Tag Archiv: Ubuntu

Sublime Text 2 perfekt unter Ubuntu einrichten

7. August 2013

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Sublime Text ist ein Editor, der unter Mac, Windows und Linux läuft und eine Reihe von wirklich durchdachten Funktionen anbietet, die nicht nur Programmierer sondern auch Autoren freuen werden. Es sind zwei Dinge, die das kommerzielle Programm zu etwas Besonderen machen:

  1. Werden alle Einstellungen in Form von einfachen Textdateien geändert.
  2. Kann die Software durch Plug-ins funktional erweitert werden. So erhalten Sie zum Beispiel ganz schnell ein perfektes Werkzeug zum Schreiben in Markdown.

Der Editor wird als Shareware vertrieben. Sie können das Programm kostenlos ausprobieren, und zwar so lange Sie wollen. Bei dauerhafter Nutzung müssen Sie aber eine Lizenz erwerben, die Sie dazu berechtigt, das Programm auf allen Ihren Computern zu verwenden.

Sublime Text hat es noch nicht in die offiziellen Paketquellen von Ubuntu geschafft. Mit etwas Arbeit richten Sie sich die Software aber ganz leicht selbst ein.

Laden Sie sich die Programmversion auf Ihren Rechner herunter und entpacken Sie das Archiv. Verschieben Sie den Inhalt des Archivs zunächst aus Ihrem persönlichen Ordner an eine zentrale Stelle, so dass auch andere Accounts auf den Editor zugreifen können:

sudo mv /home/sla/bin/Sublime\ Text\ 2/  /opt/

Sie müssen den Teil hinter “mv” an Ihre Gegebenheiten anpassen. Das Verzeichnis “opt” scheint die beste Wahl für das Programm zu sein.

Archivdateien verschieben

Sublime Text Programm verschieben.

 

Im nächsten Schritt legen Sie eine symbolische Verknüpfung an, damit Sie den Editor ohne weitere Anpassungen an der Konfiguration des Systems auch aus einem Terminal aufrufen können:

sudo ln -s /opt/Sublime\ Text\ 2/sublime_text /usr/bin/sublime

Der Befehl geht davon aus, dass Sie Sublime Text in den Ordner “opt” verschoben haben.

Symbolische Verknüpfung anlegen.

Symbolische Verknüpfung zu Sublime Text anlegen.

 

Jetzt ist Sublime Text bereits einsatzbereit. Um auch einen Eintrag auf der Unity-Oberfläche hinterlegen zu können, legen Sie eine dazu notwendige Datei an:

sudo sublime /usr/share/applications/sublime.desktop

Damit startet Sublime Text bereits. Geben Sie in die Datei ein:

[Desktop Entry]
Version=1.0
Name=Sublime Text 2
GenericName=Text Editor

Exec=sublime
Terminal=false
Icon=/opt/Sublime Text 2/Icon/48x48/sublime_text.png
Type=Application
Categories=TextEditor;IDE;Development
X-Ayatana-Desktop-Shortcuts=NewWindow

[NewWindow Shortcut Group]
Name=New Window
Exec=sublime -n
TargetEnvironment=Unity

Wenn Sie Sublime nun erneut starten, klicken Sie mit der rechten Taste einfach auf das Icon in der Seitenleiste von Unity. Wählen Sie aus dem Kontextmenü das Kommando “Im Starter behalten” und Sie können Sublime Text jederzeit der Seitenleiste heraus aufrufen.

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Die Arbeit unter Ubuntu automatisieren – mit Cuttlefish

15. Januar 2013

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Aus der aktuellen Umfrage weiß ich, dass ein Teil meiner Leser an Werkzeugen zur Steigerung der Produktivität unter Linux interessiert ist. Deswegen möchte ich Ihnen heute einmal Cuttlefish vorstellen.

Das kann Cuttlefish

Das Programm überwacht Ihr System Ihr System auf das Eintreten von Ereignissen, die in der Sprache des Programms als »Stimulus« bezeichnet werden. Auf diese Ereignisse wird dann durch eine andere Reaktion geantwortet. Ereignisse können sein:

  • Starten oder Beenden einer bestimmten Anwendung
  • Aktivierung von Bluetooth oder Verbindung mit einem Bluetooth-Gerät
  • Erreichen eines Zeitpunktes
  • Anstecken eines USB-Geräts
  • Verbindung mit einem WLAN

Die daraufhin ausgeführten Reaktionen sind ebenso vielseitig. Dazu zählen u.a.:

  • Starten eines oder mehrerer Programme
  • Änderung der Lautstärke des Systems
  • Änderung des Bildschirmhintergrundes
  • Proxyänderungen

Das kleine Programm bietet also bereits einige Möglichkeiten, um regelmäßige Abläufe zu automatisieren, etwa beim Einbuchen in ein WLAN den Proxy zu verändern oder beim Starten der Textverarbeitung die Systemlautstärke zu verringern, damit Sie in Ruhe arbeiten können.

Cuttlefish installieren

Die Installation von Cuttlefish ist nicht schwierig, da die Entwickler ein DEB-Paket anbieten. Besuchen Sie einfach die URL https://launchpad.net/~noneed4anick/+archive/cuttlefish/+packages und laden Sie sich die Version auf Ihren Rechner. Mit einem Doppelklick wird die Anwendung danach wie gewohnt über das Software-Center installiert. Anschließend starten Sie Cuttlefish über die Dash von Ubuntu.

Mehrere Anwendungen mit Cuttlefish zeitgleich starten

Wahrscheinlich benötigen Sie zu Ihrer Arbeit täglich mehrere Anwendungen. Um sich die Mühe zu sparen, diese immer nacheinander zu starten, könnten Sie diese entweder von Ubuntu unmittelbar nach dem Systemstart aufrufen lassen. Oder Sie nutzen ab sofort Cuttlefish, was den Vorteil bietet, dass die Apps nur dann laufen, wenn Sie auch tatsächlich arbeiten wollen und nicht gerade eine DVD ansehen möchten.

Nach dem Programmstart werden Sie von einem noch leeren Programmfenster begrüßt. Klicken Sie auf »New«, um einen neuen Eintrag anzulegen. Vergeben Sie zunächst einen Namen. Mittels der beiden Schalter legen Sie fest, ob beim Aufruf der Funktion ein Hinweis auf dem Bildschirm erfolgen soll und ob der Eintrag in die Liste der Aktionen aufgenommen wird, die nach dem Klick auf das Programm-Icon erscheint.

Anlegen eines Reflex in Cuttlefish

Aktivieren Sie »Activated by Stimulus«. Danach klicken Sie auf den darunterliegenden Schalter, um die Liste der möglichen Ereignisse aufzurufen. In der Liste suchen Sie in der Kategorie »Applications« nach dem Eintrag »Application starts«.

Auswahl Stimulus Cuttlefish

Sie kehren zum ersten Dialog zurück. Aus der Liste wählen Sie nun die Anwendung aus, die Sie starten müssen, damit alle weiteren Aktionen ausgeführt werden.

Auswahl Anwendung als Stimulus

Wechseln Sie jetzt in das Register »Reaction«.

Die Liste dort ist noch vollständig leer. Klicken Sie auf das Pluszeichen und suchen Sie dort ebenfalls nach dem Kommando »Start application«.

Auswahl Reaktion Cuttlefish

Wenn Sie ein Programm starten wollen, das nicht über das Menü von Ubuntu erreicht werden kann, müssen Sie sich für den »Erweiterten Modus« entscheiden. So können Sie dann jedes ausführbare Datei aufrufen lassen und dieser auch noch weitere Parameter übergeben. Auf die gleiche Weise fügen Sie jetzt weitere Programme hinzu.

Festlegen Programm in Cuttlefish

Sie können das Fenster anschließend schließen und einen Test durchführen. Jetzt sollte Ihre Arbeitsumgebung bereits automatisch aufgerufen werden.

Ubuntu automatisch mit Cuttlefish herunterfahren

Ich muss zugeben, dass ich persönlich durchaus gern einmal vergesse, meine Rechner herunterzufahren. Mit der Option auf eine bestimmte Uhrzeit oder einen Tag zu reagieren, können Sie Cuttlefish diese Aufgabe erledigen lassen.

Dazu gehen Sie wie gerade gezeigt vor. Als »Stimulus« entscheiden Sie sich für »At time of day«. Nachdem Sie zum Ausgangsdialog zurückgekehrt sind, ändern Sie die Uhrzeit ab und deaktivieren einen oder mehrere Wochentage, an denen das Ereignis nicht eintreten soll. Die passende Reaktion finden Sie in der Kategorie »Power Management«.

Es sind die vielen täglich gesparten Handgriffe, die sich im Lauf der Zeit derart summieren, dass Ihnen einfach mehr Raum für das produktive Arbeiten bleibt. Cuttlefish ist eine App, die Ihnen hilft, Zeit zu sparen und bequemer unter Ubuntu zu arbeiten.

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Markdown unter Ubuntu: Mit Uberwriter und Pandoc

14. Januar 2013

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Wie an dieser Stelle bereits häufiger erwähnt, schreibe ich alle Artikel, Blogbeiträge und Bücher im Markdown-Format. In diesem Artikel möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie mit Markdown, dem Editor Uberwriter und dem Konvertierungsprogramm Pandoc unter Ubuntu arbeiten.

Auf dem Mac herrscht an Editoren, die Markdown interpretieren, wahrlich kein Mangel und auch unter Windows wird die Situation zunehmend besser. Umso mehr freut es mich, dass auch für Linux inzwischen Projekte begonnen wurden, um die Arbeit mit Markdown auch unter diesem Betriebssystem möglich zu machen.

Uberwriter – iA-Writer unter Linux

Der Entwickler von Uberwriter hat sich eindeutig von iAWriter auf dem Mac inspirieren lassen. Das sehen Sie dem Programm unmittelbar nach dem Start bereits an. Das tut seinem Nutzen aber keinen Abbruch. Das Programm ist ein Texteditor, der auf den Einsatz von Markdown spezialisiert ist. Die Markdown-Syntax wird automatisch interpretiert und visualisiert. Zusätzlich bietet die Software die Konvertierung des Textes auf Knopfdruck in die Formate:

  • HTML
  • PDF
  • ODT

Mit einem Klick auf »Preview« werden die Formatierungen interpretiert und Sie erhalten einen Blick auf das Dokument, wie es sich später auch im PDF oder einem anderen Zielformat darstellt.

Zwei Funktionen werden professionellen Schreibern besonders gefallen. Mit dem Fullscreen-Modus lässt das Programm seinen Nutzer wohltuend mit dem Text allein und blendet alles auf dem Desktop sonst aus. Zusätzlich wurde ein »Focus-Mode« integriert, der Texte außerhalb des aktuellen Absatzes in den Hintergrund treten lässt.

Uberwriter Editor unter Ubuntu

Um die Texte in andere Formate zu konvertieren, setzt Uberwriter auf den sehr guten Konverter Pandoc. Uberwriter benötigt zur Installation dieses Programm als Abhängigkeit. Leider hinkt die in den offiziellen Paketquellen enthaltene Version stets dem aktuellen Entwicklungsstand von Pandoc hinterher. Da dessen Programmierer sehr rührig ist und stets kleinere Verbesserungen bereitstellt, ist es besser, Pandoc separat zu installieren und die Konvertierung der Texte manuell durchzuführen. Das zeige ich Ihnen jetzt.

Pandoc unter Ubuntu installieren

Sie können Pandoc recht unkompliziert auf Ihrem System selbst aus den Quellen kompilieren, wenn Sie sich die Haskell-Plattform installieren und über dessen Paketmanager den Quellcode beziehen. Dazu öffnen Sie zunächst ein Terminal. Geben Sie dort ein:

sudo apt-get install haskell-platform 

Lassen Sie das System jetzt seine Arbeit tun. Ist die Installation abgeschlossen, lassen Sie das Terminal geöffnet. Geben Sie dort ein:

cabal updatecabal install pandoc 

Installation Haskell-Plattform Ubuntu

Mit dem ersten Befehl weisen Sie den integrierten Paketmanager an, die Quellen zu aktualisieren. Anschließend holen Sie sich den Quellcode von Pandoc und kompilieren die Binärdateien. Diese landen in einem verstecken Verzeichnis innerhalb Ihres Benutzerverzeichnisses. Um Pandoc aufzurufen, könnte dies so aussehen:

/home/<ihr benutzername>/.cabal/bin/pandoc 

Das ist auf Dauer natürlich etwas langwierig zu schreiben, auch wenn Sie die Vervollständigungsfunktion des Terminals verwenden. Deswegen legen Sie sich am besten einen Alias für den Programmaufruf im Terminal an.

Alias für Pandoc im Terminal anlegen

Um Ihnen Tipparbeit zu sparen, enthält Ubuntu die Option, einen Alias für das Terminal zu definieren. Statt eine lange Befehlszeile einzutragen, verwenden Sie dann einfach dieses Kürzel. Öffnen Sie ein Terminal und geben Sie dort ein:

gedit ~/.bashrc 

Damit öffnen Sie die Konfigurationsdatei in einem Editor. Suchen Sie dort nach dem Abschnitt »Alias definitions«. Geben Sie dort jetzt das gewünschte Kürzel ein, nach dem Schema:

alias pan='Langer Befehl' 

Alias anlegen in der Bash Ubuntu

Statt »pan« nutzen Sie auf Wunsch Ihr eigenes Kürzel. Speichern Sie die Datei im Editor ab. Damit Ihnen das Kürzel unmittelbar zur Verfügung steht, müssen Sie jetzt nur noch einen kurzen Befehl eintragen:

source ~/.bashrc 

Wenn Sie jetzt den mit Uberwriter geschriebenen Text konvertieren wollen, wechseln Sie im Terminal in das Verzeichnis, in dem sich das Material befindet, und geben Ihr Kürzel ein. Anschließend noch die Pandoc-Optionen zur Konvertierung und Sie wandeln Ihren Quelltext mit der aktuellsten Version von Pandoc um.

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Lightread – praktischer RSS-Reader für Ubuntu

7. August 2012

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Die Suche nach einem funktional und optisch ansprechenden RSS-Reader für Ubuntu hat ein Ende. Lightread ist beides und ist im Rahmen des “Ubuntu App Showdown” entstanden. Inspiriert wurde seine Entwicklung ganz offensichtlich vom auf dem Mac sehr verbreiteten Programm Reeder, wie sich nach der Installation nur unschwer erkennen lässt. Dies tut seinem Nutzen, zumindest sofern Sie Ihre Feeds per Google Reader gelesen haben, keinen Abbruch.

Lightread installieren

Die Software ist noch nicht über offzielle Paketquellen zu bekommen, deswegen müssen Sie Lightread erst aus dem Repository seines Entwicklers installieren. Starten Sie ein Terminal und geben Sie dort diese Kommandos ein:

sudo add-apt-repository ppa:cooperjona/lightread 
sudo apt-get update 
sudo apt-get install lightread 

Danach können Sie die Software wie gewohnt über die Seitenleiste von Ubuntu starten.

Newsfeeds mit Lightread lesen

Das Programm greift auf die bei Google Reader gespeicherten Einträge zurück. Unmittelbar nach dem Start müssen Sie zunächst die Angaben zu Ihrem Benutzerkonto eintragen. Sind Sie online, werden anschließend die ungelesenen Elemente abgerufen.

Der Bildschirm ist klassisch dreigeteilt: Eine Liste der von Ihnen eingerichteten Ordner, die dazu gehörenden Artikelüberschriften und schließlich der eigentliche Beitrag. Bei der Bedienung können Sie sogar auf einen Teil der Tastenkürzel von Google Reader zurückgreifen und mit “j” und “k” zwischen den Artikeln in der Liste navigieren.

RSS Feeds lesen mit Lightread

Außerdem ist auch eine Funktion integriert, um Artikel an Instapaper und GetPocket zu senden. Aus meiner Sicht fehlt jetzt nur noch eine Anbindung an Readability, um die Software absolut perfekt zu machen. Aber bereits das bislang erreichte, macht aus Lightread einen wirklich praktischen und schönen Reader für RSS-Feeds.

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Lassen Sie sich an Pausen erinnern – DrWright für Ubuntu

2. August 2012

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Wer sehr konzentriert am Computer arbeitet, vergisst schnell die Pausen. Das ist alles andere als gesund. Es erfordert aber auch etwas Selbstdisziplin sich eine Auszeit zu nehmen, wenn der Arbeitstag gerade hektisch ist. Wenn Sie, wie ich, zu den Menschen gehören, die schon einmal die eine oder andere Pause vergessen, dann gibt es nun eine schöne Software für Ubuntu, die Sie dezent daran erinnert.

Drwright kann momentan nur aus einem PPA-installiert werden. Wie Sie ein solches PPA am einfachsten einbinden, habe ich Ihnen bereits im Artikel “Sparen Sie Zeit und Mühe beim Einsatz von PPA-Paketquellen (Ubuntu)” gezeigt. Die Adresse für das PPA lautet: https://launchpad.net/~drwright/+archive/stable

Nachdem Sie die Quelle eingebunden haben, verläuft die Installation mit Synaptic ganz einfach. Klicken Sie dort auf den Schalter Ursprung und anschließend auf die gerade eingebundene Quelle. Jetzt das angezeigte Programm zur Installation markieren und die gewohnten Schritte durchlaufen.

Pauenintervall mit Drwright einstellen

Die Software ist keine eigenständige Applikation, sondern klinkt sich in die Systemeinstellungen ein. Rufen Sie diese über das Zahnrad auf. Unter Persönlich finden Sie jetzt den Eintrag Tipp-Pause. Im nachfolgenden Dialog tragen Sie die Zeit ein, die Sie als Arbeitszeit messen lassen wollen und natürlich die Dauer der Pausen.

Einstellungen für Tipp-Pause unter Ubuntu

Ich persönlich rate Ihnen dazu, die Pausen nicht verschieben zu lassen, denn dann halten Sie sich ohnehin nicht daran. Verlassen Sie anschließend die Systemeinstellungen.

Das kleine Werkzeug wird Sie jetzt zukünftig an das Einhalten durch das Sperren der Arbeitsstation erinnern. Dazu werden Sie rechtzeitig vorgewarnt.

Warnung vor der nächsten Pause - DrWright unter Ubuntu

Ist der Zeitpunkt dann gekommen, wird der Bildschirm vollständig gefüllt. So arbeiten Sie deutlich gesünder, garantiert.

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Schicke Aufgabenverwaltung – Nitrotask (Win, Mac, Linux)

3. Mai 2012

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Im vergangenen Jahr hat die Software Wunderlist für viel Aufsehen gesorgt. Nicht zuletzt dank einer schicken Oberfläche, einfacher Bedienung und der Unterstützung von Windows, Mac und eben auch Linux. Selbst in das offizielle Software-Center von Ubuntu hatten es die Berliner Macher geschafft.

Davon ist zumindest aus Sicht eines Linux-Nutzers wenig geblieben. Aus den offiziellen Paketquellen lässt sich das Programm nicht mehr beziehen und die Linux-Version selbst wird als Open-Source zum Download angeboten. Die Seite ist aber seit Monaten nicht mehr aktualisiert.

Eine optisch ansprechende Alternative ist Nitrotask, das sich schnell unter Ubuntu installieren lässt, aber auch für andere Distributionen zur Verfügung steht.

Die Nutzer von Windows oder eines Macs brauchen auf den Einsatz nicht zu verzichten, denn Nitrotask kann als App auch unter dem Browser Chrome eingerichtet werden. Die Funktionsweise ist mit der hier beschriebenen Version identisch.

Nitrotask: Stressfreies Aufgabenmanagement

Die Software gehört zu den Programmen, die sich der “Stressfreien Produktivität” verschrieben haben. Es basiert damit auf dem Ansatz des Getting Things Done, wobei aber die Zeit, zu der Sie eine Aufgabe erledigen wollen, im Fokus steht.

Das Konzept: Sie geben Aufgaben in ein verlässliches System ein und dessen Wiedervorlage kümmert sich (automatisch) darum, Ihnen rechtzeitig die Aufgabe anzuzeigen, sodass Sie mit dereren Bearbeitung beginnen können.

Nitrotask installieren

Die Installation ist unter Ubuntu besonders einfach. Direkt auf der Seite des Projekts sehen Sie einen Code, den Sie nur in einem Terminal einzugeben brauchen. Die Befehle fügen eine neue Paketquelle hinzu und installieren daraus die aktuelle Version. Das installierte Programm wird dann auch bei der Suche nach Update berücksichtigt, sodass Sie stets mit der aktuellen Version arbeiten.

sudo add-apt-repository ppa:cooperjona/nitrotasks sudo apt-get update sudo apt-get install nitrotasks 

Das funktioniert sowohl unter dem neuen Ubuntu 12.04 als auch der Version 11.10 ohne Probleme.

Aufgaben erfassen und planen

Die sehr übersichtliche Oberfläche des Programms gliedert sich in zwei Hauptbereiche. In der linken Navigation sind einerseits die von Ihnen angelegten Listen angebracht sowie ein Bereich, der Ihnen Aufgaben heraushebt, die entweder am gleichen Tag oder in Kürze zu erledigen sind.

Erfreulicherweise lassen sich viele Funktionen in der Software mit Tastenkürzeln auslösen. Um eine neue Aufgabe in der gerade gewählten Liste einzufügen, genügt Strg+N. Ergänzen Sie diese Kombination mit der Umschalttaste, legen Sie eine neue Liste an. Leider ist es (derzeit?) noch nicht möglich, zwischen den verschiedenen Listen oder zwischen Listen- und Aufgabenbereich mit der Tastatur umzuschalten.

Oberfläche von Nitrotask unter Ubuntu

Um eine Aufgabe in einer Liste zu hinterlegen, wechseln Sie erst dorthin, und rufen dann den Dialog zum Erfassen einer Aufgabe auf. Darin tragen Sie erst eine kurze Beschreibung ein und entscheiden dann, ob das Element im Abschnitt Heute dargestellt werden soll.

Aufgabenerfassung in Nitrotask

Mit einem Klick auf das danebenliegende Feld ändern Sie die Priorität. Diese wird jeweils mit einem Klick erhöht. Am Ende der Zeile hilft ein kleiner Kalender beim Eintragen Fälligkeit. Innerhalb des Kalendermoduls entscheiden Sie, wie viele Tage vorher das Element unter “Heute” angezeigt wird.

Aufgaben verschieben Sie ganz intuitiv zwischen verschiedenen Listen einfach per Drag & Drop.

Die Optionen in Nitrotask

Um die Optionen des Programms aufzurufen, klicken Sie in der Symbolleiste auf die Zahnräder und entscheiden sich dann für Settings. Im Register Language haben Sie die Möglichkeit, sich die Oberfläche auch in Deutsch anzeigen zu lassen. Dabei dürfen Sie sich von einer eventuellen Fehlermeldung in Ihrem Browser nicht verwirren lassen. Nach dem Neustart präsentiert sich die Oberfläche in deutscher Sprache. Unter Theme wechseln Sie zwischen verschiedenen Gestaltungen des Programms. Wer sich an Wunderlist gewöhnt hat, findet hier ebenfalls einen passenden Eintrag.

Einstellungen in Nitrotask

Derzeit funktioniert die Synchronisation der Aufgaben über externe Webspeicher noch nicht. Die entsprechenden Befehle sind zwar bereits angelegt, verrichten aber noch nicht ihren Dienst. Geplant ist hier neben dem Einsatz von Dropbox auch das neue Google Drive zu verwenden.

Insgesamt erweist sich Nitrotask als ein sehr nützliches Werkzeug, denn es ist schnell und übersichtlich. Wenn auch noch die Funktionen für die Synchronisation implementiert werden, erhalten Linux-Anwender eine sehr schmucke Aufgabenverwaltung. Und auch die Anwender anderer Betriebssysteme können sich über den Zuwachs an alternativen Planungsinstrument freuen.

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Wikipedia direkt unter Unity abfragen (Ubuntu)

2. Mai 2012

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Mit den Linsen (Lenses) wurde zeitgleich mit der Einführung der Unity-Oberfläche unter Ubuntu eine sehr schnelle und komfortable Suchfunktion integriert, die den Griff zur Maus in vielen Fällen erspart. Die Eingabe eines Programmnamens genügt und wenige Augenblicke später erhält der Anwender passende Vorschläge, und startet ein Programm mit einem Druck auf die Eingabetaste.

Installation der Wikipedia-Suche

Die Suche in der Wikipedia ist noch keine Erweiterung, die es in die offiziellen Paketquellen geschafft hat. Deswegen müssen Sie im ersten Schritt die Softwarequelle in Form eines persönlichen Programm Archivs (PPA) einbinden.

Sehr schnell geht dies über ein Terminal. Dort führen Sie nacheinander diese Befehle aus:

sudo add-apt-repository ppa:scopes-packagers/ppa sudo apt-get update sudo apt-get install unity-lens-wikipedia 

Artikel in der Wikipedia suchen – direkt unter Unity

Nachdem Sie die neue Linse installierten haben, müssen Sie sich einmal am Desktop ab- und wieder anmelden.

Suche in der Wikipedia unter Unity

Um eine Abfrage zu starten rufen Sie zunächst das Dash über einen Druck auf die Super-Taste auf. Das dürfte in den meisten Fällen die Windows-Taste sein. Drücken Sie dann die Kombination Strg+Tab solange, bis das Symbol der Weltkugel aktiviert ist. Jetzt geben Sie den gesuchten Begriff ein und erhalten wenige Augenblicke später die Treffer.

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