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Outlook 2011, iCal und Google Kalender gemeinsam synchronisieren (Mac)

18. April 2011

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Mit dem aktuellen Service Pack 1 für Outlook 2011 für den Mac hat Microsoft eine von den Anwendern herbeigesehnte Funktion nachgerüstet: Endlich ist es damit auch möglich, den Kalender in Outlook mit Ical abzugleichen. Da es derzeit keine Möglichkeit gibt, Outlook mit dem Kalender von Google zu synchronisieren, stellt sich für die Nutzer von Android-Telefonen die Frage, wie die Daten aus Outlook auf ihrem Smartphone landen. Mit einem kleinen Tool ist das aber trotzdem möglich.

Zentrales System: iCal

Die Verbindung der verschiedenen Komponenten macht es notwendig, eine Anwendung als zentrale Datenbank anzusehen. Das bedeutet freilich nicht, dass Sie später nicht mit den anderen Komponenten ebenfalls Termine erfassen und bearbeiten können. Es geht lediglich darum, von einer führenden Anwendung auszugehen. Dies ist in diesem Fall iCal.

Der Terminplaner für den Mac kann ja auch mehrere Kalender verwalten, was die Unterscheidung zwischen privaten und beruflichen Terminen erleichtert. In meinen persönlichen Setup nutze ich einen lokal unter ICal vorliegenden Kalender für private Termine, während der Kalender bei Google alle beruflichen Verpflichtungen aufnimmt.

Busy Sync – installieren und einrichten

BusySync steht in einer kostenlosen Testversion zur Verfügung. Wenn Sie die Nutzung überzeugt, sind für eine Lizenz allerdings 40 Dollar zu zahlen. Das Programm klinkt sich in die Systemeinstellungen Ihres Macs ein. Das kleine Tool zeigt Ihnen bei Google gespeicherte Kalendern an und kann dort auch Ihre lokal vorhandenen Kalender veröffentlichen.

Dazu öffnen Sie in den Systemeinstellungen den Eintrag BusySync, den Sie unter Sonstige finden. Klicken Sie dort auf Google. Sie müssen Ihren Zugangsdaten hinterlegen, damit die Synchronisation hergestellt werden kann. Danach zeigt Ihnen das Programm alle bereits bei Google angelegten Kalender. Durch einfaches Anklicken können Sie das Abonnement eines Kalenders aktivieren. Im linken Bereich des Fensters dagegen legen Sie fest, welcher lokaler Kalender auch bei Google angezeigt werden soll.

Einrichtung BusySync

Haben Sie diese grundlegenden Einstellungen vorgenommen, erfolgt die Synchronisation automatisch. Damit stehen Ihnen in Google und auf dem Smartphone diese Kalender zur Verfügung.

Generell könnten Sie auch einen Google Kalender mittels Webdav ohne zusätzliches Werkzeug abonnieren. Aber Busy Sync kümmert sich in regelmäßigen Abständen um die Synchronisation. Dazu muss iCal nicht einmal gestartet sein, was den gesamten Vorgang viel bequemer macht.

Warum noch ein lokaler Kalender?

Sie werden sich fragen, warum Sie noch einen lokalen Kalender brauchen sollten. Schließlich könnten Sie ja auch alle Termine im Google Kalender führen, wenn sich dieser so problemlos mit Ihrem Mac abgleichen lässt. Teilweise weigern sich aber Anwendungen mit einem so eingerichteten Kalender zu kommunizieren. Deswegen ist es gut, eine lokale Datei vorliegen zu haben.

Outlook 2011 und iCal synchronisieren

Stellen Sie zunächst sicher, dass Sie das Service Pack 1 für Microsoft Office 2011 für Mac auf Ihren Rechner geladen haben. Unter Hilfe, Auf Updates überprüfen leiten Sie die Aktualisierung der Installation ein, sofern neuere Dateien vorhanden sind.

Bevor Sie die Synchronisation einrichten, sollten Sie die Kategorien von Outlook ausmisten. Sonst wird es später im Rahmen der Synchronisation unübersichtlich.

Dazu wechseln Sie in den Kalender über und klicken dort auf Organisieren. Aus der Menüleiste wählen Sie anschließend Kategorien aus. Der Dialog ist intuitiv bedienbar. Mit einem Klick auf den Eintrag und das Minuszeichen können Sie einen Eintrag dauerhaft entfernen. Oder Sie entfernen lediglich die Anzeige in der Navigation. Haben Sie den Abschnitt aufgeräumt, wechseln Sie in Tools.

Kategorien in Outlook 2011 bearbeiten

Starten Sie dort Synchronisierungsdienste. Im nachfolgenden Dialog klicken Sie auf den Eintrag Kalender und im rechten Bereich das gewünschte Konto, also die Kalenderdatei Auf meinem Kalender.

Synchronisation iCal und Outlook 2011

Damit haben Sie die Synchronisation geschafft und eingerichtet.

Eintrag in Outlook vornehmen

Um jetzt gezielt einen Eintrag unter Outlook für einen der beiden Kalender (oder auch weitere, wenn Sie dies bevorzugen) vorzunehmen, klicken Sie im Kalender auf Termin. Geben Sie anschließend die Details zur Verabredung ein.

Termine in iCal und Google Calendar in Outlook 2011 eintragen

Innerhalb des Dialogs klicken Sie auf Kategorisieren und wählen die Kategorie aus, zum Beispiel bei mir Lokaler Kalender. Dies ist in meinem Fall der auf dem System gespeicherte iCal-Kalender, der über BusySync auch bei Google landet und damit auch auf dem Android-Handy.

Titelbild: JMG / pixelio.de

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Schneller schreiben mit Swiftkey (Android)

26. Januar 2011

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Die Smartphones mit Android besitzen eine Textvervollständigung, die mehr oder weniger zufriedenstellend arbeitet. Wie viele Fehler und Missverständnisse sich die Funktion eigentlich erlaubt, werden Sie erst bemerken, wenn Sie einmal eine Alternative ausprobiert haben. SwiftKey ist eine solche Alternative. Der Hersteller verspricht, dass im Vergleich zur eingebauten Erkennung, deutlich weniger Zeichen geschrieben werden müssen, weil ein interner Algorithmus Vorhersagen darüber anstellt, welches Wort der Anwender vermutlich als Nächstes schreiben will.

Installation

SwiftKey kann direkt aus dem Android-Market als Trialversion bezogen werden. Nach dem ersten Start hilft Ihnen das Programm bei der Einrichtung. Sie müssen nämlich in den Einstellungen des Telefons die neue Eingabemethode erst freischalten. Damit das Tool tatsächlich mit seiner Kontexterkennung weiterhelfen kann, müssen Sie SwiftKey natürlich noch mitteilen, in welcher Sprache Sie schreiben. Dazu ist es notwendig, die entsprechenden Wörterbücher herunterzuladen. Nutzer eines Volumentarifs sollten das Handy am besten per WLAN mit dem Internet verbinden, um Kosten zu sparen. Über die Einstellungen des Telefons können Sie die Eingabe jederzeit aktivieren oder zum bewährten System zurückkehren. Dazu müssen Sie in die „Einstellungen“ und wechseln dort in „Gebietsschema und Text“. Von dort erreichen Sie auch die Einstellungen von SwiftKey selbst.

Aktivieren von Swiftkey

In den Programmoptionen wechseln Sie beispielsweise die Wörterbuchsprache und entscheiden sich bei Bedarf für ein anderes Tastaturlayout.

Optionen in Swiftkey

Bedienung

Die Bedienung von Swiftkey unterscheidet sich nicht sehr von der eingebauten Texterkennung. Über das gewählte Tastaturlayout geben Sie die Anfangsbuchstaben eines Begriffes ein. Das Wort, das als wahrscheinlichste angesehen wird, steht in der Mitte der Vorschläge. Alternativen werden Ihnen daneben angeboten. Mit der Leertaste übernehmen Sie den Hauptvorschlag. Das Interessante an SwiftKey ist, dass es Ihnen auch dann einen korrekten Vorschlag unterbreiten kann, wenn Sie sich vertippt haben. So könnten Sie, wenn Sie wollen „Msil“ schreiben, viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass Sie „Mails“ meinten. Deswegen stellt Swiftkey diese Alternative auch in die Mitte.

Swiftkey in Aktion

Je länger Sie sich mit der Software beschäftigen, desto erstaunlicher werden Sie die Erkennung und die Vorschlagsrate empfinden. Diese Rate können Sie noch weiter verbessern, in dem Sie die Software eine Analyse Ihrer SMS durchführen lassen. So trainiert die Software auch Eigennamen oder Wendungen, die Sie besonders häufig gebrauchen.

Wenn Sie SwiftKey überzeugt, können Sie die Vollversion für knapp 4 US-Dollar aus dem Market kaufen.

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GTD auf dem Android – ein Überblick

2. August 2010

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Die Mobiltelefone mit dem Betriebssystem Android haben sich als Alternative zum IPhone etabliert. Kein Wunder, dass inzwischen eine Menge Apps für Android angeboten werden, die alle dem Nutzer versprechen, seine Aufgaben noch besser zu verwalten. An dieser Stelle ein kleiner Überblick. Berücksichtigt wurden dabei nur Anwendungen, die entweder kostenlos oder in einer werbefinanzierten Version angeboten werden und wenigstens über englische Bedienerführung verfügen.

Action Complete

In nüchternen Blautönen präsentiert sich dieses Programm, das mit seinen vier Registermarken am oberen Rand des Bildschirms sehr aufgeräumt wirkt. Ganz nach der klassischen Lehre kennt das Programm lediglich die Listen Aktionen, Wartend, Projekte und Schwebend (Irgendwann). Am unteren Rand des Bildschirms ist eine Symbolleiste untergebracht, mit der Sie schnell auf die Übersicht zurückkehren, Ihre Tags verwalten und nach Aufgaben suchen können.

Startbildschirm Action Complete Android

Wenn Sie eine neue Aufgabe erfassen wollen, tippen Sie einmal auf das Pluszeichen. Der Dialog fragt alle relevanten Informationen in sehr übersichtlicher Form von Ihnen ab. Neben der Zuordnung zu einem Projekt, einer Person, einem Ort und natürlich der Etikettierung finden Sie auch Felder für die Fälligkeit und die Priorität. Weitere Funktionen zeigt Ihnen die Software nach einem Druck auf die Menütaste an. Dort legen Sie sich Filter und damit Sichten auf die Aufgaben an, die sehr viele Instrumente anbieten. Action Complete wird auch webbasiert angeboten. Für den Zugang ist ein Google Benutzerkonto nötig. Wenn Sie diesen Zugang auf dem Gerät hinterlegen, können Sie beide Systeme miteinander synchronisieren.

Erfassung in Action Complete

Astrid

Über Astrid ist sicherlich bereits sehr viel geschrieben worden. Die Anwendung, hinter deren Namen sich keine Frau verbirgt, sondern die Abkürzung für «Android’s Simple Task Recording Dashboard», zählt sicherlich zu den beliebtesten Aufgabenmanagern für Android. Das Programm ist sehr ausgefeilt und bietet dem Anwender eine Vielzahl an Optionen. Hervorzuheben ist sicherlich, dass das Werkzeug seine Daten mit Remember the milk synchronisieren kann, und, im Gegensatz zur offiziellen Applikation, auch ohne ein Premiumkonto für den Dienst.

Aufgabenliste in Astrid

Die Software bietet viel, erfordert damit aber auch etwas an Einarbeitungszeit, bis alle Funktionen entdeckt und ausprobiert sind. Neben der Erstellung von Listen, die Sie über Tags umsetzen, zählen sehr gute Filterfunktionen und eine Priorisierung zu den Stärken der Anwendung. Beim Erfassen einer Aufgabe genügt es prinzipiell, lediglich den Betreff einzutragen. Wenn Sie mit so wenigen Informationen auskommen, dürfte Astrid aber deutlich zu umfangreich für Ihre Bedürfnisse sein. Der Detail-Dialog für eine neue Aufgabe umfasst immerhin drei Register.

Wenn Sie trotz aller GTD-Methodik doch nicht ohne die Verankerung einer Aufgabe im Kalender auskommen, kommt Ihnen der Abgleich mit dem Google Kalender sicherlich genau recht. Auch beim Zeitmanagement zeigt sich die Applikation auf der Höhe der Zeit. Neben der eigentlichen Fälligkeit können Sie ein Datum definieren, bis zu dem die Aufgabe gar nicht auf einer Liste auftaucht und sich eine interne Frist zur Erledigung setzen. Flexibler geht es kaum. Der Funktionsumfang ist wirklich beachtlich, umso erstaunlicher, dass die Software nichts kostet.

Listen in Astrid Android

MyTasks

Deutlich bunter und flexibler geht es bei MyTasks zu. Der Ansatz des GTD mit seinen Listen spielt hier weniger eine Rolle. Aufgaben organisieren Sie mittels Fälligkeit und Prioritäten. Um sich schneller eine Übersicht zu verschaffen, genügt das Antippen des Auges in der unteren Symbolleiste. Darüber erhalten Sie Zugriff auf integrierte Filter, die Ihnen alle unerledigten Aufgaben oder die mittlerer Priorität anzeigen. Sehr gelungen ist aus meiner Sicht die Erfassung einer neuen Tätigkeit. Es genügt, lediglich den Betreff einer Aufgabe einzutragen. Alle weiteren Informationen sind optional und werden erst dann von Ihnen abgefragt, wenn Sie das entsprechende Optionsfeld aktivieren.

Aufgabenerfassung in MyTasks Android

Das Programm umfasst auch eine Backup-Funktion, die auf Knopfdruck alle oder nur die erledigten Aufgaben auf der SD-Card ablegt und bei Bedarf genauso einfach wieder zurücksichert.

Noodles

Ist eine sehr durchdachte und wirklich schlanke Aufgabenverwaltung, über die an dieser Stelle schon einmal ein ausführlicher Bereich geschrieben wurde: Noodles – schlanke Aufgabenverwaltung für Android

Tasks

Tasks ist sowohl in einer werbefinanzierten als auch kostenpflichtigen Variante, die Sie dann von den Werbebanner befreit, erhältlich. Die Oberfläche ist angenehm puristisch und zeigt sich damit auch sehr flexibel. Über das Hauptmenü legen Sie einfach Ihre individuellen Listen an. Diese wählen Sie anschließend komfortabel aus einen Listenfeld aus, wenn Sie eine neue Aufgabe erfassen. Außerdem dürfen Sie Angaben zur Priorität machen und sich optional ebenfalls eine Erinnerungsfunktion einrichten.

Aufgabe erfassen in Tasks Android

Über die Register auf den Hauptbildschirm wechseln Sie zwischen den für den heutigen Tag fälligen und überfälligen Aufgaben. Das Hauptregister ist dem Wechsel zwischen Listen vorbehalten.

Eine Besonderheit des kleinen Programms ist sicherlich die in den Einstellungen verborgene Funktion des «Check Me Now». Sobald Sie diese aktivieren, erinnert Sie Ihr Android automatisch in regelmäßigen Abständen daran, dass es Zeit ist, wieder einmal die Listen durchzusehen.

Listen in Tasks Android

Fazit: Wenn Sie sehr einfache Programme für das Aufgabenmanagement bevorzugen, sollten Sie Noodles und Tasks eine Chance geben. Sehr ordentlich an den Ansatz von GTD hält sich Action Complete. Wer extrem viele Aufgabe und Projekte zu verwalten hat und noch dazu Remember the milk einsetzt, kommt um Astrid nicht herum.

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Twittern auf dem Android

25. Mai 2010

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Das Angebot an Programmen, mit denen Sie Ihren Status auf Twitter, Facebook & Co auch auf dem Android-Telefon ändern können, wird immer übersichtlicher. Hier einmal eine ganz subjektive Auswahl und Bewertung:

Seesmic

Das Programm wird auch als Desktop-Client angeboten. Es steht kostenlos im App-Market zur Verfügung. Die Oberfläche gliedert sich in die eigene Timeline, Antworten, Nachrichten und das Profil. Mit Seesmic können Sie auch sehr einfach Follower bearbeiten. Dazu rufen Sie einen beliebigen Tweet einer Person aus der Zeitleiste auf und tippen dann auf der Detailseite erneut auf die Person. Am Fuß der Seite finden Sie dann die entsprechenden Schalter, um das Following aufzuheben oder die Person zu blocken.

Übersicht Seesmic Android

Das ist intuitiv gelöst. Seesmic integriert sich sehr gut in das Android-Umfeld. Haben Sie mit der Kamera Ihres Telefons ein Bild gemacht, können Sie dieses direkt aus der Vorschau heraus an Twitter senden. Eine Besonderheit dabei ist allerdings, dass Sie die vollständige Übertragung der Datei an den ausgewählten Fotoservice abwarten müssen. Erst dann erscheint der Link innerhalb des Editors.

Usermanagement in Seesmic

Nutzen können Sie dabei TweetPhoto, yFrog,Twitpic und Mobypicture. Ähnlich verhält es sich mit dem Upload von Videos. Hier werden yFrog, Twitvid und Youtube unterstützt. Verfügen Sie über eine Benutzerkonto bei Bit.ly, hinterlegen Sie die Zugangsdaten ebenfalls in den Einstellungen des Programms. Als Alternativen stehen aber auch J.mp oder Tinyurl zur Auswahl. Das Programm ist übersichtlich und arbeitet stabil. Die Oberfläche ist so gestaltet, dass auch etwas grobmotorische Menschen alle Funktionen mit der Eingabetaste und dem Antippen auf dem Bildschirm problemlos erreichen können.

Swift

Das Programm verzichtet bei der Oberflächengestaltung auf größere Schaltflächen und Icons, was zu großzügigeren Optik und mehr Text auf dem Bildschirm führt. Der Nachteil dabei ist, dass sich zwischen Timeline oder gar Erwähnungen durch Tippen kaum umschalten lässt. Zwar sind am oberen Rand der Anwendung entsprechende Schalter integriert. Diese werden Sie aber nur fehlerfrei erreichen, wenn Ihre Finger nicht breiter als die eines Kleinkindes sind. Andernfalls werden Sie über das Menü zwischen diesen Bereichen wechseln müssen.

Übersicht Swift

Swift kann jeweils nur einen Twitteraccount verwalten. Rein subjektiv hat Swift beim Scrolling in der Timeline eindeutig die Nase vorn. Die Navigation ist wirklich schnell und das Scrolling butterweich und damit optisch eine Freude. Um Bilder mit anderen zu teilen, werden die Dienste Twitpic, Img.ly, TwitGoo und Yfrog unterstützt. Beim Versand von Videos müssen Sie auf Youtube verzichten. Auch Swift kann die Follower verwalten. Die Bedienung verläuft an dieser Stelle analog zu Seesmic. Allerdings suchen Sie vergeblich nach einer Funktion, die Person zu blocken, weil sie sich vielleicht als notorischer Spammer erweist. Swift arbeitet äußerst stabil.

Editor von Swift

Auch nach tagelanger Benutzung konnte ich keinen Absturz verzeichnen. Das Hinzufügen von Bildern oder Videos oder die Verkürzung einer URL nehmen Sie ganz bequem direkt aus dem Editor heraus vor. Allerdings wird hier lediglich bit.ly angeboten.

Hootsuite

Das Angebot von Hootsuite wird ja gern von Menschen genutzt, die «professionell» twittern oder aber zumindest den Anspruch haben, mehrere Kanäle mit Informationen zu versorgen. Zu den Komfortfunktionen des auch über den Browser erreichbaren Services zählt beispielsweise das zeitversetzte Senden von Aktualisierungen. So twittern Sie also, selbst wenn Sie keine Zeit dazu haben. Um den Dienst nutzen zu können, benötigen Sie ein kostenloses Benutzerkonto, unter das Sie dann die einzelnen Accounts bei anderen Diensten wie Twitter und Facebook, LinkedIn, MySpace oder sogar Foursquare einrichten.

Streams in Hootsuite für Android

Die App kann aber lediglich Ihren Twitteraccount verwalten. Die App wird in zwei Varianten angeboten. Die kostenlose ist werbefinanziert, Sie müssen also mit eingeblendeter Werbung leben. Oder Sie zahlen die knapp 3 Dollar für die Software. Der Anwendung ist in ihrer Gestaltung anzumerken, dass sie vom IPhone auf Android portiert worden ist. Alles wirkt ein bisschen eng und bedrängt gestaltet. Wenn Sie eine neue Statusnachricht verfassen wollen, müssen Sie zwischen den eingerichteten Accounts umschalten. Dieser sind aber leider nur durch sehr kleine Icons unterschieden. Da fällt der Wechsel nicht so leicht. Ähnlich unübersichtlich gestaltet sich die Bedienung, wenn Sie in das Management Ihres Netzwerks eintreten. So können Sie zwar Follower abwählen und sogar blocken, aber auch das ist unübersichtlich und durch die kleinen Icons fummelig.

Feed bei Hootsuite

Hinsichtlich URL-Shortener oder Bilderdiensten ist die Auswahl auch nicht groß. Leider arbeitet das Programm auch nicht so stabil wie die anderen vorgestellten Anwendungen.

Peep

Bei Peep handelt es sich mit Sicherheit um die einfachste Art, um auf dem Android zu twittern. Das Programm ist wirklich schnell eingerichtet und dank der übersichtlichen und großen Icons am unteren Rand auch schnell bedient. Insgesamt ist aber eher Schmalspurkost im Angebot. Fotos teilen Sie mit Twitpic oder Twigoo, einen Videoservice suchen Sie in den Einstellungen vergeblich. Bei den Kürzungsdiensten setzt Peep auf is.gd, Short.to, TinyURL. Dafür können Sie jedem Tweet optional Ihren Ort mitgeben, der aus dem integrierten GPS-Modul des Telefons abgelesen wird. Auch das Management des Netzwerks ist möglich. Klicken Sie auf das Profilbild in der Timeline rufen Sie sich damit das Profil des Nutzers auf und können von dort die Funktion «Nicht mehr folgen» aktivieren. Blocken geht aber auch mit diesem Programm nicht. Im Vergleich zu den anderen Programmen verhält sich Peep aber insgesamt etwas zäh.

Oberfläche Peep für Android

Fazit: Swift ist aus meiner Sicht einer der besten Kompromisse aus Funktion, Stabilität und Bedienbarkeit. Wenn Sie ohnehin mit Seesmic auf dem Desktop arbeiten, liegt auch das Android-Programm nahe. Hootsuite ist für Sie nur dann interessant, wenn Sie ohnehin mit dem Service Ihre Tweets pflegen und eine Funktion zum zeitversetzten Senden benötigen.

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Noodles – schlanke Aufgabenverwaltung für Android

19. Mai 2010

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Die Zahl der Termin- und Aufgabenverwalter für Android-Telefone scheint täglich anzuwachsen. Das Programm Noodles, das Sie über den Android-Marktplatz beziehen, wird in zwei Varianten angeboten. In der kostenlosen Variante dürfen Sie Ihre Aufgaben lediglich in Form einer einzigen Liste verwalten. In der Pro-Version, die Sie für 1,99 US-Dollar aus dem Marketplace herunterladen, legen Sie zusätzlich eigene Listen an.

Das Programm setzt stark auf die Bedienung mittels Gesten. Elemente einer Liste sortieren Sie ganz einfach per durch Verschieben des Eintrags am linken Bildschirmrand. Möchten Sie zwischen Listen wechseln, schieben Sie einfach die aktuelle Liste am oberen Bildschirmrand zur Seite.

Um eine neue Aufgabe zu erfassen, tippen Sie einfach in das Eingabefeld und beginnen den Text mit der Bildschirmtastatur zu schreiben. Mit einem Klick auf das kleine Rechteck auf der linken Seite rufen Sie den Dialog zur Definition der Priorität auf. Mit dem Klick auf das Pluszeichen fügen Sie den Eintrag der aktuellen Liste hinzu.

Eingabe Aufgabe Noodles

Zu der Besonderheit der Software gehört, dass Sie neben dem Aufgabentext auf weitere Informationen speichern können. Dazu tippen Sie einfach die Eingabetaste und geben weiteren Text ein. Dieser kann etwa als Erläuterung dienen oder eine Notiz zur Aufgabe enthalten. Diese Notizen werden Ihnen in einem kleinen Popup angezeigt, wenn Sie die Taste <Enter> Ihres Telefons drucken, während die Aufgabe markiert ist.

Tooltip mit Notiz in Noodles

Haben Sie sich für das kostenpflichtige Programm entschieden, legen Sie Ihre Kontextlisten einfach mit einem Klick auf die Taste <Menu> und die Auswahl des Eintrags «New List» an. Nach dem Motto «Abhaken macht Spaß», kennzeichnen Sie eine erledigte Aufgabe einfach durch das Überstreichen mit dem Finger. Sie wird damit tatsächlich durchgestrichen und als erledigt gekennzeichnet.

Erledigte Aufgabe in Noodles

Fazit: Noodles ist praktisch und die Arbeit mit dem kleinen Programm macht einfach Spaß. Der Entwickler plant auch eine Synchronisation mit Teudeux zu schaffen, sofern dort eine API zur Verfügung gestellt wird. Das wäre eine sehr schöne Kombination aus zwei eleganten und überaus einfachen Anwendungen. Denn das einzige Manko von Noodles ist derzeit der noch fehlende Datenabgleich mit irgendeiner anderen Anwendung oder einem Portal.

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Screenshots vom Android Telefon unter Linux erstellen

18. Mai 2010

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Sie besitzen ein Android-Telefon und wollen von Anwendungen Screenshots anfertigen? Wenn Sie unter Linux arbeiten, ist das extrem einfach.

Besuchen Sie die Seite http://developer.android.com/sdk/index.html und laden Sie sich dort das SDK für Linux auf Ihren Rechner. Entpacken Sie das Archiv in einen Ordner Ihrer Wahl. Dieser darf auch in Ihrem Homeverzeichnis liegen.

Sofern noch nicht vorhanden, installieren Sie das Java Development Kit (JDK). Dies finden Sie in der aktuellen Version mit dem Paketmanager.

Damit Sie die Werkzeuge auch nutzen können, müssen Sie eine Änderung an einer Datei vornehmen. Unter Ubuntu lassen Sie sich Ihr persönliches Verzeichnis anzeigen und entscheiden sich in Nautilus für «Ansicht, Verborgene Dateien anzeigen».

Öffnen Sie die Datei «.bash.rc» mit einem Editor. Suchen Sie dort nach einem Eintrag «PATH». Diesen müssen Sie ergänzen oder Sie legen einen neuen Pfad an: «export PATH=${PATH}:<your_sdk_dir>/tools»

Nun müssen Sie auf Ihrem Telefon eine kleine Änderung vornehmen: Wechseln Sie in die «Einstellungen».

Einstellungen auf dem Android

Entscheiden Sie sich dann für «Anwendungen».

Markieren Sie hier «Entwicklung».

Entwicklung unter Android einstellen

Im nächsten Fenster «USB-Debugging».

USB Debugging aktivieren

Verbinden Sie das Telefon mit Ihrem Rechner.

Wechseln Sie in den Ordner, in den Sie das SDK installiert haben. Führen Sie hier das Programm «ddms» im Terminal aus.

Ihr Telefon sollte nun in der Liste der angeschlossenen Geräte zu finden sein. Wählen Sie nun «Device» und «Screen Capture».

Entwicklungsumgebung Android

Es öffnet sich ein Fenster mit dem aktuellen Bildschirm des Telefons. Führen Sie die gewünschte Aktion aus und klicken Sie innerhalb des Fensters «Screen Capture» auf «Refresh». Mit «Save» speichern Sie das Foto als PNG-Datei ab.

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