Den Finder verbessern – oder Alternativen nutzen (Mac, Dateimanagement)

29. März 2011

Computer und Internet

Zwei Anwendungen sind es, die den Mac-Umsteiger bei seinen ersten Schritten schockieren werden. Zum einen Apple Mail: Es ist kostenlos und man kann damit E-Mails senden und empfangen. Komfort und aktuelle Funktionen sehen aber anders aus.

Und der Finder zählt zweifellos nicht zu den herausragenden Leistungen modernen Software-Designs. Dennoch kann man einiges tun, um angenehmer mit dem Dateimanager zu arbeiten.

Aktuellen Pfad anzeigen

Leider zeigt der Finder nicht standardmäßig den Pfad zum aktuellen Verzeichnis an. Dabei bietet das Programm in seinen Einstellungen durchaus die Möglichkeit dazu. Einmal aktiviert wird damit der Wechsel in ein darüber liegendes Verzeichnis einfacher. Wenn Sie sich den Pfad anzeigen lassen wollen, rufen Sie „Darstellung, Pfadleiste einblenden“ auf. Diese Leiste befindet sich am unteren Rand des Finders. Mit einem Doppelklick wechseln Sie dann in den gewünschten Ordner.

Pfadanzeige Finder

Außerdem können Sie die Navigationsleiste mit einem Schalter für den Pfad ergänzen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die Leiste und nutzen Sie das Kommando Symbolleiste anpassen. Im nachfolgenden Dialog ziehen Sie dann den Schalter Pfad in die Leiste.

Mit einem Klick darauf erhalten Sie dann ebenfalls eine Darstellung des aktuellen Pfad und können schneller navigieren.

Immer die gleiche Darstellung nutzen

Der Finder öffnet einen Ordner immer mit der zuletzt verwendeten Ansicht. Sie können dies aber ändern, in dem Sie jedem Verzeichnis eine Standard-Ansicht zuordnen. Dazu wechseln Sie in den Ordner und stellen die Ansicht ein, die Sie bevorzugen. Über Darstellung, Darstellungsoptionen einblenden rufen Sie sich einen Inspektor auf den Schirm. Hier aktivieren Sie die Option im oberen Bereich des Fensters. Ab jetzt öffnet sich der Ordner immer in der von Ihnen gewählten Darstellung.

Standardansicht für Ordner

Top-Verzeichnisse unter Orte speichern

Über Orte in der Seitenleiste des Finder können Sie wichtige Verzeichnisse so ablegen, dass Sie diese mit einem Mausklick erreichen. Dazu schieben Sie mit der Maus einen Ordner aus der Mitte des Finder-Fensters in den Bereich. Wollen Sie dies später wieder rückgängig machen, genügt ein Sekundärklick. Im Kontextmenü finden Sie dann den Eintrag, um das Element aus der Seitenleiste zu entfernen.

Suche einschränken

Wenn Sie mit dem Finder nach einer Datei suchen, wird immer die gesamte Installation einbezogen. Überflüssig, wenn Sie ja bereits den ungefähren Speicherort kennen. Legen Sie in den Einstellungen des Finders fest, dass immer nur der aktuelle Ordner durchsucht wird.

Dazu führen Sie Finder, Einstellungen aus. Im Register Erweitert legen Sie dann einfach den aktuellen Ordner als Ausgangspunkt für die Suche dauerhaft fest.

Nur aktuellen Ordner durchsuchen Finder

Finder Alternativen ausprobieren

Wer sich auf Dauer nicht mit dem Finder anfreunden kann oder will, sollte sich einmal eine der Alternativen bzw. Ergänzungen dazu ansehen.

Total Finder

Total Finder setzt auf dem Finder auf, verpasst diesem aber ein anderes Gesicht. Zu den wesentlichen Vorteilen dieses Programms gehören:

  • Kopieren und Verschieben von Dateien mit Tastenkürzel. Einfach mit CMD+C oder CMD+X die Datei auswählen und dann genauso einfach einfügen.
  • Sie arbeiten mit Tabs und sparen sich den Wechsel zwischen verschiedenen Finder-Fenstern.
  • Im Dual-Mode betrachten Sie den Dateibestand in zwei nebeneinanderliegenden Fenstern. Die klassische Bildschirmansicht vieler Dateimanager.
  • Ein Tastendruck genügt und schon blendet Ihnen das Programm auch die Systemdateien ein. Kein mühseligen Umstellen der Finder-Einstellungen mehr.

Für 15 Dollar eine wirklich lohnenswerte Erleichterung.

Total Finder

Path Finder

Path Finder geht noch einen Schritt weiter und ersetzt den Finder vollständig. Das Programm hat eine Menge zu bieten.

  • Tab-Browsing und Dualmode: Auch dieses Programm zeigt Ihnen die Dateien nicht in separaten Fensters sondern in Form von Tabs oder nebeneinanderliegenden Programmfenstern an.
  • Kopieren und Verschieben über die Zwischenablage.
  • Sie landen mit nur einem Befehl direkt im Terminal im ausgewählten Verzeichnis.
  • Eingebauter Packer: Direkt aus dem Programm packen Sie Archive in unterschiedlichsten Formaten. Das kann der Finder nicht.
  • Sicheres Löschen von Dateien: In unterschiedlichen Stufen werden zu löschende Daten mehrfach überschrieben.

Path Finder für den Mac

Der Path-Finder bietet so viele Möglichkeiten, dass Sie sich anschließend nur schwer wieder an den Finder gewöhnen werden. So viel Luxus hat aber auch seinen Preis. Die Vollversion kostet immerhin 39 Dollar. Diesen Preis ist der Tausendsassa aber auch durchaus Wert.

Titelbild: RainerSturm / pixelio.de

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Über Stephan Lamprecht

arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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Trackbacks/Pingbacks

  1. Louboutin Femme - 30. September 2014

    Louboutin Femme

    Romney are going to release the taxes as soon as the additional shills discharge their own. Such as state some sort of Nancy Pelosi.

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