Produktiver mit dem (Windows-)Desktop

20. Mai 2010

Computer und Internet

Für die meisten Nutzer eines Computers ist der Desktop mitsamt seiner Startleiste offenbar lediglich eine Art von Zwischenspeicher, auf dem schnell Dokumente abgelegt werden und sich Programme mit ihren Icons verewigen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit zwei Werkzeugen effizienter mit Ihrem System arbeiten!

Windows-Nutzer kennen die Prozedur zur Genüge. Ein Klick auf „Start“, dann in den gewünschten Programmordner und ein weiterer Klick auf den Namen der Anwendung, die gerade aufgerufen werden soll. Im Laufe eines Arbeitstages legen Sie so mit der Maus eine ziemlich große Strecke zurück. Schneller und komfortabler starten Sie Ihre Anwendungen mit dem Programm Launchy (www.launchy.net), das auch für Linux verfügbar ist. Nach der unkomplizierten Installation und dem ersten Start scheint zunächst nichts passiert zu sein. Drücken Sie allerdings die Tastenkombination “Alt”+”Leertaste”, blendet Ihnen die Software eine kleine Eingabezeile ein. Tragen Sie dort den Beginn des Programmnamens ein, zeigt Ihnen Launchy seine Vorschläge, zwischen denen Sie mit den Pfeiltasten navigieren. Mit einem Druck der Eingabetaste starten Sie die Anwendung. Dies funktioniert auch mit den Namen von Dateien, die Sie auf die gleiche Weise starten.

Der Programmstarter Launchy

Windows Vista hat eine solche Funktion in seinem Startmenü bereits eingebaut. Die dort integrierte Suche funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Es genügt also, den Namen eines Programms einzutragen, um die Anwendung zu starten, unabhängig, an welcher Stelle sich die ausführende Datei befindet.

Unter MacOS und Linux sind sogenannte virtuelle Desktops eine echte Bereicherung. Sie helfen dem Nutzer dabei, einzelne auf ein Thema fokussierte Arbeitsbereiche zu unterhalten. Etwa einen Desktop, auf dem nur das aktuell zu bearbeitende Projekt mit allen Anwendungen geöffnet ist, einen anderen für die Online-Recherche und wiederum einen anderen, auf dem Kommunikation per Mail und Chatprogrammen stattfindet. Windows-Nutzer müssen eine solche Funktion nachrüsten. Mit Desktops stellt Microsoft ein inoffizielles Werkzeug zur Verfügung, das es Ihnen erlaubt, bis zu vier virtuelle Schreibtischflächen anzulegen (http://technet.microsoft.com/en-us/sysinternals/cc817881.aspx). Dazu laden Sie sich zunächst das Archiv auf Ihren Rechnern und entpacken die darin enthaltenen Dateien. Klicken Sie dann doppelt auf den Eintrag „Desktops“, um die Anwendung zu starten. Diese fügt der Taskleiste ein kleines Icon hinzu. Darüber legen Sie neue Desktops an, zwischen denen Sie mit der Tastenkombination „Alt“+“Nummer des Desktop“ wechseln. Sie werden sich schnell an den Komfort gewöhnen und produktiver arbeiten.

Virtuelle Desktops unter Windows

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Über Stephan Lamprecht

arbeitet als freischaffender Texter und Journalist in Ahrensburg bei Hamburg. Er schreibt Fachartikel für PR-Agenturen, Texte für Whitepaper und Internetseiten sowie Beiträge für Fachmagazine. Seit 1991 hat er mehr als 25 Fachbücher verfasst. Zu seinen Themen gehören IT, Social Media, CRM und Business-Intelligence, aber eben auch das Zeit- und Selbstmanagement. Er berät Autoren auf ihrem Weg zum Buch und unterstützt Startups und kleinere Softwareunternehmen in der Pressearbeit.

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