Tag Archiv: LibreOffice

Kreisbögen-Diagramm in LibreOffice zeichnen

11. März 2014

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Eine interessante Figur für Präsentationen und Dokumentationen sind vier Kreisbögen, mit denen sich zum Beispiel die Zusammengehörigkeit von Faktoren oder Einflussgrößen visualisieren lässt. Mit etwas Geschick konstruieren Sie eine solche Figur in LibreOffice.

Starten Sie Impress, legen Sie eine neue Präsentation an und fügen Sie eine (am besten) leere Folie ein. Falls die Zeichenwerkzeuge nicht zu sehen sind, blenden Sie diese mit “Ansicht, Symbolleisten, Zeichnung” ein.

Mit einem Klick auf den Kreis wählen Sie das Werkzeug und ziehen einen Kreis auf der Zeichenfläche auf. Wenn Sie beim Zeichnen mit dem Ellipsenwerkzeug die Umschalttaste drücken, wird der Kreis exakt.

Ziehen Sie gleichen einen zweiten, kleineren Kreis auf. (Dieser wurde zur besseren Sichtbarkeit in diesem Beispiel eingefärbt) Platzieren Sie diesen über dem ersten Kreis.

kreisbogen-impress-01

Markieren Sie die Figur mit der Maus und führen Sie einen Rechtsklick aus. Im Kontextmenü entscheiden Sie sich für “Formen, Subtrahieren”. Übrig bleibt jetzt ein Kreis, dessen Zentrum leer ist.

kreisbogen-impress-02

Zeichnen Sie ein Rechteck und ziehen Sie es vor den Kreis. Die obere Kante sollte etwas über die Mitte des Kreises reichen. Führen Sie anschließend erneut “Formen, Subtrahieren” aus.

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Sie erhalten damit einen Halbkreis. Jetzt ziehen Sie erneut ein Rechteck auf. Dieses deckt die rechte Hälfte des Halbkreises ab und ragt ebenfalls leicht über die Mitte hinaus. Erneut subtrahieren Sie die beiden Formen.

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Sie haben jetzt einen Kreisbogen. Diesen vervielfältigen Sie jetzt. Markieren Sie das Objekt und wählen Sie “Bearbeiten, Vervielfältigen”. Sie nutzen eine Kopie und setzen als Drehwinkel 270 Grad. Die Kopie schieben Sie nun in Position.

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Markieren Sie die beiden Objekte und nutzen Sie erneut das Vervielfältigen. Diesmal aber mit einem Winkel von 180 Grad.

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Sie können jeden Kreisbogen nun individuell einfärben und bearbeiten.

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Serienbriefe in LibreOffice Writer – ohne Assistenten (Win, Mac, Linux)

2. April 2012

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In LibreOffice Writer steht Ihnen ein Assistent für Serienbriefe zur Verfügung, der auch Einsteiger Schritt für Schritt durch die Anlage, den Druck und Versand eines Mailings führt. Aber was, wenn Sie andere Vorstellungen von Ihrem Serienbrief haben? Wenn Sie Adressen und Anreden nach eigenen Vorstellungen frei entwickeln wollen? Wie das geht, zeige ich Ihnen diesem Beitrag.

Schritt 1: Legen Sie eine Adressdatenbank an

Zu LibreOffice gehört eine leistungsstarke Datenbank. Mit Base können Sie Ihre Adressen für den Serienbrief verwalten. Starten Sie LibreOffice und rufen Sie aus einer beliebigen Anwendung mit Datei, Neu den Dialog für eine neue Datenbank auf.

Es startet der Assistent für die ersten Schritte. Dort legen Sie lediglich fest, dass Sie eine neue Datenbank erstellen wollen. Im nächsten Dialog deaktivieren Sie die Option für die Anmeldung der Datenbank und und klicken das Feld vor Eine Tabelle mit Hilfe des Assistenten erstellen an. Danach speichern Sie die Datenbank in einem Verzeichnis Ihrer Wahl.

Assistent Datenbank in LibreOffice Base

Es startet der Assistent für die Feldauswahl. Im ersten Dialog entscheiden Sie sich zunächst für die Rubrik Privat und nutzen dann den Eintrag Adressen unter Beispieltabellen. Im unteren Bereich des Fensters können Sie jetzt durch Anklicken und einen Druck auf die Pfeiltasten die Felder übernehmen, die Sie nutzen wollen.

Feldauswahl Adressdatenbank Base

Folgen Sie einfach den weiteren Anweisungen des Assistenten. Für die Tabelle ist die Vergabe eines sogenannten Primärschlüssels wichtig. Im Verlauf des Assistenten können Sie diese wichtige Aufgabe automatisiert erledigen lassen. Jetzt öffnet sich die Ansicht der Tabelle.

Anlage Primärschlüssel Base

Tragen Sie dort die Daten der Empfänger ein. Am Ende schließen Sie einfach die Ansicht der Tabelle und speichern die Datenbank in Base.

Eingabe Adressdaten für Serienbrief in Base

Schritt 2: Melden Sie die Datenbank für den Serienbrief an

Damit der Writer später auch auf Ihre Adressen zugreifen kann, muss die Datenbank angemeldet werden. Dies kann der Assistent bereits beim Anlegen der Datenbank für Sie erledigen. Ich möchte Ihnen aber auch einmal diesen Vorgang zeigen.

Öffnen Sie den Writer und wählen Sie Ansicht, Datenquellen aus. Im oberen Teil des Fensters sehen Sie jetzt die Datenbanken, die für den Writer erreichbar sind. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den linken oberen Bereich des Fensters. Im Kontextmenü finden Sie den Eintrag Registrierte Datenbanken. Den nachfolgenden Dialiog erreichen Sie aber auch unter den Optionen des Programms in der Kategorie LibreOffice Base, Datenbanken.

Angemeldete Datenbanken in Writer

Klicken Sie dort auf Neu. Mit Durchsuchen navigieren Sie jetzt in den Ordner, in dem sich die Adressdatenbank befindet. Wählen Sie diese aus und vergeben Sie optional einen anderen internen Namen. Damit können Sie den Dialog verlassen und sich jetzt um den eigentlichen Serienbrief kümmern.

Auswahl neue Datenbank zur Anmeldung in Writer.

Schritt 3: Felder für den Seriendruck in LibreOffice Writer einfügen

Im Writer schreiben Sie jetzt am besten zunächst den Teil des Briefes, der sich nicht ändern soll. Dabei können Sie natürlich auch auf bereits vorhandene Vorlagen zugreifen. Um eine Variable aus der Datenbank einzufügen, wählen Sie Einfügen, Feldbefehl, Andere. Wechseln Sie im nächsten Dialog in das Register Datenbank.

Unter Feldtyp im linken Rand markieren Sie Seriendruck-Feld und wählen im rechten Teil Ihre Datenbank aus. Mit einem Klick auf die Pluszeichen navigieren Sie dort in die Tabelle, die die gewünschten Daten und damit Felder enthält. Nach der Auswahl eines Feldes klicken Sie auf Einfügen.

Seriendruckfeld aus Base einfügen.

Der Dialog bleibt geöffnet, damit Sie schneller und einfacher auch weitere Felder eintragen können.

Schritt 4: Serienbrief drucken

Wenn Sie mit Ihrem Brief soweit zufrieden sind, können Sie sich an die Ausgabe des Briefes machen. Klicken Sie einfach auf das Drucker-Symbol. Der Writer erkennt, dass Sie Serienbrieffelder in Ihren Text integriert haben und möchte von Ihnen wissen, ob Sie den Serienbrief drucken wollen.

Nachfrage Writer zum Druck Serienbrief

Bestätigen Sie dies, zeigt Ihnen das Programm eine Liste der Daten an. In der Symbolleiste finden Sie einige Werkzeuge, mit denen Sie die Datensätze auch filtern können. Die Möglichkeiten, die sich Ihnen hier bieten, sind die gleichen, die Sie auch über den Assistenten erreichen. Schließlich legen Sie noch fest, ob Sie die gefilterten Elemente direkt drucken oder an eine Datei übergeben wollen.

Danach beginnt die Ausgabe des Serienbriefes – ganz ohne Assistenten.

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Blindtexte zeitsparend anlegen – mit Word, LibreOffice und anderen Tools

19. April 2011

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Ob Autor, Designer oder Layouter. Immer wieder benötigt man eine Menge an mehr oder weniger sinnlosen Text, der lediglich dazu dient, sich vom Erscheinungsbild des Textes zu überzeugen. Blindtext können Sie natürlich auch einfach durch Tippen erzeugen. Aber wieso sollten Sie sich diese Mühe machen? Sparen Sie Zeit mit den hier vorgestellten Möglichkeiten.

Blindtexte mit LibreOffice und OpenOffice

Egal ob Sie mit OpenOffice oder seinem Vetter LibreOffice schreiben. In jedem Textdokument steht Ihnen auf Knopfdruck Blindtext zur Verfügung. Dazu platzieren Sie die Schreibmarke an einer beliebigen Stelle und tragen dann „BT“ ein. Drücken Sie anschließend die Taste F3. Rund eine halbe Seite wird mit einer kleinen Geschichte gefüllt.

Word kann auch Lorem Ipsum

Das Schreibprogramm von Microsoft verfügt ebenfalls über eine eingebaute Funktion, mit der Sie Seiten füllen können. Damit ist es sogar möglich, die Zahl der Absätze und darin enthaltenen Sätze zu definieren. Platzieren Sie die Schreibmarke an der gewünschten Position und geben Sie dort

=rand(<Zahl der Absätze>, <Zahl der Sätze>) ein. Einmal auf die Eingabetaste drücken und schon erhalten Sie Ihren Mustertext.

Blindtexte mit Word erzeugen

LittleIpsum (Mac)

Wer auf seinem Mac häufiger Blindtexte benötigt, aber weder zu den Schreibprogrammen greifen kann oder will, sollte mal über die Anschaffung von LittleIpsum nachdenken. Die Anwendung ist kostenfrei und klinkt sich in die Menüleiste ein. Wenn Sie nun Blindtext benötigen, klicken Sie einmal mit der Maus auf das Icon und bewegen den Mauszeiger in dem aufklappenden Fenster. Sie können darüber einzelne Wörter, Sätze oder Absätze in die Zwischenablage kopieren. Klicken Sie dagegen mit der rechten Taste wählen Sie auf diese Weise HTML-Text aus.

Little Ipsum für den Mac

Blindtextgenerator.de

Das Angebot von Blindtextgenerator.de ist das ideale Werkzeug für alle, die auch einmal etwas Abwechslung von „Lorem ipsum“ suchen. Natürlich liefert Ihnen der Service auch diesen Text. Sie haben aber auch die Wahl zwischen einer Textpassage aus Kafkas „Process“ oder Goethes „Werther“. Über die Optionen steuern Sie, wie groß die Textmenge sein soll.

Blindtextgenerator

Titelbild: RainerSturm / pixelio.de

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LibreOffice: Tabellenname in Zelle anzeigen lassen

14. April 2011

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Gründe dafür in einer Zelle von Calc den Namen des aktuellen Tabellenblatts anzuzeigen, gibt es reichlich: Vielleicht pflegen Sie Monatsberichte, für die Sie eine Vorlage angefertigt haben. Sie sparen sich einfach Arbeit und die Tabelle sieht professioneller aus, wenn Sie den Namen der Tabelle direkt in einer Zelle platzieren. Sobald Sie den Reiter der Tabelle umbenennen, befindet sich dann auch sein Name etwa in der Überschrift des Blattes. Die Umsetzung ist nicht schwierig. Sie müssen dazu lediglich einige Funktionen miteinander kombinieren.

Die Funktion ZELLE

ZELLE() liefert Informationen zur Adressierung, Formatierung oder eben auch zur Datei zurück, in der sich die Zelle befindet. Mittels eines Parameters können Sie den kompletten Pfad der Datei zurückgeben lassen. Dazu zählt eben auch der Name der Tabelle.

=ZELLE("FILENAME";D2)

Liefert Ihnen den Dateinamen, inklusive Tabelle, zurück. Dabei wird die Zelle D2 untersucht. Wenn Sie die Funktion einmal ausprobieren, werden Sie feststellen, dass der Name der Tabelle hinter einem Dollarzeichen gesetzt ist. Dies ist immer so und genau das können Sie nutzen!

Funktion RECHTS

Die Funktion RECHTS() liefert in Calc eine Zeichenkette zurück. Dabei wird ein Text untersucht und so viele Zeichen, wie Sie definieren, vom rechten Rand aus gesehen, ausgegeben.

Die Funktion würde sich also wunderbar dazu eignen, den Tabellennamen auszugeben, allerdings stellen sich Ihnen zwei Probleme. Einerseits wissen Sie nicht, wie lang der Name des Tabellenblatts ist. Sie können also nicht angeben, wie viele Zeichen Sie benötigen. Und der Dateiname ist ebenfalls variabel. Sie brauchen eine weitere Funktion.

Funktion SUCHEN

Mit SUCHEN() ermitteln Sie die Position eines gesuchten Textes innerhalb eines anderen Textes. Da Sie wissen, dass der Name der Tabelle immer von einem Dollarzeichen angeführt ist, können Sie mit dieser Funktion nach dem Dollarzeichen suchen und erhalten die Position innerhalb der Zeichenkette zurück. Damit ist ein wichtiger Anhaltspunkt für die weitere Arbeit gewonnen.

Die allgemeine Aufruf der Funktion sieht so aus:

SUCHEN("Gesuchter Text";"TEXT DER UNTERSUCHT WIRD";<OPTIONAL> POSITION AB DER GESUCHT WIRD)

Dieser Funktion übergeben Sie jetzt einfach die Suche nach dem Dollarzeichen und als Text, der untersucht wird, dass Ergebnis der Funktion ZELLE. Das sieht dann so aus: SUCHEN("$";(ZELLE("FILENAME";A1))

Funktion LÄNGE

Die Funktion SUCHEN liefert Ihnen einen Zahlwert zurück, der beschreibt, an welcher Stelle sich das gesuchte Zeichen befindet. Allerdings fehlt Ihnen für den Einsatz von RECHTS noch ein wichtige Zusatzinformation: Die Länge des gesamten Dateinamens. Diesen Wert liefert Ihnen die Funktion LÄNGE(). Sie erwartet ebenfalls einen Text oder das Ergebnis einer Funktion. Damit haben Sie jetzt alle Informationen zusammen, um den Tabellennamen zu extrahieren.

Funktion um den Tabellennamen zu extrahieren

Die Kombination der Funktionen ist jetzt gar nicht schwer. Schematisch sieht das so aus: RECHTS(<Ergebnis der Funktion ZELLE>;<VARIABLE>)

Die <VARIABLE> in diesem Beispiel ist das Ergebnis aus LÄNGE()-SUCHEN()

Denn dieses Ergebnis liefert genau die Anzahl der Zeichen zurück, die Sie ausgeben müssen. Ist das Ergebnis von LÄNGE, also dem Dateipfad beispielsweise 125 Zeichen lang, und das Ergebnis von SUCHEN 117, bedeutet dies, dass vom rechten Rand ausgesehen noch 8 Zeichen übrig bleiben, bis das Dollarzeichen erscheint. Und genau diese gibt dann RECHTS aus. Soll nach wie vor A1 untersucht werden, lautet die finale Formel damit:

=RECHTS((ZELLE("FILENAME";A1));LÄNGE((ZELLE("FILENAME";A1)))-SUCHEN("$";(ZELLE("FILENAME";A1))))

Titelbild: Benjamin Klack / pixelio.de

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