Vereinfachen Sie Ihren digitalen Alltag: 5 Tipps (Selbstmanagement)

Vielleicht ist Apple mit seinen Produkten unter anderem deshalb so erfolgreich, weil ein Mac, ein IPhone oder ein IPod versprechen, die Dinge so einfach wie nie zu machen. Die Vereinfachung des eigenen Lebens scheint mehr als ein Trend zu sein. Dies beweisen steigende Zugriffszahlen auf zum Thema passende Internetangebote. Und Buchtitel wie «Simplify Your Life» sind seit Jahren Bestseller. Wissensarbeiter und Kreative verbringen viel zu viel Zeit vor dem Computer. Warum sich also nicht auch um die Vereinfachung des digitalen Lebens kümmern?

1. Entmüllen Sie Ihre Anwendungen!

Nicht nur dieses Blog empfiehlt Ihnen ab und zu interessante Programme. IT-Fachzeitschriften und Portale sind voller Tipps und Tricks zu Anwendungen für die unterschiedlichsten Aufgaben. Ein Download und einen Mausklick später befindet sich die neue Software auf dem Rechner und belegt Speicherplatz, verstopft die Struktur von Startmenü und Programmordner. Und meist wartet sie dann auch sehr lange auf den nächsten Einsatz. Gehen Sie doch gleich einmal Ihren Programm-Ordner durch. Schauen Sie nach, wie viele Bildbearbeitungsprogramme oder Editoren sich da bereits versammelt haben. Welches der vielen Tools und Anwendungen haben Sie zuletzt genutzt? Brauchen Sie die wirklich alle?

2. Entmüllen Sie Ihren RSS-Reader

Die Funktion «Alles als gelesen markieren» ist praktisch. Aber wenn Sie diese regelmäßig nutzen, ist das auch ein Zeichen dafür, dass Sie das Blog bzw. die Newsquelle gar nicht lesen. Also sparen Sie sich den Klick, um all die Inhalte zu markieren, die Sie ohnehin nicht wahrnehmen. Gehen Sie die Quellen in Ihrem RSS-Reader durch und löschen Sie, was Sie ohnehin nicht mehr brauchen!

3. Entmüllen Sie Ihren Desktop!

Befreien Sie Ihre Arbeitsfläche von den vielen Symbolen und Verknüpfungen, die sich darauf befinden. Das sieht unschön aus, belastet Sie und kostet Aufmerksamkeit. Probieren Sie doch einfach mal, wie viel motivierter und konzentrierter Sie sich fühlen werden, wenn Sie Ihre Arbeit mit einem leeren Desktop beginnen!

4. Lassen Sie aufräumen!

Erleichtern Sie sich die tägliche Routine und setzen Sie auf Programme wie Hazel, die Ihnen beim Ablegen von Dateien und der Organisation Ihrer Dokumente helfen. Legen Sie dort einmal eine Regel an und anschließend wird die Software Ihnen viel Zeit und Mühe sparen.

5. Speichern Sie so wenig wie möglich!

Programme wie Evernote oder Devonthink verleiten uns dazu, möglichst alles zu katalogisieren und aufzubewahren. Sie lesen einen interessanten Artikel im Web? Ein Mausklick und das Dienstprogramm hat den Artikel in Ihr persönliches Archiv übertragen. Brauchen Sie aber überhaupt ein solches Archiv? Sicher: Mitschriften und Protokolle, die Sie beruflich einsetzen, sollten Sie gut ablegen, damit Sie später auch schnell wieder darauf zurückkommen können. Rechnungen und Kontoauszüge müssen aufbewahrt werden, damit Sie gegenüber Steuerbehörden auch Nachweise erbringen können. Aber meinen Sie wirklich, dass der Kniff zu einem Ihrer Programme tatsächlich eines Tages nicht mehr im Internet steht? Vielelicht gibt es genau diesen Artikel tatsächlich nicht mehr, wenn Sie ihn noch einmal benötigen. Aber dann wird es andere Anleitungen geben. Heben Sie nur Dinge auf, die für Sie eine persönliche Bedeutung haben. Anleitungen und Tutorials finden Sie dank Google und anderen Suchdiensten stets und aktuell wieder.

Was sind Ihre Tricks zur Vereinfachung des digitalen Alltags?

Über Stephan Lamprecht (479 Artikel)
arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

3 Kommentare zu Vereinfachen Sie Ihren digitalen Alltag: 5 Tipps (Selbstmanagement)

  1. Besonders Punkt 5 spricht mich an. Ich habe einiges an digitalem Material in verschiedensten Programmen gesammelt, zuletzt mit Evernote. Es waren gute Artikel, interessante Tutorials, vielleicht später mal nützliche Tools etc. dabei. Ich kann mich aber nicht erinnern, das ich je wieder was davon gebraucht habe. In der Tat bringt eine Suche im persönlichen Archiv nur Ergebnisse, die man bereits kennt. Verwendet man stattdessen Google, so kann man auch auf Neues stoßen.
    Ich werde jetzt mal Ausmisten und in Zukunft viel weniger speichern.

    • Hallo, Karl,

      das finde ich einen weiteren guten Gesichtspunkt. Aber Du hast absolut recht. Im eigenen Archiv finde ich nur bekanntes. Allerdings manchmal auch neues, wenn ich die Sachen vor dem Archivieren gar nicht richtig angesehen habe 🙂

      Beste Grüße

      Stephan Lamprecht

  2. Hallo Stephan,

    gute Tipps, vielen Dank! Schon nach dem Desktop bereinigen ist es viel einfacher und übersichtlicher, das habe ich letztens gemacht. Die anderen Tipps von dir werde ich auch mal umsetzen, z.B. so wenig speichern, wie möglich.

    Viele Grüße,
    Markus

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