faden. Dieser erleichtert es dem Publikum, Ihnen zu folgen. Wenn Sie die Präsentation entwickeln, denken Sie auch an die Begrüßung der Teilnehmer. Vermitteln Sie dabei, was Sie dazu qualifiziert, über das Thema zu sprechen. Das schafft Vertrauen und Aufmerksamkeit.

Design der Folien
Platzieren Sie auf jeder Folie nur eine Botschaft. Die Aufmerksamkeit Ihres Publikums ist begrenzt. Zu viele Bulletpoints, Grafiken oder Aussagen lenken von der Kernbotschaft ab. Fassen Sie sich also kurz. Denken Sie daran, dass die Folien Ihren Vortrag unterstützen, aber nicht ersetzen. Was auf den Folien steht, kann jeder im Publikum selbst lesen.

Gehen Sie sparsam mit allen Stilmitteln um. Nicht mehr als zwei Schrifttypen insgesamt und nach Möglichkeit nur die Farben aus einer Farbfamilie. Beachten Sie beim Design der Folien die recht populäre 10-20-30 Regel: kein Vortrag länger als 10 Folien, 20 Minuten und keine Schriftgröße unter 30 Punkt.

Verzichten Sie auf überflüssigen Schnickschnack wie Überblendeffekte. Diese lenken das Publikum nur ab und machen Ihren Vortrag nicht wertvoller.

Setzen Sie Diagramme ein, präsentieren Sie nicht sofort die gesamte Botschaft, sondern lassen Sie beispielsweise Balken anwachsen oder erst nach und nach einfliegen. Nutzen Sie Grafiken, sollten Sie bei öffentlichen Vorträgen unbedingt daran denken, dass die Verwendung der Bilder autorisiert geschieht oder das Bildmaterial frei von Rechten Dritter ist.

Der Vortrag
Nehmen Sie sich Zeit und planen Sie in Ruhe Ihren Vortrag. Dabei sollten Sie besonderes Augenmerk auf den Beginn setzen. Wie können Sie die Aufmerksamkeit des Publikums für sich gewinnen?

Die meisten Zuhörer werden sich an Ihre erste und die letzte Folie erinnern. Nutzen Sie diese Chance. Beginnen Sie mit einer Pause, einer Anekdote oder einem Witz. Stellen Sie eine Frage an das Publikum oder seien Sie provokant. Nehmen Sie aber keine Botschaften vorweg. Den Schlusspunkt sollte keine Zusammenfassung des Vortrags bilden, sondern eine offene Frage, die die Diskussion anregt oder eine These, die zum Vortrag passt.

Zuschauer wollen beeindruckt und auch unterhalten werden. Das gelingt Ihnen, wenn Sie Reizworte verwenden, neue Einblicke in ein Thema vermitteln und überraschende Fakten verkünden. Recherchieren Sie beispielsweise nach neuen Studienergebnissen zu Ihrem Thema.

Der Tag X
Schlafen Sie in der Nacht vor der Präsentation ausreichend, fahren Sie frühzeitig los, so dass Sie entspannt an den Veranstaltungsort kommen. Machen Sie sich mit der technischen Ausrüstung vertraut, das hilft Ihnen auch dabei, das möglicherweise auftauchende Lampenfieber in den Griff zu bekommen.

Säubern Sie Ihren Desktop: Am schnellsten geht dies, wenn Sie alle Elemente, die Sie nicht brauchen, in einen neuen Ordner verschieben. Oder Sie blenden alle Elemente auf dem Desktop aus. Denken Sie auch daran, den Bildschirmschoner zu deaktivieren.

Wenn Sie Einfluss auf die Gestaltung des Vortragsraumes nehmen können, achten Sie darauf, dass Sie die Mitte der Bühne einnehmen. Die Leinwand sollte neben Ihnen angeordnet sein, denn die wichtigste Rolle spielen Sie!

Halten Sie Blickkontakt mit dem Publikum, dann werden Sie überzeugend wirken. Stehen Sie mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Auch wenn Sie nervös sein sollten, vermeiden Sie Wippen. Das verrät nur Ihre Nervosität. Die Hände liegen, sofern Sie keinen Pointer in der Hand haben oder auf etwas zeigen, ineinander mit den Handflächen nach oben. Keinesfalls stecken Sie bitte beide Hände in die Taschen. Das signalisiert Unehrlichkeit. Ab und an dürfen Sie aber die passive Hand durchaus in die Tasche stecken. Machen Sie langsame und ruhige Bewegungen. Beachten Sie unbedingt die Regel: Erst sagen, dann zeigen! Niemals erst die Folie einblenden und dann die Erläuterung bringen.

Haben Sie weitere Tipps für einen Vortrag?

Über Stephan Lamprecht (479 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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