Tag Archiv: dateimanagement

Cruftbuster – organisieren Sie Ihre Dateien automatisch (Linux)

11. Juli 2011

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Mit Hazel steht Mac-Anwendern ein sehr gutes Werkzeug zur Verfügung, das bei der automatischen Organisation von Dateien hilft. Es leert zuverlässig den Papierkorb und mit seinem umfangreichen Regelwerk verschieben Sie etwa längere Zeit nicht mehr benutze Dateien in ein Archiv oder speichern Downloads in Abhängigkeit der Dateiart in den passenden Ordnern Ihres Systems. Je intensiver man sich mit der Software beschäftigt, auf umso mehr Ideen bringt einen das Tool. Auch für Windows stehen ähnliche Programme zur Verfügung. Lediglich die Linux-Gemeinde musste bisher darauf verzichten.

Das ändert sich mit Cruftbuster. Die in Python geschriebene Anwendung befindet sich noch im Alphastadium, arbeitet aber bereits sehr zufriedenstellend unter Ubuntu und OpenSuse.

Keine Installation notwendig

Das Programm wird als Tar-Archiv zum Download angeboten. Laden Sie sich die Datei auf Ihren Rechner und öffnen Sie das Archiv. Sie müssen lediglich den darin enthaltenen Ordner aus dem Archivmanager mit der Maus in ein Verzeichnis auf Ihrem System bewegen, um mit dem Entpacken zu beginnen. Anschließend wechseln Sie in Nautilus oder einem anderen Dateimanager in diesen Ordner.

Vorbereitung Aufruf Cruftbuster

Suchen Sie dort nach der Datei MainScreen.Py und klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf. Über Eigenschaften, Zugriffsrechte prüfen Sie, ob die Option Datei als Programm ausführen aktiviert wurde. Andernfalls holen Sie dies nach. Klicken Sie doppelt auf die Datei, fragt Sie das System, ob diese als Programm ausgeführt werden soll. Klicken Sie auf Ausführen, um mit Cruftbuster zu arbeiten.

So funktioniert Cruftbuster

Ähnlich wie Hazel, das den Entwickler offensichtlich inspiriert hat, überwacht Cruftbuster von Ihnen definierte Ordner des Systems. Dort wird geprüft, ob die in den verschiedenen Regeln hinterlegten Bedingungen zutreffen. Ist dies der Fall, wird die mit einer Regel verknüpfte Aktion ausgeführt. Aktionen sind derzeit:

  • Verschieben
  • Kopieren
  • Umbenennen
  • Löschen
  • Öffnen

Dabei sind auch Kombinationen möglich. Sie können also die gefundenen Dateien erst umbenennen lassen, um diese anschließend an einen Ort Ihrer Wahl zu verschieben.

Legen Sie eigene Regeln an

Damit sich Cruftbuster um Ihre Dateien kümmern kann, klicken Sie im Programmfenster zunächst auf das Pluszeichen auf der linken Seite im Bereich Folder. Navigieren Sie jetzt zum gewünschten Ordner und schließen Sie die Wahl mit Öffnen ab.

Programmfenster Cruftbuster

Damit wird der Eintrag in der Ordnerliste markiert und Sie können die Regeln einrichten, die auf diesen Ordner angewendet werden sollen. Dazu klicken Sie auf das Pluszeichen im rechten Bereich des Fensters. Vergeben Sie einen Namen für diesen Filter und aktivieren Sie die Ausführung mit einem Klick auf Enabled. Optional können Sie auch festlegen, dass die Ausführung erst durch einen Mausklick bestätigt werden muss.

Im oberen Bereich des Fensters definieren Sie die Bedingungen. Über das erste Listenfeld müssen Sie festlegen, ob all oder nur eine der Bedingungen erfüllt sein muss, damit die Aktion ausgeführt wird. Untersuchen können Sie:

  • Namen
  • Dateityp
  • Dateigröße
  • Datum der letzten Änderung
  • Datum der letzten Öffnung
  • Erstellungsdatum

Mit den dazu gehörenden Bedingungen finden Sie so schnell alle Dateien heraus, die bereits seit längerem nicht mehr genutzt worden sind. Mit wenigen Mausklicks können Sie so etwa das Download-Verzeichnis untersuchen und alle Musikdateien, Programmpakete und PDF-Dateien getrennt in unterschiedliche Verzeichnisse verschieben.

Regeldefinition Cruftbuster

Passt das Regelwerk soweit, übernehmen Sie die Einstellungen mit einem Klick auf OK oder Sie führen zunächst einen Test mit einem Klick auf die gleichnamige Schaltfläche durch. Cruftbuster residiert in der Menüleiste. So können Sie jederzeit neue Regel aufstellen oder die Einstellungen aufrufen.

Einstellungen Cruftbuster

Dort finden Sie auch eine Option, um den Papierkorb regelmäßig zu lehren.

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Daten einfach sicher löschen unter Windows 7

30. Mai 2011

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Unter Experten herrscht Einigkeit darüber, dass das einfache Löschen einer Datei nicht ausreicht, um diese sicher von der Festplatte zu entfernen. Wer beispielsweise mit personenbezogenen Daten hantiert, muss dafür sorgen, dass die Daten überschrieben werden, damit diese nicht mehr wiederhergestellt werden können. Wie oft dieser Schreibvorgang durchgeführt werden muss, ist allerdings nicht unumstritten.

Umso erstaunlicher ist es, dass bisher keine Windows-Version gibt, die mit Bordmitteln zum sicheren Löschen in der Lage ist. Das Programm Free File Wiper ist kostenlos und schließt diese Lücke.

Keine Installation erforderlich

Das Werkzeug erfordert keine reguläre Installation. Sie laden sich die aktuelle Version in Form eines Archivs auf Ihren Rechner und entpacken das Programm an einen Ort Ihrer Wahl. Damit eignet sich Free File Wiper auch für die Nutzung von einem USB-Stick aus. Starten Sie die Anwendung einfach mittels eines Doppelklicks.

Kurzhilfe beim Start von Free File Wiper

Free File Wiper an Bedürfnisse anpassen

Das Programm residiert im System Tray und platziert ein kleines Icon auf Ihren Desktop. Mit einem Klick auf das Icon im Systray blenden Sie dieses Bildchen ein oder aus. Mit einem Rechtsklick werden die Optionen des Programm sichtbar. Diese sind sehr übersichtlich gestaltet.

Optionen von Free File Wiper

Sie definieren lediglich, wie oft die Dateien überschrieben werden sollen und können außerdem festlegen, ob das Icon auf dem Schreibtisch transparent erscheinen soll.

Einfachstes Löschen von Dateien

Generell müssen Sie beim Einsatz eines solchen Programm vorsichtig sein. Ist eine Datei einmal überschrieben, haben Sie tatsächlich keine Chance mehr, an den Inhalt zu gelangen. Sie sollten also sicher sein, dass Sie auch tatsächlich nur die gewünschten Dateien markiert haben.

Ziehen Sie Dateien auf dieses Symbol

Markieren Sie die die Dateien oder auch ein Verzeichnis im Explorer. Ziehen Sie jetzt die markierten Einträge auf das blaue Symbol eines Papierkorbs. Es erscheint eine Sicherheitsabfrage. Wenn Sie diesen Dialog bestätigen, wird mit dem Überschreiben begonnen. Ebenfalls im Systemtray erhalten Sie eine kurze Vollzugsmeldung.

Die Software ist einfach in der Bedienung und macht exakt das, was Sie davon erwarten. Genauso, wie es sein soll.

Titelbild: pariah083 / pixelio.de

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Finden Sie doppelte Dateien mit DupeGuru (Mac, Windows, Linux)

28. April 2011

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Der Frühling ist da! Zeit, sich auch einmal intensiver mit der Pflege des Computers zu beschäftigen, oder?

Vielleicht verschwenden ja auch Sie mit doppelten Dateien jede Menge Speicherplatz auf Ihrer Festplatte. Das Programm DupeGuru, das für Windows, Mac und Linux verfügbar ist, stöbert solche Dubletten auf. Das funktioniert sogar dann, wenn die Dateinamen nichts miteinander zu tun haben.

Laden Sie sich die Version für Ihr Betriebssystem herunter und installieren Sie die Anwendung. Unter Windows wird vor dem eigentlichen Setup noch eine Zusatzkomponente heruntergeladen und installiert. Die Mac-Version installieren Sie wie gewohnt, durch Doppelklick und Verschieben in den Programmordner. Die Linux-Variante wird in Form eines DEB-Pakets verteilt, das Sie mit dem Paketmanager aufspielen.

Verzeichnisse auswählen

Nachdem Sie das Programm gestartet haben, begrüßt Sie die Anwendung mit einem fast leeren Programmfenster. Im ersten Schritt teilen Sie DupeGuru mit, welche Verzeichnisse Ihres Systems untersucht werden sollen. Dazu klicken Sie auf das kleine Pluszeichen am unteren Rand des Fensters und wählen Add Folder aus. Jetzt navigieren Sie zum ersten Ordner, den Sie untersuchen wollen. Fügen Sie auf diese Weise weitere Verzeichnisse hinzu.

Ordnerauswahl mit Dupeguru

Verzeichnisse scannen

Wenn Sie die Auswahl der Ordner abgeschlossen haben, klicken Sie auf Scan. Die Software liest jetzt zunächst die Dateien ein. Das kann einen Moment dauern. Liegt die Dateiliste vor, untersucht DupeGuru die Elemente auf doppelte Einträge.

Suchergebnis Dupeguru

Dubletten bearbeiten

Sie erhalten nach Abschluss der Untersuchung die Liste der Dateien. Doppelte Einträge sind markiert und die Software zeigt Ihnen am Ende der Zeile jeweils den Grad der Übereinstimmung. Über die Optionsfelder vor dem jeweiligen Eintrag markieren Sie die Datei, um eines der angebotenen Kommandos auszuführen. Aus dem Menü Mark können Sie auch auf einen Schlag alle Elemente markieren (auf dem Mac nutzen Sie das Zahnrad-Icon dafür).

Unter Actions bietet Ihnen das Programm eine Reihe von Möglichkeiten. Sie können die Doubletten direkt in den Papierkorb verschieben. Oder Sie verschieben die Elemente in ein separates Verzeichnis, um diese etwa zunächst auf einem Datenträger zu speichern, bevor sie gelöscht werden.

Das Programm ist kostenlos, der Autor bittet aber um Spenden. Zu seinen weiteren Arbeiten gehört auch ein Tool, mit dem Sie gezielt doppelte Musik- und Audiodateien suchen können.

Titelbild: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

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Den Finder verbessern – oder Alternativen nutzen (Mac, Dateimanagement)

29. März 2011

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Zwei Anwendungen sind es, die den Mac-Umsteiger bei seinen ersten Schritten schockieren werden. Zum einen Apple Mail: Es ist kostenlos und man kann damit E-Mails senden und empfangen. Komfort und aktuelle Funktionen sehen aber anders aus.

Und der Finder zählt zweifellos nicht zu den herausragenden Leistungen modernen Software-Designs. Dennoch kann man einiges tun, um angenehmer mit dem Dateimanager zu arbeiten.

Aktuellen Pfad anzeigen

Leider zeigt der Finder nicht standardmäßig den Pfad zum aktuellen Verzeichnis an. Dabei bietet das Programm in seinen Einstellungen durchaus die Möglichkeit dazu. Einmal aktiviert wird damit der Wechsel in ein darüber liegendes Verzeichnis einfacher. Wenn Sie sich den Pfad anzeigen lassen wollen, rufen Sie „Darstellung, Pfadleiste einblenden“ auf. Diese Leiste befindet sich am unteren Rand des Finders. Mit einem Doppelklick wechseln Sie dann in den gewünschten Ordner.

Pfadanzeige Finder

Außerdem können Sie die Navigationsleiste mit einem Schalter für den Pfad ergänzen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die Leiste und nutzen Sie das Kommando Symbolleiste anpassen. Im nachfolgenden Dialog ziehen Sie dann den Schalter Pfad in die Leiste.

Mit einem Klick darauf erhalten Sie dann ebenfalls eine Darstellung des aktuellen Pfad und können schneller navigieren.

Immer die gleiche Darstellung nutzen

Der Finder öffnet einen Ordner immer mit der zuletzt verwendeten Ansicht. Sie können dies aber ändern, in dem Sie jedem Verzeichnis eine Standard-Ansicht zuordnen. Dazu wechseln Sie in den Ordner und stellen die Ansicht ein, die Sie bevorzugen. Über Darstellung, Darstellungsoptionen einblenden rufen Sie sich einen Inspektor auf den Schirm. Hier aktivieren Sie die Option im oberen Bereich des Fensters. Ab jetzt öffnet sich der Ordner immer in der von Ihnen gewählten Darstellung.

Standardansicht für Ordner

Top-Verzeichnisse unter Orte speichern

Über Orte in der Seitenleiste des Finder können Sie wichtige Verzeichnisse so ablegen, dass Sie diese mit einem Mausklick erreichen. Dazu schieben Sie mit der Maus einen Ordner aus der Mitte des Finder-Fensters in den Bereich. Wollen Sie dies später wieder rückgängig machen, genügt ein Sekundärklick. Im Kontextmenü finden Sie dann den Eintrag, um das Element aus der Seitenleiste zu entfernen.

Suche einschränken

Wenn Sie mit dem Finder nach einer Datei suchen, wird immer die gesamte Installation einbezogen. Überflüssig, wenn Sie ja bereits den ungefähren Speicherort kennen. Legen Sie in den Einstellungen des Finders fest, dass immer nur der aktuelle Ordner durchsucht wird.

Dazu führen Sie Finder, Einstellungen aus. Im Register Erweitert legen Sie dann einfach den aktuellen Ordner als Ausgangspunkt für die Suche dauerhaft fest.

Nur aktuellen Ordner durchsuchen Finder

Finder Alternativen ausprobieren

Wer sich auf Dauer nicht mit dem Finder anfreunden kann oder will, sollte sich einmal eine der Alternativen bzw. Ergänzungen dazu ansehen.

Total Finder

Total Finder setzt auf dem Finder auf, verpasst diesem aber ein anderes Gesicht. Zu den wesentlichen Vorteilen dieses Programms gehören:

  • Kopieren und Verschieben von Dateien mit Tastenkürzel. Einfach mit CMD+C oder CMD+X die Datei auswählen und dann genauso einfach einfügen.
  • Sie arbeiten mit Tabs und sparen sich den Wechsel zwischen verschiedenen Finder-Fenstern.
  • Im Dual-Mode betrachten Sie den Dateibestand in zwei nebeneinanderliegenden Fenstern. Die klassische Bildschirmansicht vieler Dateimanager.
  • Ein Tastendruck genügt und schon blendet Ihnen das Programm auch die Systemdateien ein. Kein mühseligen Umstellen der Finder-Einstellungen mehr.

Für 15 Dollar eine wirklich lohnenswerte Erleichterung.

Total Finder

Path Finder

Path Finder geht noch einen Schritt weiter und ersetzt den Finder vollständig. Das Programm hat eine Menge zu bieten.

  • Tab-Browsing und Dualmode: Auch dieses Programm zeigt Ihnen die Dateien nicht in separaten Fensters sondern in Form von Tabs oder nebeneinanderliegenden Programmfenstern an.
  • Kopieren und Verschieben über die Zwischenablage.
  • Sie landen mit nur einem Befehl direkt im Terminal im ausgewählten Verzeichnis.
  • Eingebauter Packer: Direkt aus dem Programm packen Sie Archive in unterschiedlichsten Formaten. Das kann der Finder nicht.
  • Sicheres Löschen von Dateien: In unterschiedlichen Stufen werden zu löschende Daten mehrfach überschrieben.

Path Finder für den Mac

Der Path-Finder bietet so viele Möglichkeiten, dass Sie sich anschließend nur schwer wieder an den Finder gewöhnen werden. So viel Luxus hat aber auch seinen Preis. Die Vollversion kostet immerhin 39 Dollar. Diesen Preis ist der Tausendsassa aber auch durchaus Wert.

Titelbild: RainerSturm / pixelio.de

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Tipps für den Windows Explorer – besser Dateien verwalten (Windows)

28. März 2011

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Windows 7 ist ein ein gelungenes Betriebssystem. Obwohl es nur geringfügig schneller als Windows Vista ist, fühlt es sich deutlich schneller an und arbeitet sehr stabil. Der Windows Explorer als Schnittstelle zum Dateisystem hat sich über die Jahre allerdings kaum verändert.

Tipps zum Windows Explorer

Der Explorer in Windows 7 gibt durchaus Anlass zur Kritik, das tut der Finder unter MacOS allerdings ebenfalls seit Jahren. Wer sich aber längere Zeit mit dem Werkzeug beschäftigt, findet dabei durchaus Funktionen, die die Arbeit erträglicher machen.

Klassisches Menü einblenden

Wer den Explorer startet, muss sich zunächst mit der schlichten Oberfläche anfreunden, die völlig ohne ein Menü auszukommen scheint. Gerade das irritiert viele Anwender. Sie können Ihr klassisches Menü aber wiederbekommen: Drücken Sie dazu einfach einmal die <Alt>-Taste. Damit stehen die gewohnten Menüeinträge wieder zur Auswahl.

Klassisches Menü im Windows Explorer

Wenn Sie diese Option dauerhaft nutzen wollen, wechseln Sie über „Organisieren, Ordner- und Suchoptionen“ in die Einstellungen. Sie finden dort den Eintrag „Immer Menüs anzeigen“ im Register „Ansicht“.

Vorschaufunktion entdeckt?

Während Konkurrent Apple eine solche Funktion wahrscheinlich gleich als Revolution und „beste Weise, mit der Du Deine Dateien verwalten kannst“ gefeiert hätte, wird die Vorschau im Explorer von Microsoft versteckt. Über „Organisieren, Layout, Vorschaufenster” blenden Sie sich einen dritten Bereich im Programmfenster ein.

Vorschaufunktion im Windows Explorer

Klicken Sie auf einen bekannten Dateityp, zeigt Ihnen das Programm darin den Dateiinhalt an. Das klappt auch mit Office-Dokumenten, allerdings kann es einen Moment dauern, bis der Betrachter dafür startet.

Den exakten Pfad ermitteln

In der Adressleiste zeigt Ihnen der Explorer die Bezeichnungen der gewählten Ordner an. Der eigentliche Pfad zur Datei auf der Festplatte verbirgt Ihnen das Programm aber auf diesem Weg. Klicken Sie dagegen auf einer freien Stelle in der Zeile, wechselt die Ansicht und Sie erhalten die Pfadangabe.

Schnell zu den letzten Verzeichnissen springen

Der Explorer versucht, wie auch der Finder, die Logik eines Internet Browsers auf das Dateimanagement zu übertragen. Wie ein Browser, speichert auch der Explorer die zuletzt geöffneten Verzeichnisse. Wenn Sie direkt zu diesen Einträgen springen wollen, klicken Sie auf den kleinen Pfeil neben dem Schalter „Vor“. Aus dem herunterklappenden Menü entscheiden Sie sich für einen der Einträge.

Sprung zu Verzeichnissen Internet Explorer

Dateieigenschaften ändern

Es lohnt sich auf alle Fälle, die Details einer Datei anzeigen zu lassen. Damit können Sie nämlich auch die Eigenschaften des Dokuments bequem aus dem Explorer heraus ändern, selbst wenn die Quellanwendung nicht läuft. Um also das Thema oder den Autoren eines Word-Dokuments zu ändern, tragen Sie die Informationen dazu direkt in die Details ein. Über „Organisieren, Layout, Detailbereich” aktivieren Sie diese Anzeige.

Die kostenlosen Alternativen

Wer sich auf die Dauer nicht mit dem Windows Explorer anfreunden will, kann zwischen einigen kostenfreien Alternativen wählen. Der Ultra Explorer bietet auf Wunsch die klassische zweigeteilte Ansicht auf einen Ordner, die gerade Profis schätzen. Durch diese Zweiteilung wird das Verschieben und Kopieren von Dateien besonders angenehm.

Die Arbeitsbereiche sind in Tabs organisiert. Das Markieren und Ausschließen von Dateien aus der Markierung sind dank Menübefehlen schnell erledigt. Außerdem greifen Sie auf Funktionen zurück, die der Explorer in dieser Form nicht bietet. Dazu gehört das einfache Kopieren eines Ornderpfades in die Zwischenablage. Eine Wohltat für alle, die für Kollegen Dokumentationen schreiben.

Innerhalb der Software stellen Sie mit einem Mausklick die Sprache auf Deutsch um, was die Arbeit noch angenehmer macht.

Ultra Explorer als Alternative zum Explorer

Der FreeCommander ist eine deutschsprachige Entwicklung. Auch diese Alternative bietet eine zweigeteilte Ansicht auf den Datenbestand. Dank einprägsamer Tastenkürzel markieren Sie Dateien extrem schnell. Viele Komfortfunktionen erleichtern die Arbeit im Alltag. Mit einem Befehl ermitteln Sie schnell die Größen der angezeigten Ordner. So erkennen Sie mit einem Blick, wo auf dem System Sie möglicherweise Platz verschwenden. Insgesamt eine blitzsauber gearbeitete Applikation, die die Produktivität am Computer deutlich erhöht.

FreeCommander

Titelbild: Gerd Altmann / pixelio.de

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Gesucht, gefunden: Tipps für die Windows-Suche (Win)

14. Januar 2011

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Mit Spotlight steht den Nutzern eines Mac eine sehr leistungsstarke Suchfunktion für den eigenen Rechner an sehr prominenter Stelle zur Verfügung. Dagegen führt die in Windows 7 und Vista integrierte Suchfunktion ein eher stiefmütterliches Dasein. Völlig unbegründet, denn auch damit finden Sie schnell das gesuchte Dokument. Seinen eher schlechten Ruf verdankt die Funktion den Anfangstagen, als das Indizieren der Festplatte und Ordner das System extrem belastet und ausgebremst haben.

Zwei Zugriffsmöglichkeiten

Um Ihren Computer zu durchsuchen, haben Sie zwei Eingabemöglichkeiten. Nach dem Klick auf das Windows-Symbol im Startmenü befindet sich am unteren Ende die Eingabe für die Suche. Bereits dort können Sie nach Dateien und Programmen suchen. Alle Suchverfeinerungen, die Sie in diesem Beitrag lesen, können auch bereits hier eingegeben werden.

Sie finden die gleiche Suchmaske ebenfalls direkt im Fenster des Explorers. Sobald Sie also etwa die Bibliothek öffnen, können Sie im rechten oberen Bereich des Fensters nach Dateien suchen.

Die Suche nach Programmen direkt im Startmenü macht, zumindest in dieser Hinsicht, die Anschaffung eines Launcher wie Launchy überflüssig. Es genügt hier den Namen bzw. Die Anfangsbuchstaben eines Programms einzugeben. In der Trefferliste markieren Sie den Eintrag, drücken die Eingabetaste und die Anwendung startet.

Logische Verknüpfungen

Leider machen nur die wenigsten Anwender von den erweiterten Suchfunktionen Gebrauch. Dabei sind diese ähnlich ausgefeilt, wie bei einer Suchmaschine für das Internet. Die Windows-Suche kennt die Verknüpfung einzelner Bestandteile mittels logischer Verknüpfungen.

  • UND: Wenn Sie zwei Begriffe oder zwei Suchterme miteinander verknüpfen wollen, geht dies mittels der Eingabe eines «UND». Die Eingabe von «Social UND Roi» findet alle Dateien, in denen die beiden Begriff vorkommen, auch wenn diese nicht unmittelbar nebeneinander stehen.
  • ODER: Dokumente werden dann als Treffer bewerten, wenn Sie entweder den einen oder den anderen Begriff enthalten.
  • NICHT: Mit diesem Parameter können Sie einen Parameter explizit von den Treffern ausschließen. Dieser Parameter ist dann sehr nützlich, wenn Sie ihn mit der Suche auf bestimmte Dokumentenarten kombinieren.
  • Exakte Suche: Wenn Sie nach einer exakten Zeichenkette suchen wollen, setzen Sie den Begriff in Anführungszeichen. Nur Dateien, die diese Zeichenkette exakt in der Schreibung enthalten, werden als Treffer ausgegeben.
  • Suche nach Dateinamen: Normalerweise durchsucht Windows sowohl den Inhalt als auch den Dateinamen nach den gewünschten Begriffen. Sie können die Suche aber auch auf den Dateinamen selbst beschränken. Dazu müssen Sie dann allerdings «name:» eingeben.

Logische Verknüpfung in der Windows-Suche

Suche nach Dateinamen in der Windows-Suche

Suche auf bestimmte Dokument-Typen begrenzen

Die Windows-Suche können Sie auf bestimmten Dokumenten-Arten einschränken. Dazu geben Sie zusätzlich den Begriff «art:» ein. Anschließend klappt eine Auswahlliste herunter, aus der Sie bequem die gewünschte Gattung markieren. Natürlich dürfen Sie diese auch unmittelbar eintragen. Gültige Arten sind:

  • Bild
  • Dokument: Textdateien, Office-Dokumente
  • E-Mail
  • Feed
  • Ordner
  • Journal
  • Link
  • Film
  • Musik
  • Notiz
  • Programm
  • Video
  • Webverlauf

Von den Arten müssen Sie noch die Dokument-Typen unterscheiden. Durch die Eingabe von «typ:=» können Sie zusätzlich oder anstelle der Dokumentart noch einen Dateityp angehen. Dabei notieren Sie die Extension mit einem vorangestellten Punkt. Erlaubte Typen sind alle auf dem System eingerichteten Dateierweiterungen. Eine möglich Eingabe könnte also so aussehen: «roi AND typ:=.jpg»

Suche nach Dateiarten in der Windows-Suche

Nutzen Sie die natürliche Sprache

Noch schneller können Sie die Suchbegriffe eintragen, wenn Sie die Suche mittels natürlicher Sprache erlauben. Danach können Sie immer noch die Suchparameter in der gerade gezeigten Form eingeben. Zusätzlich erkennt Windows aber auch Schlüsselbegriffe in Ihrer Eingabe. Statt «Beatles UND art: Musik» können Sie dann nach «Beatles und Musik» suchen. Damit Sie diese Möglichkeit einsetzen können, muss sie allerdings zunächst aktiviert werden. Dazu klicken Sie im Explorer-Fenster auf den Schalter Organisieren und anschließend auf Ordner- und Suchoptionen.

Ordner und Suchoptionen in Windows

Wechseln Sie dann in das Register Suchen. Aktivieren Sie dort Unter Verwendung natürlicher Sprache suchen.

Aktivieren der natürlichen Sprache in der Windows-Suche

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Hygeia räumt Ihren Windows-PC auf!

13. September 2010

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Die Dateien auf dem eigenen Rechner neu zu ordnen und anschließend die Ordnung auch dauerhaft zu behalten, ist ein mühsames Unterfangen. Auf vielen Desktops und in temporären Verzeichnissen lagern dann riesige Datenmengen, die eigentlich anderswo liegen sollten. Hygeia ist ein kleines Werkzeug für Windows, das Ihnen beim Sortieren Ihrer Dateien hilft und zugleich auch automatisch Ordnung schaffen kann. Nach dem Aufruf präsentiert Ihnen die Software eine sehr aufgeräumte und übersichtliche Oberfläche.

  • «File pattern»: In diesem Abschnitt definieren Sie die Erkennungsmuster, nach denen die Software den Datenbestand durchsuchen soll. Dort bestimmen Sie auch, welche Aktionen mit den gefundenen Elementen durchgeführt werden sollen.
  • «Folder watchers»: Hier legen Sie fest, welche Verzeichnisse von Hygeia überwacht werden. Den Ordnern weisen Sie dann entsprechende Aktionen und Suchen aus den Mustern zu.
  • «One-time watch»: Diese Funktion hilt Ihnen beim Aufräumen des Systems. Es werden Ordner nicht dauerhaft überwacht, sondern lediglich einmal nach einem Dateitypus gesucht und die gewünschte Funktion ausgeführt.

Sie wollen alle Bilder aus einem Verzeichnis automatisch in ein anderes verschieben? Mit Hygeia ist das kein Problem. Sie legen einfach entsprechende Regeln ein und das Programm kümmert sich um den Rest.
Klicken Sie zunächst auf «File patterns», um eine Regel zu erstellen.
hygeia-1.jpg Im nachfolgenden Dialog klicken Sie einmal auf das Pluszeichen. Damit werden im rechten Bereich des Fensters die Felder beschreibbar. Tragen Sie hier zunächst einen neuen Namen für die Regel ein. Mit einem Klick auf das Pluszeichen im rechten Bereich öffnen Sie eine neue Zeile, um eine Regel anzulegen.
hygeia-2.jpg Im ersten Listenfeld legen Sie ein Kriterium fest, das untersucht wird. Die reicht von Dateinamen über Erweiterungen bis zur Dateiart. Wenn Sie in diesem Beispiel die unterschiedlichsten Bilddateien verschieben wollen, entscheiden Sie sich am einfachsten für «Kind». Im mittleren Feld wird der Operator festgelegt. Welche Werte in diesem Feld angeboten werden, ist von der gewählten Bedingung abhängig. In diesem Fall haben Sie lediglich die Wahl zwischen «is» und «is not». Schließlich wählen Sie im letzten Feld die Dateiart aus. Mit einem Klick auf «Apply» übernehmen Sie die Bedingung. Wenn Sie wollen, fügen Sie nun eine weitere hinzu. Für dieses Beispiel genügt das bereits.
hygeia-3.jpg Wechseln Sie jetzt in der Register «Actions». Dort stehen Ihnen im oberen Listenfeld die Aktionen zur Verfügung. Durch eine Kombination von Regeln und Aktionen sind auch Arbeitsabläufe denkbar. So könnten Sie die frisch von Ihrer Kamera geladenen Bilder zunächst umbenennen, dann verschieben und schließlich noch ein Programm zur Bildbearbeitung öffnen. Richten Sie die gewünschten Optionen ein und verlassen Sie den Dialog mit OK.

hygeia-4.jpg Klicken Sie im Programmfenster jetzt auf «Folder watchers».Mit einem Klick auf das Pluszeichen öffnen Sie den Dialog für die Verzeichnisauswahl. Fügen Sie mit «Browse» den Ordner hinzu, den Sie überwachen wollen. Voreingestellt ist, dass alle Regeln, die Sie eingerichtet haben, auch auf den Ordner angewendet werden. Wollen Sie dies nicht, deaktivieren Sie die Option «Apply all pattern» und wählen Sie anschließend die Regeln aus dem Optionsfeld aus. Schließlich haben Sie die Wahl, ob Hygeia regelmäßig oder nur zu gewissen Zeiten den Ordner überwachsen soll.
Verlassen Sie den Dialog mit OK. Ab sofort ist die Regel aktiviert und der Ordner wird überwacht.
Mit einem Preis von unter 8 Dollar ist Hygeia preiswert. Funktional kommt es nicht ganz an das Mac-Programm Hazel heran, hilft Ihnen aber wirkungsvoll dabei, dauerhaft Ordnung auf dem Rechner zu halten.

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