Tag Archiv: linux

Macports – Bekannte Linuxprogramme auf dem Mac nutzen

27. März 2014

1 Kommentar

Über die Verwandtschaft zwischen OSX (Mavericks) und Unix / Linux wurde und wird viel geschrieben. Leider auch viel Unsinn. Fest steht, dass es zwischen beiden Welten viele Ähnlichkeiten und gemeinsame Programme gibt. Und wer sich in Terminal und Konsole von Linux auskennt, findet sich ebenso schnell auf dem Mac zurecht und umgekehrt. Aber nicht längst jede Software, an die Sie sich unter Linux gewohnt haben, steht auch in einer passenden Variante für OSX zur Verfügung. Bei vielen bekannten und beliebten Programmen wie GIMP oder Inkscape sind Sie auf das Engagement einiger Nutzer angewiesen, die Installationspakete für OSX bauen. Diese hängen oft genug der aktuellsten Version hinterher. Und in den Genuss solcher Installationsdateien kommen auch nur eine sehr begrenzte Zahl an Anwendungen.

Mehr Auswahl bietet ein Paketmanager für den Mac, der einen ganzen Kosmos an App öffnet, die unter OSX arbeiten.

MacPorts ist der Name eines solchen Paketmanagers. Bevor Sie ihn installieren und einrichten können, müssen Sie als Systemvoraussetzungen zunächst die Xcode-Entwicklungsumgebung installieren.

Starten Sie unter Mavericks den App Store und suchen Sie dort nach xcode. Laden und installieren Sie das nicht gerade kleine Programm auf Ihren Rechner.

Öffnen Sie ein Terminal und geben Sie dort ein: xcode-select --install. Ihr System weist Sie darauf hin, dass Sie die Command Line Tools benötigen und fragt, ob diese installiert werden sollen. Und genau das war der Zweck des Kommandos. Klicken Sie also auf “Installieren”.

Command-Line Tools installieren.

Command-Line Tools installieren.

Damit sind die vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen. Laden Sie sich auf der Projektseite das Installationspaket von Macports auf Ihren Rechner und starten Sie die Installation mit einem Doppelklick.

Gehen Sie die Installation Schritt für Schritt durch. Sie müssen die Lizenzbedingungen akzeptieren und auch den Ort für die Installation bestätigen. Am Ende erscheint der Hinweis für die erfolgreiche Einrichtung.

Installation von Macports unter Mavericks.

Installation von Macports unter Mavericks.

Ist diese erfolgreich abgeschlossen, öffnen Sie ein Terminal und tragen dort ein:

sudo port -v selfupdate

Damit weisen Sie Macport an, die Paketquellen zu aktualisieren. Ist es auf dem Weg dorthin zu keinerlei Fehlermeldung gekommen, sind Sie soweit, um Ihr erstes Paket zu installieren. Sie wollen GIMP installieren? Dann öffnen Sie ein Terminal:

sudo port install gimp

MacPorts sieht jetzt nach, ob ein solches Paket vorhanden ist und welche Voraussetzungen zur Installation herrschen müssen.

Direkt aus dem Terminal installieren Sie Linuxanwendungen.

Direkt aus dem Terminal installieren Sie Linuxanwendungen.

Danach lädt das Programm alle benötigten Komponenten herunter richtet die Software ein. Achten Sie darauf, ob es im Terminal zu Fehlermeldungen oder Hinweisen kommt. Ist das nicht der Fall sollte die Einrichtung der Programme ohne Probleme erfolgen und Sie können im Anschluss die gewünschte App direkt aus einem Terminal heraus starten.

Xemacs direkt auf dem Desktop von Mavericks.

Xemacs direkt auf dem Desktop von Mavericks.

Ob Gimp, Emacs oder andere Softwareklassiker – mit MacPorts steht dem Einsatz unter OSX nichts mehr im Weg.

Weiterlesen

2 neue Tools für die Pomodoro-Technik (Windows, Linux)

10. Oktober 2011

0 Kommentare

Die Berichterstattung über die Pomodoro-Technik hat augenscheinlich etwas abgenommen. Dennoch erscheinen aber immer noch interessante Programme, die bei der Umsetzung dieser Arbeitsmethodik helfen.

Bei Pomodoro arbeiten Sie in kurzen, aber produktiven Zyklen, um Ihre Aufgaben zu erledigen. Der Hintergedanke besteht darin, dass Sie durch das Anfangen und die kürzeren Zeiteinheiten auch umfangreichere Aufgaben erledigen, die Sie bisher vor sich her geschoben haben.

Cherry Tomato ist eine kostenfreie Anwendung für Windows. Sie laden sich die MSI-Datei auf Ihren Rechner und installieren das Programm mit einem Doppelklick. Die Software selbst residiert im System-Tray von Windows.

Das Programm bietet zunächst exakt die Funktionen, die Sie von einer Anwendung dieser Kategorie erwarten. Mit einem Mausklick starten Sie eine neue Arbeitseinheit, die dann heruntergezählt wird. Wenn Sie nicht in den empfohlenen Einheiten von 25 Minuten arbeiten wollen, ändern Sie dies in den Einstellungen der Software.

Dort finden Sie aber auch die Möglichkeit, mit dem Windows Live Messenger oder Skype zu interagieren. So können Sie in beiden Programmen Ihren Status automatisch auf “Abwesend” setzen, aber auch Ihre Gesprächspartner darüber informieren, dass Sie sich gerade in einem Pomodoro befinden.

Einstellungen in Cherry Tomato

Interessant ist die Auswertung Ihrer Produktivität, auf die Sie nach dem Abschluss eines Pomodoros zugreifen können. So erkennen Sie exakt, mit welchen Programmen Sie gearbeitet haben und welchen prozentualen Anteil die Applikationen eingenommen haben. Zusätzlich blendet Ihnen das Programm auch ein, wie viele Zeichen Sie geschrieben haben. In dieser Hinsicht geht Cherry Tomato also über die Möglichkeiten des einen oder anderen Vertreters deutlich hinaus. Am Ende dürfen Sie Ihren Pomodoro auch noch bewerten. So können Sie selbst einschätzen, ob Sie produktiv gewesen sind.

Auswertung Pomodoro in Cherry Tomato

Cherry Tomato ist OpenSource und kostenlos.

Die meisten Programme für Pomodoro werden für Windows und den Mac angeboten. Linux-Anwender müssen schon etwas länger suchen, bis Sie ein ansprechendes Programm finden. Eine löbliche Ausnahme bildet hier Tomighty, das in Java programmiert wurde und damit unter allen Betriebssystemen funktionieren sollte.

Tomighty

Im Vergleich zu Cherry Tomato ist der Funktionsumfang doch deutlich reduziert. Nachdem Sie das Programm gestartet haben, starten Sie einen Pomodoro per Mausklick, der in einem eigenen Fenster bzw. dem System Tray heruntergezählt wird.

Optionen in Tomighty

Das Programm zeigt Ihnen dann auch an, wann es Zeit für eine längere Pause ist. Schlicht und funktional und auch ganz hervorragend unter Ubuntu einzusetzen.

Weiterlesen

Cruftbuster – organisieren Sie Ihre Dateien automatisch (Linux)

11. Juli 2011

0 Kommentare

Mit Hazel steht Mac-Anwendern ein sehr gutes Werkzeug zur Verfügung, das bei der automatischen Organisation von Dateien hilft. Es leert zuverlässig den Papierkorb und mit seinem umfangreichen Regelwerk verschieben Sie etwa längere Zeit nicht mehr benutze Dateien in ein Archiv oder speichern Downloads in Abhängigkeit der Dateiart in den passenden Ordnern Ihres Systems. Je intensiver man sich mit der Software beschäftigt, auf umso mehr Ideen bringt einen das Tool. Auch für Windows stehen ähnliche Programme zur Verfügung. Lediglich die Linux-Gemeinde musste bisher darauf verzichten.

Das ändert sich mit Cruftbuster. Die in Python geschriebene Anwendung befindet sich noch im Alphastadium, arbeitet aber bereits sehr zufriedenstellend unter Ubuntu und OpenSuse.

Keine Installation notwendig

Das Programm wird als Tar-Archiv zum Download angeboten. Laden Sie sich die Datei auf Ihren Rechner und öffnen Sie das Archiv. Sie müssen lediglich den darin enthaltenen Ordner aus dem Archivmanager mit der Maus in ein Verzeichnis auf Ihrem System bewegen, um mit dem Entpacken zu beginnen. Anschließend wechseln Sie in Nautilus oder einem anderen Dateimanager in diesen Ordner.

Vorbereitung Aufruf Cruftbuster

Suchen Sie dort nach der Datei MainScreen.Py und klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf. Über Eigenschaften, Zugriffsrechte prüfen Sie, ob die Option Datei als Programm ausführen aktiviert wurde. Andernfalls holen Sie dies nach. Klicken Sie doppelt auf die Datei, fragt Sie das System, ob diese als Programm ausgeführt werden soll. Klicken Sie auf Ausführen, um mit Cruftbuster zu arbeiten.

So funktioniert Cruftbuster

Ähnlich wie Hazel, das den Entwickler offensichtlich inspiriert hat, überwacht Cruftbuster von Ihnen definierte Ordner des Systems. Dort wird geprüft, ob die in den verschiedenen Regeln hinterlegten Bedingungen zutreffen. Ist dies der Fall, wird die mit einer Regel verknüpfte Aktion ausgeführt. Aktionen sind derzeit:

  • Verschieben
  • Kopieren
  • Umbenennen
  • Löschen
  • Öffnen

Dabei sind auch Kombinationen möglich. Sie können also die gefundenen Dateien erst umbenennen lassen, um diese anschließend an einen Ort Ihrer Wahl zu verschieben.

Legen Sie eigene Regeln an

Damit sich Cruftbuster um Ihre Dateien kümmern kann, klicken Sie im Programmfenster zunächst auf das Pluszeichen auf der linken Seite im Bereich Folder. Navigieren Sie jetzt zum gewünschten Ordner und schließen Sie die Wahl mit Öffnen ab.

Programmfenster Cruftbuster

Damit wird der Eintrag in der Ordnerliste markiert und Sie können die Regeln einrichten, die auf diesen Ordner angewendet werden sollen. Dazu klicken Sie auf das Pluszeichen im rechten Bereich des Fensters. Vergeben Sie einen Namen für diesen Filter und aktivieren Sie die Ausführung mit einem Klick auf Enabled. Optional können Sie auch festlegen, dass die Ausführung erst durch einen Mausklick bestätigt werden muss.

Im oberen Bereich des Fensters definieren Sie die Bedingungen. Über das erste Listenfeld müssen Sie festlegen, ob all oder nur eine der Bedingungen erfüllt sein muss, damit die Aktion ausgeführt wird. Untersuchen können Sie:

  • Namen
  • Dateityp
  • Dateigröße
  • Datum der letzten Änderung
  • Datum der letzten Öffnung
  • Erstellungsdatum

Mit den dazu gehörenden Bedingungen finden Sie so schnell alle Dateien heraus, die bereits seit längerem nicht mehr genutzt worden sind. Mit wenigen Mausklicks können Sie so etwa das Download-Verzeichnis untersuchen und alle Musikdateien, Programmpakete und PDF-Dateien getrennt in unterschiedliche Verzeichnisse verschieben.

Regeldefinition Cruftbuster

Passt das Regelwerk soweit, übernehmen Sie die Einstellungen mit einem Klick auf OK oder Sie führen zunächst einen Test mit einem Klick auf die gleichnamige Schaltfläche durch. Cruftbuster residiert in der Menüleiste. So können Sie jederzeit neue Regel aufstellen oder die Einstellungen aufrufen.

Einstellungen Cruftbuster

Dort finden Sie auch eine Option, um den Papierkorb regelmäßig zu lehren.

Weiterlesen

Diodon: Bequemer mit der Zwischenablage arbeiten (Ubuntu)

6. Juni 2011

3 Kommentare

Zu den Funktionen, die ich auf dem Mac an Alfred oder Launchbar besonders schätze, ist die Historie für die Zwischenablage. Wann immer Sie etwas in das Clipboard einfügen, wird dies nicht durch den nächsten Eintrag überschrieben, sondern landet in einem Verlauf. Mit einem Tastenkürzel rufen Sie den Eintrag dann erneut wieder auf. Mit Diodon steht Ihnen ein solches Werkzeug auch unter Ubuntu Linux zur Verfügung.

Installation

Es ist am einfachsten, wenn Sie die Paketquelle des Programms in Synaptic aufnehmen. So erhalten Sie auch automatisch Updates, wenn eine neue stabile Version veröffentlicht wird.

Dazu öffnen Sie Synaptic (beispielsweise über Alt+F2) mit Rootrechten. Wählen Sie dann Einstellungen, Paketquellen. Im nachfolgenden Dialog wechseln Sie in das Register Andere Software und klicken dort auf Hinzufügen.

Wenn Sie unter Ubuntu 11.04 arbeiten, geben Sie dort ein:

deb http://ppa.launchpad.net/diodon-team/stable/ubuntu natty main

Fügen Sie jetzt die Quellen hinzu. Dazu wiederholen Sie den Vorgang geben aber ein:

deb-src http://ppa.launchpad.net/diodon-team/stable/ubuntu natty main

Innerhalb des Paketmanager klicken Sie dann auf Neu Laden, um die neuen Paketquellen in die Liste zu übernehmen. Ist der Vorgang abgeschlossen, können Sie das Paket durch die Eingabe von diodon in der Suchmaske finden und mit einem Rechtsklick zur Installation vormerken. Installiert wird es mit einem Klick auf Anwenden.

Diodon im Einsatz

Sie starten das Programm wie gewohnt über den Launcher von Ubuntu. Die Software klinkt sich als Applet im linken oberen Bereich des Fensters ein. Sobald Sie jetzt einen Eintrag in die Zwischenablage einfügen, wandert er auch in die Historie des Programms. Diese wird sichtbar, sobald Sie mit der Maus auf das Icon in der Leiste klicken. Oder Sie nutzten das Tastenkürzel Ctrl+alt+v.

Verlauf der Zwischenablage mit Diodon unter Ubuntu

Die Einstellungen von Diodon, die Sie mit einem Klick auf das Kontextmenü des Programmeintrags erreichen, ist übersichtlich. Hier stellen Sie ein, wie viele Einträge, in der Historie gespeichert werden sollen. Außerdem können Sie dort auch das Tastenkürzel für den Aufruf der Historie ändern.

Einstellungen Diodon

Um einen Eintrag in die Zwischenablage zu übernehmen, führen Sie die gewohnten Befehle und Tastenkombinationen aus. Möchten Sie dagegen einen zurückliegenden Eintrag wieder in ein Dokument einfügen und als aktiven Eintrag in der Zwischenablage nutzen, klicken Sie entweder mit der linken Maustaste auf das Symbol in der Menüleiste oder führen die Tastenkombination Strg+Alt+v aus.

Einfacher geht es kaum, oder?

Weiterlesen

Tolles Dock für Linux: Cairodock mit Mac-Optik

23. Mai 2011

0 Kommentare

Im zweiten Teil der kleinen Serie über Dock-Anwendungen für andere Betriebssysteme soll es heute um Cairo-Dock für Linux gehen. Das Tool hat es bereits in einige offizielle Paketquellen von Distributionen geschafft und wird in zwei Varianten angeboten: Eine Version nutzt die OpenGL-Schnittstelle. Für die Nutzer mit Hardware, die ohne die Beschleunigung auskommen müssen, wird eine einfachere Variante angeboten.

Installation

Um die aktuelle Version von Cairo-Dock mit dem Software-Center unter Ubuntu installieren zu können, müssen Sie zunächst die Paketquelle hinzufügen. Sie können das Programm anschließend auch von der Konsole installieren. Dazu geben Sie diesen Code ein:

´sudo add-apt-repository ppa:cairo-dock-team/ppa´

´sudo apt-get update´

´sudo apt-get install cairo-dock´

Danach rufen Sie die Software über ihren Eintrag im Startmenü auf.

Rundgang

Ist die OpenGL-Variante aktiviert, kommen Sie in den Genuss einer sehr schönen dreidimensionalen Darstellung. Die Icons sind animiert und bieten Zugriff auf Ihr Lieblingsanwendungen. In Form von Containern greifen Sie auf Ihre Lesezeichen zu oder nutzen ein Applet, mit dem Sie etwa mit wenigen Mausklicks Dateien zum Download durch andere bereitstellen.

Cairodock unmittelbar nach der Installation.

Welche Applets Sie einsetzen wollen, legen Sie in den Einstellungen des Docks fest. Hier haben Sie auch die Möglichkeit, sich weitere der Miniprogramme auf den Rechner zu laden.

Optionen und Optik

Sie hätten gern etwas mehr MacOS-Optik? Kein Problem! Klicken Sie an einer beliebigen Stelle mit der rechten Maustaste. Aus dem Kontextmenü Cairo-Dock entscheiden Sie sich für den Eintrag Einstellungen.

Wechsel Sie dort einmal in den Bereich Themen. Klicken Sie dort auf den Eintrag MacOSX. Im Register Verhalten können Sie das Verhalten der Taskleiste ebenfalls auf Mac umstellen. Während unter Erscheinungsbild der Wechsel zwischen 3D und 2D-Darstellung eingeleitet werden kann.

Einstellungen von Cairodock ändern.

Wenn Sie die Einstellungen mit Anwenden übernehmen, wird die entsprechende Theme-Datei auf Ihren Rechner übertragen. Wenn Sie Cairo-Dock immer beim Systemstart automatisch aufrufen wollen, rufen Sie aus dem Kontextmenü Cairo-Dock den Befehl Cairo-Dock beim Hochfahren starten auf.

Cairodock in schicker Mac Optik

Anwendungen im Dock ablegen

Die Organisation der eigenen Arbeit mit den Icons ist intuitiv gelöst. Um eine Anwendung auf dem Dock zu platzieren, haben Sie zwei Möglichkeiten. Legen Sie dazu entweder einen individuellen Starter an. Diesem Befehl finden Sie im Kontextmenü Hinzufügen, sobald Sie auf ein Element zeigen. Ein anderer Weg führt Sie etwa über das Applet Anwendungsmenü. Daraus ziehen Sie bei Bedarf einen Eintrag in das Dock. So stellen Sie sich Schritt für Schritt Ihre Favoriten zusammen.

Cairodock bietet auch Container an.

Fazit

Cairo-Dock ist ein sehr brauchbares Dock für Linux mit einer tollen Optik. Das Angebot an Erweiterungen und zusätzlichen Funktionen ist sehr ansehnlich. Ärgerlich ist allerdings, dass der Wechsel auf ein Theme die individuelle vergebenen Positionen von Einträgen im Dock überrollt.

Titelbild: setcookie / pixelio.de

Weiterlesen

Tastenkürzel für Ubuntu 11.04 – schneller arbeiten mit Shortcuts

2. Mai 2011

1 Kommentar

Ubuntu 11.04 wird mit einer neuen Oberfläche namens Unity ausgeliefert. Durch die neue Oberfläche ändert sich das Arbeiten mit Ubuntu doch ziemlich stark. So ganz unumstritten ist die Einführung eines völlig neuen Bedienkonzepts sicherlich nicht. Aber wer sich überhaupt nicht mit der neuen Optik anfreunden will, kann beim Systemstart auch das klassische Erscheinungsbild auswählen.

Neben dem neuen Launcher gehört sicherlich die prominentere Darstellung der virtuellen Arbeitsflächen zu den wichtigsten Neuerungen. In diesem Artikel stelle ich Ihnen einige Tastenkürzel vor, mit denen Sie schneller durch Fenster und Dokumente navigieren werden.

Shortcuts für Arbeitsflächen und Expose

Wie auf dem Mac bietet jetzt eine prominente Expose-Funktion. Diese konnten Sie zwar schon vorher in Compiz aktivieren, jetzt steht sie aber unmittelbar jedem Anwender zur Verfügung.

Super-S:Damit nutzen Sie die Expose-Funktion und blenden sich alle eingerichteten Arbeitsflächen ein.

Expose Modus in Ubuntu 11.04

Super-Alt-PageUp: Startet den Expose-Modus, aber lediglich für alle Fenster der aktuellen Arbeitsfläche.

Strg-Alt-Pfeiltasten: Damit wechseln Sie zwischen den eingerichteten Arbeitsflächen.

Strg-Alt-Umschalt-Pfeiltasten: Damit verschieben Sie ein Fenster auf die gewünschte Arbeitsfläche.

Tastenkürzel für den Launcher und das Dash

Ubuntu bietet gleich zwei neue Elemente auf dem Desktop an: Da ist einerseits der Launcher. Diese Leiste mit Icons ist am linken Seitenrand platziert und startet Programme.

Ebenfalls neu ist das Dash. Dieses verbirgt sich hinter dem Ubuntu-Icon am oberen linken Rand des Bildschirms. Damit können Sie in den installierten Programmen suchen oder auch Dateien finden.

Diese Shortcuts sind für den Launcher und das Dash vorhanden.

Super: Die Super-Taste ist auf klassischen PC die Windows-Taste. Mit einem Druck darauf öffnen Sie den Launcher. Wenn Sie die Taste länger gedrückt halten, zeigt Ihnen Ubuntu die Tastenkürzel für die verschiedenen Bereiche an, so dass Sie sich diese leichter einprägen können.

Nummern als Kürzel im Launcher Ubuntu 11.04

Super-<Zahlenwert>: Damit starten Sie die Anwendung, die sich hinter dem Icons mit der entsprechenden Nummer verbirgt.

Super-A: Öffnet den Abschnitt für die Programme.

Super-F: Öffnet den Abschnitt für die Dateiverwaltung.

Alt-F1: Damit setzen Sie den Fokus auf den Launcher und können dann mit der Tastatur navigieren und die Anwendung starten.

Strg-Alt-T: Damit öffnen Sie ein Terminal

Dash in Ubuntu 11.04

Geblieben ist es beim Klassiker Alt-F2: Damit können Sie einen Befehl ausführen. Sofern Sie den Namen eines Ordners eingeben, wird Nautilus an dieser Stelle geöffnet.

Tastenkürzel für das Management von Fenstern

Getan hat sich auch eine Menge bei der Arbeit mit Programmfenstern. Mit den Shortcuts können Sie bequem mit der Tastatur die offenen Fenster exakt so positionieren, wie es für die aktuelle Arbeit am zweckmäßigsten ist.

Super-W: Damit lassen Sie sich alle geöffneten Fenster aller Arbeitsflächen in einer Vorschau anzeigen. Super-D: Alle Fenster werden minimiert. Führen Sie das Kommando erneut aus, werden die Änderungen wieder rückgängig gemacht.

Anzeige aller geöffneten Fenster Ubuntu 11.04

Zusätzlich gibt es Kürzel für das Platzieren und Vergrößern von Fernstern. Dazu drücken Sie Strg-Alt-<Ziffer des Numpads>. Die Zahlen haben folgende Bedeutung:

  • O: Maximiert das Fenster
  • 5: Maximiert und zentriert das aktuelle Fenster in der Mitte der Arbeitsfläche.
  • 7: Platziert das Fenster in linken oberen Ecke des Bildschirms.
  • 8: Das Fenster wird in der mittleren oberen Hälfte der Arbeitsfläche angeordnet.
  • 9: Positioniert das Fenster in der rechten oberen Ecke des Bildschirms.
  • 4: Legen Sie das Fenster in die linke Hälfte der Arbeitsfläche.
  • 6: Das Fenster landet in der rechten Hälfte des Desktops.
  • 1: Damit richten Sie das Fenster in der linken unteren Ecke des Bildschirms aus.
  • 2: Das Fenster nimmt die unteren Hälfte des Bildschirms ein.
  • 3: Positionieren Sie das Fenster in der rechten unteren Ecke des Bildschirms.

Diese Funktionen können Sie auf dem Mac übrigens ebenfalls mit der Programm Hyperdock erhalten.

Ich persönliche empfinde gerade die schnelle Anordnung und das Ausrichten von Fenstern als sehr praktisch und einen wichtigen Produktivitätsgewinn beim Arbeiten mit Ubuntu.

Weiterlesen

Finden Sie doppelte Dateien mit DupeGuru (Mac, Windows, Linux)

28. April 2011

1 Kommentar

Der Frühling ist da! Zeit, sich auch einmal intensiver mit der Pflege des Computers zu beschäftigen, oder?

Vielleicht verschwenden ja auch Sie mit doppelten Dateien jede Menge Speicherplatz auf Ihrer Festplatte. Das Programm DupeGuru, das für Windows, Mac und Linux verfügbar ist, stöbert solche Dubletten auf. Das funktioniert sogar dann, wenn die Dateinamen nichts miteinander zu tun haben.

Laden Sie sich die Version für Ihr Betriebssystem herunter und installieren Sie die Anwendung. Unter Windows wird vor dem eigentlichen Setup noch eine Zusatzkomponente heruntergeladen und installiert. Die Mac-Version installieren Sie wie gewohnt, durch Doppelklick und Verschieben in den Programmordner. Die Linux-Variante wird in Form eines DEB-Pakets verteilt, das Sie mit dem Paketmanager aufspielen.

Verzeichnisse auswählen

Nachdem Sie das Programm gestartet haben, begrüßt Sie die Anwendung mit einem fast leeren Programmfenster. Im ersten Schritt teilen Sie DupeGuru mit, welche Verzeichnisse Ihres Systems untersucht werden sollen. Dazu klicken Sie auf das kleine Pluszeichen am unteren Rand des Fensters und wählen Add Folder aus. Jetzt navigieren Sie zum ersten Ordner, den Sie untersuchen wollen. Fügen Sie auf diese Weise weitere Verzeichnisse hinzu.

Ordnerauswahl mit Dupeguru

Verzeichnisse scannen

Wenn Sie die Auswahl der Ordner abgeschlossen haben, klicken Sie auf Scan. Die Software liest jetzt zunächst die Dateien ein. Das kann einen Moment dauern. Liegt die Dateiliste vor, untersucht DupeGuru die Elemente auf doppelte Einträge.

Suchergebnis Dupeguru

Dubletten bearbeiten

Sie erhalten nach Abschluss der Untersuchung die Liste der Dateien. Doppelte Einträge sind markiert und die Software zeigt Ihnen am Ende der Zeile jeweils den Grad der Übereinstimmung. Über die Optionsfelder vor dem jeweiligen Eintrag markieren Sie die Datei, um eines der angebotenen Kommandos auszuführen. Aus dem Menü Mark können Sie auch auf einen Schlag alle Elemente markieren (auf dem Mac nutzen Sie das Zahnrad-Icon dafür).

Unter Actions bietet Ihnen das Programm eine Reihe von Möglichkeiten. Sie können die Doubletten direkt in den Papierkorb verschieben. Oder Sie verschieben die Elemente in ein separates Verzeichnis, um diese etwa zunächst auf einem Datenträger zu speichern, bevor sie gelöscht werden.

Das Programm ist kostenlos, der Autor bittet aber um Spenden. Zu seinen weiteren Arbeiten gehört auch ein Tool, mit dem Sie gezielt doppelte Musik- und Audiodateien suchen können.

Titelbild: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Weiterlesen