Produktiv mit Kanban – Tools und Methode

16. Juni 2010

Referenzmaterial

Mit Kanban wird eine Methode zur Steuerung von Produktionsabläufen bezeichnet. Sie ist Teil des Ansatzes der Lean Production und geht davon aus, dass die unmittelbar am Produktionsprozess beteiligten Personen am besten wissen, wie die Produktion gesteuert werden kann. Ein zentrales Instrument der Methode sind die sogenannten Kanban-Karten, die an Tafeln gepinnt werden. Mit ihnen werden Produktionsmittel symbolisiert. Warum also nicht diese Systematik auch für das Selbstmanagement nutzen? Damit schließt sich die Verbindung zu Ansätzen wie GTD, das ebenfalls versucht, eine bessere Übersicht und Transparenz über Aufgaben zu erreichen.

Theorie von Personal Kanban

Einen ersten Einblick, wie sich personal Kanban gut für das eigene Selbstmanagement nutzen lässt, erhalten Sie in der nachfolgenden, englischsprachigen Präsentation.

Umsetzung von Personal Kanban

Wie Sie die Methode für sich selbst einsetzen können, zeigt Ihnen eindrucksvoll die Seite Kanban101. Hier wird etwa auch der Arbeitsfluss beschrieben, den Sie mit der Methode erreichen. Persönliches Kanban kennt verschiedene Ziele:

  • Sie erhalten durch die Verwendung der Karten und Tafeln mehr Übersicht.
  • Sie setzen sich mittels der Tafeln eine Grenze hinsichtlich der Aufgaben, die Sie aktuell bearbeiten.

Implementierung analog

Wie Sie das System implementieren, welche Ansätze es hierfür gibt und wie Sie damit Probleme im Arbeitsalltag konkret lösen können, finden Sie auf der Seite Personal Kanban, die ein wahrer Fund an Ideen und Hinweisen ist.

Personal Kanban können Sie auf vielerlei Arten betreiben. Zum Beispiel mit einem Whiteboard, an das Sie als Kanban-Karten verwendete große Haftnotizen kleben. Oder Sie nutzen ein kleines persönliches System in Form eines größeren Notizbuchs, in das kleinere Notizzettel geklebt werden. Aber kaum gibt es einen Ansatz für das Aufgabenmanagement, sind findige Entwickler nicht weit, die Softwarelösungen anbieten.

Implementierung von Personal Kanban mit Software

Zwei dieser Tools habe ich in diesem Blog bereits etwas ausführlicher vorgestellt: Artikel zu Kanban-Tool und AgileZen.

  • Kanban-Tool: Dieser Service befindet sich derzeit noch im Betastadium und kann derzeit auch noch kostenlos genutzt werden. Die Software wird ständig verbessert und bietet inzwischen auch verschiedene Vorlagen für Kanban-Boards an. Eine Auswertung zeigt Ihnen, wie viel Sie bereits geschafft haben und den Inhalt Ihrer Karten exportieren Sie auf Wunsch nach Excel. Auf dem eigenen Server können Sie das Werkzeug nicht betreiben, aber immerhin ist es möglich, den Zugriff auf die Boards über die eigene Domain umzusetzen.

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  • Agile Zen: Bietet bereits kostenpflichtige Zugänge an und bietet rein funktional das gleiche wie das Kanban-Tool. Allerdings sind die Entwickler etwas verschwenderischer mit dem zur Verfügung stehenden Platz umgegangen. Auch Kontextmenüs sind derzeit noch nicht möglich, was einen Umweg über die Hauptnavigation erforderlich macht. Wer mehr als ein Projekt verwalten will, also mehr als 1 Board benötigt, muss bereits auf den kommerziellen Zugang ausweichen. Drei Projekte mit 3 Mitarbeitern schlagen mit 9 Dollar zu Buche. Für 100 Dollar gibt es dann keine Beschränkung mehr.
  • Leankit Kanban: Der Service bietet eine recht ausgefeilte Oberfläche und Administration. In der kostenfreien Variante dürfen Sie ein Board mit einem Benutzer betreiben. Wenn Sie mehr wollen, erhalten Sie dies für 15 Dollar monatlich für jeden Nutzer. Keine ganz preiswerte Angelegenheit. Dafür haben Sie sehr weitreichende Freiheiten in Hinblick auf die Gestaltung des Arbeitsablaufs.

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